Intellektuellen-Status und intellektuelle Kontroversen im Kontext der Wiedervereinigung

Nicht nur die beiden Gesellschaften, sondern auch die Intellektuellen aus Ost- und Westdeutschland befinden sich nach der Wiedervereinigung in einem Prozeß des Umbruchs und der Umgruppierung. Vor diesem Hintergrund beleu
Nicht nur die beiden Gesellschaften, sondern auch die Intellektuellen aus Ost- und Westdeutschland befinden sich nach der Wiedervereinigung in einem Prozeß des Umbruchs und der Umgruppierung. Vor diesem Hintergrund beleuchten die beiden Beiträge von Wolfgang Emmerich und Lothar Probst in Heft 4 der Reihe "Materialien und Ergebnisse aus Forschungsprojekten des Institutes" Statusveränderungen und Kontroversen intellektueller Formationen in Deutschland. Beide Beiträge berühren sich in ihrer Darstellung des Antifaschismus in der DDR als identitätsstiftender "Zivilreligion" (Helmut Dubiel) und Loyalitätsfalle. Wolfgang Emmerich zeichnet am Beispiel bekannter DDR-Schriftsteller nach, wie der Antifaschismus als ideologische Klammer bei zwei Autoren-generationen gewirkt hat, während Lothar Probst den sowohl bei Ost- als auch bei Westintellektuellen anzutreffenden Mythos vom "antifaschistischen Charakter" der DDR problematisiert.
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Not only the two societies but also both the East and West German intellectuals have been, after the reunification, in a process of radical change and regrouping. Against this background, the two articles by Wolfgang Emm
Not only the two societies but also both the East and West German intellectuals have been, after the reunification, in a process of radical change and regrouping. Against this background, the two articles by Wolfgang Emmerich and Lothar Probst in number 4 of the series "Materialien und Ergebnisse aus Forschungsprojekten des Institutes" illuminate changes of status and controversies of intellectual formations in Germany. The two articles coincide in the way they present antifascism in East Germany as an identity-creating "Zivilreligion" (Helmut Dubiel) and a loyalty trap. Taking well-known East German authors as examples, Wolfgang Emmerich describes how antifascism worked as an ideological grip on two generations of authors, while Lothar Probst raises the issue of the myth, to be found in the writings of Eastern as well as Western intellectuals, of East Germany's "antifascist character".
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Metadaten
Author:Wolfgang Emmerich, Lothar Probst
URN:urn:nbn:de:hebis:30-1160337
URL:http://www.deutschlandstudien.uni-bremen.de/wp-content/uploads/2011/05/heft41.pdf
Publisher:Inst. für Kulturwiss. Deutschlandstudien
Place of publication:Bremen
Document Type:Book
Language:German
Date of Publication (online):2010/08/09
Year of first Publication:1993
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Creating Corporation:Institut für Kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien <Bremen>
Release Date:2010/08/09
SWD-Keyword:Antifaschismus ; Deutschland <DDR> ; Geistesleben ; Literatur; Wiedervereinigung
Pagenumber:39
Note:
Materialien und Ergebnisse aus Forschungsprojekten des Institutes // Institut für Kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien an der Universität Bremen, Fachbereich 10 ; H. 4


Note:
http://www.deutschlandstudien.uni-bremen.de/hefte/heft4.pdf
Source:(in:) Materialien und Ergebnisse aus Forschungsprojekten des Institutes / Institut für Kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien an der Universität Bremen (FB 10), Heft 4, 1993, S. 1-39
HeBIS PPN:284047147
Contributor:Emmerich, Wolfgang (Leitung)
Dewey Decimal Classification:830 Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur
Sammlungen:GiNDok
BDSL-Classification:BDSL-Klassifikation: 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.03.00 Studien
Licence (German):License Logo Veröffentlichungsvertrag für Publikationen

$Rev: 11761 $