Das lyrische Ich. Verteidigung eines umstrittenen Begriffs

Das ›lyrische Ich‹ wurde nach gängiger Meinung im Jahre 1910 von Margarete Susman eingeführt, um den Autor (das »Ich im real empirischen Sinne«) zu unterscheiden von der literarischen »Form [ ... ], die der Dichter aus s
Das ›lyrische Ich‹ wurde nach gängiger Meinung im Jahre 1910 von Margarete Susman eingeführt, um den Autor (das »Ich im real empirischen Sinne«) zu unterscheiden von der literarischen »Form [ ... ], die der Dichter aus seinem gegebenen Ich erschafft«. Der Begriff erschien in der Germanistik lange Zeit gerechtfertigt, um biographistische Gedichtinterpretationen abzuwehren. In den letzten Jahren wird er jedoch nahezu einhellig als irreführend oder überflüssig verworfen. Im Gegensatz dazu plädiere ich für seine, allerdings eingeschränkte und modifizierte, Weiterverwendung. Der Begriff eignet sich dafür, eine besondere Form literarischer Rede zu bezeichnen, die jedenfalls für einen maßgeblichen Teil lyrischer Texte charakteristisch ist. Mein Beitrag gliedert sich in zwei Teile. Zunächst werden wichtige Stationen der Wort- und Begriffsgeschichte rekapituliert. Dann folgen am Beispiel von drei Gedichten einige systematische Überlegungen.
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Metadaten
Author:Matías Martínez
URN:urn:nbn:de:hebis:30-109140
Document Type:Part of a Book
Language:German
Date of Publication (online):2011/06/28
Year of first Publication:2002
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Release Date:2011/06/28
SWD-Keyword:Lyrisches Ich
Source:(in:) Heinrich Detering (Hrsg.): Autorschaft : Positionen und Revisionen. – Stuttgart, 2002, S. 376-389
Institutes:Extern
Dewey Decimal Classification:831 Deutsche Versdichtung
Sammlungen:GiNDok
BDSL-Classification:BDSL-Klassifikation: 03.00.00 Literaturwissenschaft > 03.08.00 Poetik
Licence (German):License Logo Veröffentlichungsvertrag für Publikationen

$Rev: 11761 $