Spin-wave calculations for Heisenberg magnets with reduced symmetry

Spin-Wellen-Berechnungen für Heisenberg-Magnete mit reduzierter Symmetrie

The phenomenon of magnetism is a pure quantum effect and has been studied since the beginning of civilization. The practical use of magnetic materials for technical purposes was well established in the 19th century; stil
The phenomenon of magnetism is a pure quantum effect and has been studied since the beginning of civilization. The practical use of magnetic materials for technical purposes was well established in the 19th century; still nowadays there is no lack of new high-tech applications based on magnetism for example in information technology to store and process data. This thesis does not focus on the development of new applications of magnetism in technology, nor enhancement of known fields of application. Instead, the intention is to use a quantum theory of magnetism for obtaining new insights on physical effects that accompany the phenomenon of magnetism. Therefore three different model systems, each of which are believed to describe a class of real compounds, are considered. Starting from the idea that magnetism can be understood by use of the so-called Heisenberg model that microscopically characterizes the interaction between localized magnetic moments, we restrict ourselves to the case where a long-range magnetic order is present. In order to deduce consequences resulting from this microscopic picture we use the spin-wave theory that is introduced in the first chapter. Central objects of this theory are the magnons which are elementary quantum excitations in ordered magnets. An application of these mathematical techniques to a model that describes an antiferromagnet in an external magnetic field is presented in the second chapter. Quantities like the spin-wave velocity and the damping of magnons are calculated using a Hermitian operator approach in the framework of spin-wave theory. A strong renormalization of the magnetic excitations arises because the symmetry of the system is reduced due to the external magnetic field. In the second model system, that describes thin films of a ferromagnet, concepts of classical physics meet quantum physics: The magnetic dipole-dipole interaction that is also known in everyday life from the magnetic forces between magnets and was initially formulated in the theory of electromagnetism, is included in the microscopic model. Having a special compound in mind where the magnetic excitations are directly accessible in experiments, the energy dispersions of magnon modes in thin-film ferromagnets are deduced. Our approach is essentially a basis for further investigations beyond this thesis to describe strong correlations and condensation of magnons. A recent realization of data processing devices with spin waves puts the understanding of physical processes in these ferromagnetic films in the focus of upcoming research. The third model system brings in the so-called frustration where the interactions between the spins are such that the total energy cannot be minimized by an appropriate alignment of the magnetic moments in the classical picture. In the simplest case this appears because the antiferromagnetically coupled spins are located on a triangular lattice. This situation will lead to strong quantum fluctuations which make this model system interesting. Finally the overall symmetry is reduced by inclusion of spin anisotropies and an external magnetic field. Instead of focusing on the properties of the magnetic excitations, the effect of the magnetic field on the properties of the lattice vibrations is subject to the investigation. This is interesting because the characteristics of lattice vibrations can be measured experimentally using the supersonic technique.
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Magnetismus ist ein Naturphänomen, das schon vor Jahrtausenden beschrieben und diskutiert wurde. Eine physikalische Erklärung ist jedoch erst auf der Basis der Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten Quantentheorie mögl
Magnetismus ist ein Naturphänomen, das schon vor Jahrtausenden beschrieben und diskutiert wurde. Eine physikalische Erklärung ist jedoch erst auf der Basis der Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten Quantentheorie möglich. Schon vorher spielten magnetische Werkstoffe in technischen Anwendungen eine wichtige Rolle. Auch in jüngster Zeit finden sich immer neue Anwendungsmöglichkeiten für magnetische Materialien, zum Beispiel in der Informationstechnologie. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich weder mit neuen Anwendungsgebieten von magnetischen Effekten, noch mit der gezielten Optimierung bekannter Einsatzgebiete. Vielmehr wollen wir mit Hilfe der Quantentheorie neue Erkenntnisse über physikalische Effekte gewinnen, die mit dem Phänomen des Magnetismus zusammenhängen. Dazu starten wir nacheinander mit drei verschiedenen mikroskopischen Modellen, die jeweils eine Klasse magnetischer Materialien beschreiben. Das sogenannte Heisenberg-Modell, das die Wechselwirkungen zwischen lokalisierten Spins beschreibt, ist der Ausgangspunkt für die drei Untersuchungen. Wir beschränken uns weiterhin auf geordnete Magnete, in denen eine langreichweitige magnetische Ordnung vorliegt, um die Methode der Spinwellentheorie anzuwenden. Im ersten Kapitel werden die Grundzüge der Spinwellentheorie sowie einige für die späteren Ausführungen wichtige Besonderheiten beschrieben. Die sogenannten Magnonen oder Spinwellen stellen in dieser Herangehensweise die elementaren Anregungen in geordneten Magneten dar. Im zweiten Kapitel wenden wir die Spinwellentheorie auf ein Modellsystem an, das einen Antiferromagneten in einem externen Magnetfeld beschreibt. Unter Verwendung einer sogenannten hermiteschen Parametrisierung werden physikalische Größen wie die Spinwellengeschwindigkeit sowie die Dämpfung der Spinwellen berechnet. Wir sind dabei insbesondere am Einfluss des Magnetfeldes interessiert, welches die Symmetrie des Systems reduziert und die magnetischen Anregungen wesentlich renormiert. Im zweiten Modellsystem, welches zur Beschreibung dünner Filme von Ferromagneten geeignet ist, werden Konzepte der klassischen Magnetostatik mit denen der Quantenphysik vereinigt: Wir betrachten zusätzlich die Dipol-Dipol Wechselwirkungen zwischen den mikroskopischen magnetischen Momenten. Diese Wechselwirkung ist als magnetische Kraft zwischen zwei Magneten auch aus unserem Alltag bekannt. Unter Verwendung der Spinwellentheorie berechnen wir die Energie-Impuls-Beziehung, die sogenannte Dispersion, der magnetischen Anregungen in dünnen Filmen eines experimentell untersuchten Ferromagneten. Dieser theoretische Ansatz ist schließlich der Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen im Hinblick auf starke Korrelationen und Kondensationsphänomene von Magnonen. Das physikalische Verständnis der Vorgänge in dünnen ferromagnetischen Filmen ist auch von technologischem Interesse, da kürzlich Bauteile zur Datenverarbeitung auf der Basis von Spinwellen realisiert wurden. Das dritte Modellsystem enthält schließlich zusätzlich die sogenannte magnetische Frustration. In diesem Fall sind die Wechselwirkungen zwischen benachbarten Spins derart, dass nicht alle Wechselwirkungsenergien gleichzeitig durch Ausrichtung der Spins minimiert werden können und starke Quantenfluktuationen auftreten. Ein Beispiel dafür ist der Antiferromagnet auf dem Dreiecksgitter, den wir in der vorliegenden Arbeit behandeln. Wir reduzieren die Symmetrie weiter durch Hinzunahme von Anisotropien, um mit unseren Ergebnissen auch an experimentelle Untersuchungen anknüpfen zu können. Der Schwerpunkt liegt jedoch nicht auf Einsichten in die magnetischen Anregungen, sondern auf dem Verständnis der Änderung der Gitterschwingungen in Anwesenheit der magnetischen Wechselwirkungen. Wir berechnen schließlich die Verschiebung der Schallgeschwindigkeit und die Dämpfung des Schalls als Funktion des angelegten Magnetfeldes und vergleichen die Ergebnisse mit experimentellen Daten aus Ultraschallmessungen.
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Metadaten
Author:Andreas Kreisel
URN:urn:nbn:de:hebis:30-113574
Referee:Peter Kopietz, Sebastian Eggert
Document Type:Doctoral Thesis
Language:English
Date of Publication (online):2011/09/02
Year of first Publication:2011
Publishing Institution:Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
Granting Institution:Johann Wolfgang Goethe-Universität
Date of final exam:2011/07/14
Release Date:2011/09/02
Tag:Magon-Phonon-Wechselwirkung
Heisenberg modell ; dipole-dipole interaction ; magnon-phonon interaction; quantum spin system ; spin wave
SWD-Keyword:Dipol-Dipol-Wechselwirkung; Heisenberg-Modell ; Quantenspinsystem ; Spinwelle
Pagenumber:189 S.
HeBIS PPN:274206722
Institutes:Physik
Dewey Decimal Classification:530 Physik
PACS-Classification:05.30.Jp Boson systems (for static and dynamic properties of Bose-Einstein condensates, see 03.75.Hh and 03.75.Kk; see also 67.10.Ba Boson degeneracy in quantum fluids)
72.55.+s Magnetoacoustic effects (see also 75.80.+q Magnetomechanical and magnetoelectric effects, magnetostriction)
75.10.Jm Quantized spin models
75.30.Ds Spin waves (for spin-wave resonance, see 76.50.+g)
Sammlungen:Universitätspublikationen
Licence (German):License LogoDeutsches Urheberrecht

$Rev: 11761 $