»Ich soll nicht zu mir selbst kommen«. Werther, Goethe und die Formung des Subjekts in der Moderne

Die Leiden des jungen Werther: Sie gehen aus einem neuen Reflexions- uns Ausgleichungsbedürfnis hervor, aus der Suche nach einem konsistenten Ich. Werther erlebt die kognitiven und affektiven Veränderungen, die die Moder
Die Leiden des jungen Werther: Sie gehen aus einem neuen Reflexions- uns Ausgleichungsbedürfnis hervor, aus der Suche nach einem konsistenten Ich. Werther erlebt die kognitiven und affektiven Veränderungen, die die Moderne heraufführt, und aus diesen Erfahrungen geht sein Verlangen nach Einheit hervor (...). Die Suche nach dem einheitlichen, festen, verläßlichen Ich hält den Briefroman zusammen, und die Gattungswahl korrespondiert mit der Fragestellung, denn das Medium des Briefes hat im 18. Jahrhundert seine rasante Ausbreitung erfahren, weil ein historischneuer Individualitätstyp aufgetreten ist und das Bedürfnis nach einem entsprechenden anthropologischen Diskurs vorhanden war. Die übergreifende Frage nach der Identität verbindet auch die scheinbar so verschiedenen Themen im ‚Werther’: Natur, Liebe und Gesellschaft.
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Metadaten
Author:Dirk von Petersdorff
URN:urn:nbn:de:hebis:30:3-241648
ISSN:0323-4207
Parent Title (German):Goethe-Jahrbuch
Publisher:Wallstein
Place of publication:Göttingen
Document Type:Article
Language:German
Date of Publication (online):2012/01/16
Year of first Publication:2006
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Contributing Corporation:Goethe-Gesellschaft
Release Date:2012/01/16
Tag:'Die Leiden des jungen Werther'; Identität; Individualität; Johann Wolfgang von Goethe
Volume:123
Pagenumber:19
First Page:67
Last Page:85
Institutes:Extern
Sammlungen:GiNDok
Licence (German):License Logo Veröffentlichungsvertrag für Publikationen

$Rev: 11761 $