Deutsche Funktionsverbgefüge und Möglichkeiten ihrer kontrastiven Darstellung

In der deutschen Gegenwartssprache sind die Funktionsverbgefüge (FVG) die über lange Zeit vor allem nur unter stilistischen Gesichtpunkten betrachtet und meist als schlechter Stil abgewertet wurden, mit dem Aufsatz Peter
In der deutschen Gegenwartssprache sind die Funktionsverbgefüge (FVG) die über lange Zeit vor allem nur unter stilistischen Gesichtpunkten betrachtet und meist als schlechter Stil abgewertet wurden, mit dem Aufsatz Peter von Polenz (1963) in zunehmendem Maße in das Blickfeld der linguistischen Untersuchungen getreten. In den folgenden Jahren erschienen mehrere Arbeiten zu den FVG, in denen vor allem ihre semantischen, syntaktischen und kommunikativen Leistungen untersucht worden. Die als FVG in der Fachliteratur erfassten Konstruktionen bestehen bekanntlich aus einem Funktionsverb(FV) und einem deverbativen Substantiv, auch manchmal nomen actionis genannt. Funktionsverb und Verbalsubstantiv bilden zusammen sowohl strukturell als auch semantisch eine lexikalische Einheit, z. B. Kritik üben; in Verbindung treten. Kennzeichnend für diese Einheiten ist, dass die eigentliche Bedeutung der FVG im Substantiv liegt, während das Verb der ganzen Einheit nur eine grammatisch-syntaktische Funktion ausübt. Auch im Türkischen sind derartige aus Verben und Verbalsubstantiven bestehende Fügungen vorhanden. Sie stimmen im Hinblick auf ihre Konstruktionen mit den FVG im Deutschen überein […]. Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Fragen zu erörtern, wie die FVG und VF gebildet werden und welche syntaktischen Konstruktionen dieser FVG und VF ermöglicht werden. Das Hauptaugenmerk gilt den semantischen und syntaktischen Funktionen dieser sprachlichen Phänomene. Dabei geht es weniger darum, die Formen und Funktionen der FVG und VF bis ins kleinste Detail darzustellen. Hier werden vielmehr ihre Formen und Funktionen behandelt, die für eine kontrastive Betrachtung interessant. Die Arbeit hat vor allem theoretischen Charakter und sie ist nicht an einem Korpus orientiert. Die Beschreibung basiert auf der eigene Sprachkompetenz.
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Metadaten
Author:Mehmet Gündoğdu
URN:urn:nbn:de:hebis:30:3-246409
ISBN:3-8322-2222-02007
Parent Title (German):Germanistische Untersuchungen aus türkischer Perspektive
Publisher:Shaker
Place of publication:Aachen
Editor:Mehmet Gündoğdu, Candan Ülkü
Document Type:Part of a Book
Language:German
Year of first Publication:2003
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Release Date:2012/04/04
SWD-Keyword:Deutsch; Funktionsverbgefüge; Kontrastive Syntax; Türkisch
Pagenumber:10
First Page:69
Last Page:78
Institutes:Extern
Dewey Decimal Classification:438 Gebrauch des Standard-Deutsch
Sammlungen:GiNDok
Linguistik
BDSL-Classification:BDSL-Klassifikation: 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft > 02.10.00 Sprache im 20. Jahrhundert. Gegenwartssprache
BDSL-Klassifikation: 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft > 02.08.00 Stilistik
Linguistic-Classification:Linguistik-Klassifikation: Syntax
Licence (German):License Logo Veröffentlichungsvertrag für Publikationen

$Rev: 11761 $