Die Vegetationsverhältnisse des Lechtegors, eines meso- bis schwach
eutrophen Sees 7 km südlich von Haselünne im Landkreis Lingen, werden behandelt.
Der einstmals natürliche Zustand ist nach Flurbereinigungsmaßnahmen seit etwa 10
Jahren in starker Umwandlung begriffen: Durch Absenkung des Grundwassers sind
der nasse Bruchwald und Weidengürtel sowie Teile des Röhrichts trockengefallen.
Nach Ausbau eines in den See geleiteten Vorfluters trat eine zunehmende Hypertrophierung
ein, die inzwischen zur Bildung einer mächtigen Faulschlammschicht geführt
hat, durch die die freie Wassertiefe von einst wohl fast 20 m auf nur 2 bis 2,5 m
eingeengt wurde. Einige Pflanzen und Pflanzengesellschaften sind infolge dieser Entwicklung
ausgestorben, bei anderen haben sich charakteristische Umwandlungen
ergeben, die im einzelnen dargestellt werden. Insgesamt zeigt das Lechtegor eine
klar gegliederte Verlandungsserie über Schwimmblattgesellschaften (Potameto-Nupharetum),
Schilfröhricht (Phragmitetum), Großseggenrieder (vor allem Caricetum
acutiformis), Weidengürtel (Salicetum pentandro-cinereae) und Erlenbruch (Carici
elongatae-Alnetum), der 'den Anschluß an die umgebende potentiell natürliche
Querco-Betuletum-Landschaft bildet. - Vorschläge zur Sanierung und zum Naturschutz
des auch in faunistischer Sicht erhaltungswürdigen Sees werden diskutiert.