Wem gehört Frankfurt? : Dokumentation des aktionistischen Kongresses vom März 2012, organisiert aus dem "Wem gehört die Stadt?"- Netzwerk / AK Kritische Geographie Frankfurt. Verantw.: Hannah Hecker ...

„Gehört die Stadt überhaupt? Wir wollen mit der Frage die Möglichkeiten, die eine Stadt bietet, ausfindig machen und vor allem die Grenzen, die die gesamte Stadt durchziehen, benennen und angreifen.“ (Wem gehört die Stad
„Gehört die Stadt überhaupt? Wir wollen mit der Frage die Möglichkeiten, die eine Stadt bietet, ausfindig machen und vor allem die Grenzen, die die gesamte Stadt durchziehen, benennen und angreifen.“ (Wem gehört die Stadt?-Netzwerk 2008)
Die Frage, ob eine Stadt im Allgemeinen und Frankfurt im Besonderen überhaupt gehört, muss eindeutig mit „ja“ beantwortet werden. Unter kapitalistischen Bedingungen und insbesondere im Zuge der globalen Enteignungsökonomie (Zeller 2004) und der Neoliberalisierung des Städtischen (Heeg, Rosol 2007; Mullis 2011) befinden sich städtische Räume – von der Wohnung bis zum öffentlichen Raum – im Privateigentum und sind zunehmend der Profitorientierung unterworfen. Einher gehen damit massive Ausschlüsse von den städtischen Qualitäten all derer, die gemäß dieser Logik nicht als nützlich, kreativ, angepasst – sprich: verwertbar – gelten.
Während diese Ausschlüsse global zu beobachten sind, ist ihre jeweilige Manifestation pfadabhängig von lokalen Kräfteverhältnissen und Entwicklungen. Exemplarisch lassen sich für die Metropolregion Rhein/Main und insbesondere die Kernstadt Frankfurt fünf zentrale Felder skizzieren, auf denen sich Ausgrenzungsprozesse manifestieren. So gehört erstens das Frankfurter Wohnungsangebot zum teuersten der Bundesrepublik. Der komplette Innenstadtbereich ist durchgentrifiziert und erlebt mittlerweile – wie bspw. im Nordend und in Bockenheim– eine „Supergentrifizierung“ (Holm 2010). In der Folge werden subalterne Bevölkerungsschichten aus diesen städtischen Vierteln verdrängt oder müssen mit immer höheren Belastungen kalkulieren. Die Bugwelle der Gentrifizierung pflügt in den letzten Jahren auch durch ehemals noch relativ bezahlbare Stadtteile – Bahnhofsviertel3, Gallus4, Mainfeld5 und Ostend6 sind hier aktuelle und gravierende Beispiele (Schulze 2012; MHM 2010).
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Metadaten
URN:urn:nbn:de:hebis:30:3-274620
URL:http://www.uni-frankfurt.de/47267715/FH-9.pdf
ISBN:978-3-935918-18-3
Parent Title (German):Forum Humangeographie ; 9
Series (Serial Number):Forum Humangeographie (9)
Publisher:Inst. für Humangeographie
Place of publication:Frankfurt, M.
Editor:Hannah Hecker
Contributor(s):Sebastian Schipper, Tino Petzold, Lucas Pohl
Document Type:Book
Language:German
Year of Completion:2012
Year of first Publication:2012
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Creating Corporation:AK Kritische Geographie Frankfurt
Release Date:2012/11/05
SWD-Keyword:Flughafen Frankfurt, Frankfurt am Main; Frankfurt am Main; Kommunalpolitik; Kongress Frankfurt am Main <2012> ; Stadtentwicklung; Stadtleben; Städtebau; Wohnungspolitik
Pagenumber:160
HeBIS PPN:344495256
Institutes:Geographie
Dewey Decimal Classification:710 Städtebau, Raumplanung, Landschaftsgestaltung
Sammlungen:Universitätspublikationen
Literatur über Frankfurt
Licence (German):License Logo Veröffentlichungsvertrag für Publikationen

$Rev: 11761 $