Untersuchung zur Korrelation zwischen der Therapie in Behandlungs- und Transferzyklen und dem Ergebnis des Transfers humaner Pronukleus-Eizellen nach Kryokonservierung

Das Ziel der vorliegenden Arbeit war, zu analysieren, welche Einflussgrößen sich auf die Kryotransferergebnisse positiv oder negativ auswirken können, um somit Paaren, die über kryokonservierte Zellen verfügen, am effekt
Das Ziel der vorliegenden Arbeit war, zu analysieren, welche Einflussgrößen sich auf die Kryotransferergebnisse positiv oder negativ auswirken können, um somit Paaren, die über kryokonservierte Zellen verfügen, am effektivsten zu einem gemeinsamen Kind zu verhelfen.
Untersucht wurde, ob das Alter der Patientinnen, die Art der Befruchtung, die Anzahl der übertragenen Embryonen und die Zyklusvorbereitung einen Unterschied auf die Entwicklungs- und Implantationsfähigkeit menschlicher Eizellen sowie auf die Schwangerschaftsrate nach Kryokonservierung und Auftauen im Pronucleus-Stadium aufwiesen.
In der vorliegenden Studie wurden 126 Patientinnen mit ungewollter Kinderlosigkeit, die zwischen 2002 und 2004 am Universitätsklinikum Frankfurt am Main in Behandlung waren, aufgenommen. Das Durchschnittsalter der Patientinnen lag bei 33,3 Jahren. Von 226 durchgeführten Kryotransferzyklen resultierten die Pronukleus-Eizellen bei 34 Kryotransferzyklen aus einer In-vitro-Fertilisation (IVF) und bei 192 Zyklen aus einer intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI).
Es wurde festgestellt, dass in der vorliegenden Studie die erzielte Erfolgsrate, gemessen an der relativ geringen Schwangerschaftsrate, deutlich niedriger lag als beim deutschen IVF-Register. Das Resultat muss jedoch auch unter dem Aspekt der schlechten Ergebnisse der IVF-/ICSI-Therapie in der untersuchten Gruppe betrachtet werden.
Die Ergebnisse der Kryotherapie sind dagegen mit den Zahlen anderer Reproduktionszentren vergleichbar, die derzeit eine Effektivität von durchschnittlich 19,12 % erreichen (DIR 2007) (23).
Bei der Untersuchung wurde jeweils nur der erste und zweite Kryotransferzyklus pro Patientin ausgewertet, damit die Voraussetzung zur Untersuchung der Einflüsse anamnestischer Faktoren gleich war.
Durch ICSI befruchtete Eizellen führten nach Kryokonservierung seltener zu einer Schwangerschaft (11,59%) als nach IVF (16,66%), beim Primärtransfer war das Ergebnis weniger verschieden (9,41% und 7,40%).
Die Vorbereitung des Kryotransferzylus war insofern relevant, als das der Transfer im spontanen Zyklus bezüglich der Schwangerschaftsrate am erfolgreichsten war (13,79%). Der Transfer in einem artifiziellen Zyklus, also nach Stimulation aus einer Kombination von HMG mit FSH, der alleinigen Verabreichung beider Medikamente oder nach dem Kaufmann-Schema, erbrachte dagegen nur eine geringe Schwangerschaftsrate von 6,45%.
Signifikante Unterschiede wiesen die im Punktionszyklus verwendeten Medikamente zur ovariellen Stimulation hinsichtlich der Degenerationsrate nach dem Auftauen der PN-Stadien auf, die nach HMG-Stimulation niedriger (19,35%) als nach FSH-Stimulation (30,82%) war, die Schwangerschaftsrate wies allerdings keine deutlichen Unterschiede auf (11,90% und 13,08%).
Das Alter der Patientinnen hatte wider Erwarten in der vorliegenden Untersuchung keinen eindeutigen Einfluss auf die Schwangerschaftsrate.
Die Resultate bestätigten, dass ein Transfer von maximal drei erlaubten Embryonen die besten Ergebnisse erzielte (19,6 %), hingegen bei einem Transfer von zwei Embryonen ein Ergebnis von nur 5,5 % vorlag. Dieses Ergebnis spricht, wie bereits bei anderen Forschungsergebnissen postuliert, für einen Transfer von drei Embryonen und sollte somit angestrebt werden.
Es lässt sich zusammenfassen, dass die Ergebnisse der Kryotransferbehandlungen in Bezug auf die untersuchten Parameter, wie spontan/hormonelle Kryotransferzyklen, IVF- oder ICSI- Behandlung und Alter, nur geringe Unterschiede aufwiesen.
Einen signifikanten Einfluss auf die Erfolgsrate hatten jedoch die Anzahl der transferierten Embryonen und die verschiedenen Stimulationsmedikamente auf die Degeneration der Oozyten.
Die vorliegende Arbeit hat gezeigt, dass die Kryokonservierung die Effizienz der reproduktionsmedizinischen Behandlung nachweislich erhöht. Darüber hinaus plädiert sie für ein Überdenken des deutschen Embryonenschutzgesetzes, um somit den Frauen eine hohe Anzahl von Behandlungszyklen zu ersparen.
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The aim of this work was to analyse which influencing variables have a negative or positive effect on the results of cryotransfer to help couples with cryopreserved cells getting baby’s.
The check up should show if the 
The aim of this work was to analyse which influencing variables have a negative or positive effect on the results of cryotransfer to help couples with cryopreserved cells getting baby’s.
The check up should show if the age of the patient, the method of fertilization, the amount of transferred embryos and the preparation of the stimulation regimes makes any differences on the ability to develop or implantation of human eggs or on the pregnancy-rate after cryopreservation and thawing in the pronucleus stage.
The study covered 126 patients who were under medical treatment in the university hospital of Frankfurt between 2002 and 2004 because of involuntary childlessness.
Their average age was 33, 3 years. In 226 cycles of cryotransfer, 34 human fertilized eggs in the pronucleus stage resulted from fertilization by in vitro fertilization (IVF) and 192 by intracytoplasmic sperm injection (ICSI).
It was established that the success rate during this study was much lower as the one of the German IVF-Register because of the low pregnancy rate.
However the results need to be reviewed in the context of the worse results of the IVF/ICSI therapy in the analysed group.
The results of this cryotherapy were comparable to the results of other reproduction hospitals, which achieve nowadays a pregnancy rate of 19, 12 % (DIR 2007) (24).
It was just the first and and second cryotransfer pro patient which was evaluated so every patient has the same anamnestic factors.
Less ICSI fertilized eggs after the cryopreservation caused rarely pregnancy as after the IVF therapy (11, 59% vs. 16, 66%). During the primary transfer the results were similar to the ICSI therapy (9, 41 % and 7, 40%).
The preparation of the cryotransfer cycle was quite relevant because the cryotransfer during the spontaneous cycle was - concerning the pregnancy rate - the most successful one (13, 79%). The transfer in an artificial cycle, so after a stimulation out of a combination of HMG and FSH, the sole medication of both drugs or after the Kaufmann-Scheme generated just a less pregnancy rate (6, 45%).
The drugs which were used in the puncture cycles to stimulate the
egg-sampling cycle showed significant differences concerning the rate of degeneration after thawing the PN-cells. After the HMG-stimulation they were much lower (19, 35%) rather than those after the FSH-stimulation (30, 82%). The pregnancy rate showed no clear differences (11, 90% and 13, 08%).
It was surprising and quiet interesting that the age of the patients had no definite influence on the pregnancy rate.
The results confirmed that the transfer of maximum three allowed embryos reached the best results (19,9%, transferring two embryos just 5,5%).
As for other research findings this result is again an advice for a transfer of three embryos and should be aspire.
Summing all of this up it shows that the results of the cryotransfer regarding the reviewed parameter (like spontaneous/artificial cryotransfers, IVF- or ICSI therapies and patients age) had less difference in success.
The number of transferred embryos and the different drugs for the stimulation had a significant influence on the degeneration of the fertilized eggs. This essay showed that the efficiency of the reproduction medicine is much higher because of the cryopreservation.
Furthermore it should advocate reviewing the German law of Embryonenschutzgesetz. It would help women to save a huge amount of treatments.
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Metadaten
Author:Liza Koch
URN:urn:nbn:de:hebis:30:3-276367
Referee:Ernst Siebzehnrübl, Frank Nürnberger
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2012/11/26
Year of first Publication:2010
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Granting Institution:Johann Wolfgang Goethe-Univ.
Date of final exam:2011/06/29
Release Date:2012/11/26
Pagenumber:IV, 76
Note:
Diese Dissertation steht außerhalb der Universitätsbibliothek leider (aus urheberrechtlichen Gründen) nicht im Volltext zur Verfügung, die CD-ROM kann (auch über Fernleihe) bei der UB Frankfurt am Main ausgeliehen werden.
HeBIS PPN:314612947
Institutes:Medizin
Dewey Decimal Classification:610 Medizin und Gesundheit
Sammlungen:Universitätspublikationen
Licence (German):License LogoArchivex. zur Lesesaalplatznutzung § 52b UrhG

$Rev: 11761 $