Zur Kommerzialisierung der Krankenversorgung - solidarische Alternativen sind möglich!

Das vorliegende Diskussionspapier ist die erweiterte and aktualisierte Fassung des
Kapitels „Neoliberalismus und Arzt-Patient-Beziehung“ meines Buches „Zur sozialen
Anatomie des Gesundheitswesens. Neoliberalismus und G
Das vorliegende Diskussionspapier ist die erweiterte and aktualisierte Fassung des
Kapitels „Neoliberalismus und Arzt-Patient-Beziehung“ meines Buches „Zur sozialen
Anatomie des Gesundheitswesens. Neoliberalismus und Gesundheitspolitik in
Deutschland“ (Frankfurt 2005). Es geht dabei um die Ökonomisierung bzw.
Kommerzialisierung eines sozialen Bereiches, der davor lange Zeit verschont wurde. Der
Einfluss von Markt und Wettbewerb auf die Arzt-Patient- Beziehung werden beschrieben
und analysiert sowie auf daraus folgende wichtige Veränderungen hingewiesen. Dabei
zeigt sich, dass der Patient zunehmend zum Kunden wird und der Arzt immer intensiver
unternehmerisch zu denken hat. Der Ermessensspielraum für ärztliche Entscheidungen,
von Indikationsstellungen und therapeutischen Interventionen, werden davon nicht
unerheblich berührt. Daraus ergeben sich ethische Aspekte, die schon vor einigen
Jahrzehnten von der „kritischen Medizin“ beklagt wurden. Gesundheit wird hier als
Menschenrecht gesehen. Als Gegenmodell zur um sich greifenden Kommerzialisierung
gelten neue Formen der Versorgung, die auf der Basis von Solidarität beruhen.
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This discussion paper is the enlarged and updated version of the chapter „Neoliberalism
and Doctors-Patient-Relationship” in my book "Zur sozialen Anatomie des
Gesundheitswesens. Neoliberalismus und Gesundheitspolitik 
This discussion paper is the enlarged and updated version of the chapter „Neoliberalism
and Doctors-Patient-Relationship” in my book "Zur sozialen Anatomie des
Gesundheitswesens. Neoliberalismus und Gesundheitspolitik in Deutschland“ (Frankfurt
a. M. 2005). It takes a critical look at the process at economising and commercialisation of
a social field which was exempted for some time. The impact of market and competition
on the relation between physicians and patients is described and analysed. Important
changes will be stressed. One is that the patients will be more and more in the position of
a customer and the physician has to act and think more and more in categories of an
entrepreneur. It touches the discretionary decisions of physicians for medical indications
and therapeutic interventions with important ethical aspects. Health is seen as a human
right. The alternative to the process of commercialisation of medical institutions are forms
of care which are based on the principle of solidarity.
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Metadaten
Author:Hans-Ulrich Deppe
URN:urn:nbn:de:hebis:30:3-277160
ISSN:1861-5732
Series (Serial Number):Diskussionspapiere des Instituts für Medizinische Soziologie (2011, 1)
Publisher:Inst. für Medizinische Soziologie, Fachbereich Medizin der Johann-Wolfgang-Goethe-Univ.
Place of publication:Frankfurt, M.
Document Type:Working Paper
Language:German
Date of Publication (online):2012/12/06
Year of first Publication:2011
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Release Date:2012/12/06
Pagenumber:78
HeBIS PPN:315687371
Institutes:Medizin
Dewey Decimal Classification:300 Sozialwissenschaften
610 Medizin und Gesundheit
Sammlungen:Universitätspublikationen
Licence (German):License Logo Veröffentlichungsvertrag für Publikationen

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