Developmental dynamics of declarative memory from infancy to childhood

Dynamiken deklarativer Gedächtnisleistungen vom Säuglings- zum Kleinkindalter

Deferred imitations assess declarative memory in infants. Many cross-sectional and a few longitudinal studies revealed that, with development, infants learn faster,and retain more target actions over longer retention int
Deferred imitations assess declarative memory in infants. Many cross-sectional and a few longitudinal studies revealed that, with development, infants learn faster,and retain more target actions over longer retention intervals. Longitudinal stabilities are modest and increase through the second year. To date, there are only few multivariate deferred imitation studies pointing to interactions between declarative memory, language and self-development. However, as these studies applied variable-centered data analysis approaches, the individual stance was not taken into account.Therefore, the present dissertation focuses on the explanation of inter-individual differences of deferred imitation through the second year. In the multivariate, longitudinal Frankfurt Memory Study (FRAMES), declarative memory (deferred imitation), non-declarative memory (train task), as well as cognitive, language, motor, social, emotional and body self-awareness development (Developmental Test for 6-month- to 6-year-olds, ET6-6) were assessed on three measurement occasions (12-, 18- and 24-month-olds). From a psychometric perspective, sound tests for the assessment of deferred imitation in the respective age groups were developed (Paper 1 & 2). Reliability analyses (Paper 3) indicated relatively high short-term-stability for the deferred imitation test (12-month-olds). The co-development of declarative and nondeclarative memory in 12- and 18-month-olds provided evidence for discriminative validity (Paper 4). Longitudinally, deferred imitation performance tremendously increased throughout the second year, and performance was moderately stable between 12 and 18 months and stability increased between 18 and 24 months. Using a person-centered analysis approach (relative difference scores; cluster analysis), developmental subgroups were extracted out of the total sample. These groups differed in terms of mean growth and stability. However, between the first and second measurement occasion, the groups did not differ with respect to motor, cognitive and language development (Paper 5). Using the data of three measurement occasions, subgroups were extracted showing significant differences with respect to language, motor and body self-awareness development (Paper 6). The results are discussed against the background of infancy development theories.
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Seit den Studien zur Imitation von Gesichtsgesten von Meltzoff und Moore (1977) gilt Imitationslernen als bedeutender Lernmechanismus bei Säuglingen. Mit fortschreitender Entwicklung, spätestens ab dem 6. Lebensmonat, we
Seit den Studien zur Imitation von Gesichtsgesten von Meltzoff und Moore (1977) gilt Imitationslernen als bedeutender Lernmechanismus bei Säuglingen. Mit fortschreitender Entwicklung, spätestens ab dem 6. Lebensmonat, werden zudem verzögerte Imitationen beobachtet. Zur Messung dieser Fähigkeit werden Säuglingen neuartige Objekte und dazugehörige Handlungen präsentiert und nach einer Verzögerungsphase (Stunden, Tage, Wochen) wird das handlungsbezogene Verhalten der Säuglinge beobachtet. Querschnittstudien zur Verzögerten Imitation haben gezeigt, dass Säuglinge und Kleinkinder mit zunehmendem Alter mehr Items enkodieren, die Lerngeschwindigkeit zunimmt sowie das Retentionsintervall ansteigt. In den bisher vorliegenden Längsschnittstudien zeigten sich ansteigende Leistungen des deklarativen Gedächtnisses im Entwicklungsverlauf sowie moderate Stabilitäten. Die wenigen multivariaten Längs- sowie Querschnittstudien deuten darauf hin, dass sowohl Sprache als auch das Selbst als wichtige Korrelate deklarativer Gedächtnisleistungen in Frage kommen. Die vorliegende Arbeit widmet sich daher im Rahmen eines multivariaten Längsschnittdesigns der Frage nach inter-individuellen Differenzen intra-individueller Veränderungen der Verzögerten Imitation im Verlauf des zweiten Lebensjahres. Im ersten Teil der Arbeit werden die Entwicklung und die testtheoretischen Grundlagen der Messinstrumente zur Erfassung der Verzögerten Imitation für den Altersbereich von 12, 18 und 24 Monaten beschrieben. Im zweiten Teil der Arbeit werden Ergebnisse einer Längsschnittstudie (N = 92) mit drei Messzeitpunkten (12, 18 und 24 Monate alte Kinder) beschrieben. Die Ergebnisse zeigen, dass die Leistungen des deklarativen Gedächtnisses im Laufe des zweiten Lebensjahres in beachtlicher Weise anstiegen. So erinnerten Kinder im Alter von 12 Monaten M = 4 (SD = 1.55) von 7 Teilhandlungen, im Alter von 18 Monaten M = 6.9 (SD = 1,85) von 12 Teilhandlungen. Die Zweijährigen erinnerten schließlich M = 17.82 (SD = 3.81) von 29 Teilhandlungen. Hierbei fanden sich keine Geschlechtsunterschiede. Dieser Leistungszuwachs repliziert die Befunde aus bisherigen Quer- sowie Längsschnittstudien. Im Hinblick auf die interindividuellen Stabilitäten der Leistungen zeigte sich, dass diese zwischen 12 und 18 Monaten relativ niedrig waren und zwischen dem 18. und 24. Lebensmonat leicht anstiegen. Um die niedrigen Stabilitäten im Rahmen eines differentiellen Ansatzes weiter erklären zu können erfolgten gruppenbasierte Analysen. Durch personenzentrierte Verfahren wurden zwei Gruppen extrahiert, welche differentielle Wachstumskurven sowie relativ hohe Stabilitäten zeigten. Diese beiden Gruppen unterschieden sich im Alter von 18 Monaten in den Entwicklungsdimension Sprach- sowie motorische Entwicklung als auch in der Dimension Körperbewusstsein signifikant voneinander. Diese Befunde stehen im Einklang mit Theorien zur Rolle des Selbst bei der Entwicklung deklarativer, insbesondere episodischer Erinnerung sowie mit empirischen Ergebnissen zur Rolle der Sprache beim Aufbau deklarativer Erinnerungen.
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Metadaten
Author:Thorsten Kolling
URN:urn:nbn:de:hebis:30-52369
Referee:Monika Knopf
Document Type:Doctoral Thesis
Language:English
Date of Publication (online):2008/01/29
Year of first Publication:2007
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Granting Institution:Johann Wolfgang Goethe-Univ.
Date of final exam:2007/12/19
Release Date:2008/01/29
Tag:childhood ; deferred imitation; individual differences ; infancy ; memory
SWD-Keyword:Episodisches Gedächtnis ; Explizites Gedächtnis ; Gedächtnisbildung ; Gedächtnisleistung ; Implizites Gedächtnis ; Kindheitsforschung ; Säugling
HeBIS PPN:194523993
Institutes:Psychologie
Dewey Decimal Classification:150 Psychologie
Sammlungen:Universitätspublikationen
Licence (German):License Logo Veröffentlichungsvertrag für Publikationen

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