Die Wirkung von n-3 mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf die Sputumeosinophilie bei Probanden mit Hausstaubmilbenallergie nach niedrig dosierter Allergenbelastung

In dieser prospektiven, randomisierten, doppelblinden und plazebo-kontrollierten Studie wurde an einem Kollektiv von 23 Hausstaubmilben-Allergikern (Grad 1° - max. 2° nach WHO/GINA) die entzündungshemmende Wirkung einer 
In dieser prospektiven, randomisierten, doppelblinden und plazebo-kontrollierten Studie wurde an einem Kollektiv von 23 Hausstaubmilben-Allergikern (Grad 1° - max. 2° nach WHO/GINA) die entzündungshemmende Wirkung einer 5-wöchigen n-3 PUFA Supplementierung (0,69 g/ Tag) nach niedrig dosierten Allergeninhalationen untersucht. Die Probanden wurden durch Randomisierung entweder auf die Gruppe A (n=12) oder auf die Gruppe B (n=11) verteilt. Gruppe A nahm über einen Zeitraum von 5 Wochen eine Fettsäuremischung aus EPA 450 mg/Tag, DHA 180 mg/Tag, GLA 60 mg/Tag und STA 60 mg/Tag ein. Gruppe B wurde über den gleichen Zeitraum mit einer Kontroll-Fettsäuremischung aus ungesättigten und einfach gesättigten Fettsäuren supplementiert. Nach 3 Wochen wurden die Probanden täglich an 5 aufeinander folgenden Tagen in 2 zusammenhängenden Wochen mit niedrig dosierten Milbenallergenen provoziert. Die Sputuminduktion erfolgte bei den Visiten 1 (V1), 2 (V2) und 12 (V12) jeweils eine Stunde nach den Provokationen, gemäß einer standardisierten, bereits vorbeschriebenen Technik. Blutproben wurden vor der Supplementierung, nach 3 Wochen und nach ein- und zweiwöchiger Allergenprovokation entnommen. Das Sputum wurde nach der Induktion sofort aufbereitet und die ECP-Konzentrationen im Sputumüberstand und in den Serumproben mit Hilfe eines Chemiluminescence-Immunoassay (Biermann, Bad Nauheim, Deutschland) bestimmt. Es konnte gezeigt werden, dass die EPA-Konzentrationen im Plasma und in den Erythrozytenmembranen während der Supplementierung signifikant höhere Werte in der n-3 PUFA-Gruppe aufwiesen, was für eine gute Compliance der Probanden über den gesamten Supplementierungszeitraum spricht. Außerdem war der Prozentsatz an eosinophilen Granulozyten im Sputum nach täglicher Allergenprovokation in der Plazebogruppe tendenziell größer als in der n-3 PUFA Gruppe, die Anstiege der &#916;ECP-Konzentrationen im Sputum beider Gruppen verfehlten nur knapp die Signifikanzgrenze (p < 0,06 und p < 0,09). Der prozentuale Anteil der Eosinophilen im Serum unter n-3 PUFA Supplementierung war deutlich geringer verglichen mit der Plazebogruppe. Innerhalb der Plazebogruppe kam es bei dem prozentualen Anteil eosinophiler Granulozyten im Serum zu einem signifikanten Anstieg zwischen Visite 2 und Visite 7 (p = 0,002), bzw. zwischen Visite 2 und Visite 12 (p = 0,01). Ebenso kam es innerhalb der n-3 PUFA Gruppe bei dem prozentualen Anteil eosinophiler Granulozyten im Serum zu einem signifikanten Anstieg zwischen Visite 2 und Visite 7 (p = 0,003), bzw. zwischen Visite 2 und Visite 12 (p = 0,02). Beim Vergleich zwischen der Plazebo- und der n-3 PUFA Gruppe fällt ein signifikanter Unterschied bezüglich des prozentualen Anteils der eosinophilen Granulozyten im Serum bei Visite 7 (p = 0,02) und bei Visite 12 (p = 0,04) mit niedrigeren Werten in der n-3 PUFA-Gruppe auf. Verglichen mit der Plazebogruppe waren die &#916;ECP-Serum-Konzentrationen in der n-3 PUFA Gruppe nach einer Woche Allergeninhalation bei Visite 7 signifikant niedriger (Plazebo: 20,52 ng/ml ± 9,93; n-3 PUFA: -1,68 ng/ml ± 4,36; p < 0,05). Dieser Unterschied war nach 2-wöchiger Allergeninhalation bei Visite 12 immer noch deutlich vorhanden, erreichte aber nicht mehr das Signifikanzniveau (Plazebo: 158,46 ng/ml ± 58,17, n-3 PUFA: 131,63 ng/ml ± 33,66; p >0,05). In beiden Gruppen war jedoch im Verlauf zwischen Visite 7 und Visite 12 ein signifikanter Anstieg der &#916;ECP-Serum-Konzentrationen im Serum zu verzeichnen. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Supplementierung mit n-3 PUFA aufgrund dieser Ergebnisse als eine mögliche Methode zur entzündungshemmenden, nicht medikamentösen Therapie bei Patienten mit leichtgradigem Asthma bronchiale anzusehen ist. Unsere Untersuchung liefert Hinweise, dass eine Reduzierung der bronchialen Entzündungsreaktion mittels einer 5-wöchigen täglichen Nahrungsergänzung mit 0,69 g n-3 PUFA bei Probanden mit allergischem Asthma möglich ist.
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The study was conducted as a prospective double-blind parallel randomized, placebo controlled design trial. A total of 23 allergic patients suffering from dust mite allergy (Degree 1°- 2° GINA) were randomly assigned to 
The study was conducted as a prospective double-blind parallel randomized, placebo controlled design trial. A total of 23 allergic patients suffering from dust mite allergy (Degree 1°- 2° GINA) were randomly assigned to either group A (fat blend enriched with EPA 450 mg/day, DHA 180 mg/day, GLA 60 mg/day and STA 60 mg/day, n=12) or group B (control fat blend with mainly unsaturated and monosaturated fatty acids, n=11) for a five-week dietary supplementation period. After three weeks, the patients were challenged two weeks with low dose of dust mite allergen. Sputum inductions were carried out at visit 1 (V1), 2 (V2) and 12 (V12) one hour after the challenges by a standard technique that has been described previously using hypertonic saline. Blood samples were taken before supplementation, after the 3 week supplementation period and after the first and the second week of allergen challenge. Sputum samples were processed immediately. ECP concentration in sputum supernatans and in serum probes were determined by chemilumenenscence-immunoassy. Concentration of EPA in plasma (visit 2, 7, 12; p<0,05) and erythrocyte membranes (visit 7, p<0,05) showed a significant increase in group A after supplementation compared to group B, which is an indication of a good compliance. Percentage of eosinophils in the sputum increased after allergen challenge in both groups. Although, it tended to result in a higher number in the placebo group, differences did not become significant. &#916;ECP in sputum raised after allergen challenge in both groups as well, but no differences were seen between the groups (placebo: p<0,06 and LCPUFA: p<0,09). Percentage of serum eosinophils increased during allergen exposure in the placebo group, whereas there was only a little but significant increase in the LCPUFA group between visit 2 and visit 7 (p=0,003) and between visit 2 and visit 12 (p=0,02). There was also a significant increase of the percentage of serum eosinophils within the placebo group between visit 2 and visit 7 (p=0,002) and between visit 2 and visit 12 (p=0,01). In comparison with the placebo and the LCPUFA group, there was a significant difference concerning the percentage of serum eosinophils at visit 7 (p=0,02) and visit 12 (p=0,04) with lower levels in the LCPUFA group. &#916;ECP serum concentration was significantly lower in the LCPUFA group compared to placebo at visit 7, but there was no significant difference anymore at visit 12. The increase of the &#916;ECP serum concentration between visit 7 and visit 12 was significant in both groups. In conclusion we found out that the supplementation with LCPUFA is a suitable method for an antiphlogistic, non medicamentous therapie with patients suffering from mild asthma. Our results provide strong evidence that a reduction of the respiratory inflammation is possible by a 5-week supplementation with only 0,69 g LCPUFA with patients suffering from mild asthma.
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Metadaten
Author:Heike Alberternst
URN:urn:nbn:de:hebis:30-59715
Referee:Stefan Zielen
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2008/12/02
Year of first Publication:2008
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Granting Institution:Johann Wolfgang Goethe-Univ.
Date of final exam:2008/05/29
Release Date:2008/12/02
Note:
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Institutes:Medizin
Dewey Decimal Classification:610 Medizin und Gesundheit
Sammlungen:Universitätspublikationen
Licence (German):License LogoArchivex. zur Lesesaalplatznutzung § 52b UrhG

$Rev: 11761 $