Ophthalmologische Untersuchung mit Hilfe des Sehtestes (Rodatest 302) an drogenbeeinflussten Kraftfahrern

In der heutigen Zeit ist der Konsum von Drogen wie THC und Amphetaminen insbe-sondere unter Jugendlichen weit verbreitet. Vor allem durch die aufputschende Wirkung der Amphetamine und deren Ruf als Partydroge kommt es ge
In der heutigen Zeit ist der Konsum von Drogen wie THC und Amphetaminen insbe-sondere unter Jugendlichen weit verbreitet. Vor allem durch die aufputschende Wirkung der Amphetamine und deren Ruf als Partydroge kommt es gehäuft an Wochenenden zu vermehrten Autofahrten unter Drogeneinfluss. Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von THC- und Amphetaminkon-sum auf verschiedene Sehleistungen. Zu diesem Zweck wurde eine Gruppe von Kraft-fahrzeugführern, die unter Drogeneinfluss standen, mit einem nicht beeinflussten Kol-lektiv verglichen. Es zeigten sich signifikante Unterschiede im Bereich der Testzeit sowie des Stereose-hens, wobei die Gruppe der Drogenkonsumenten und hier vorrangig die Amphetamin-konsumenten deutlich schlechter abschnitten. Die Beeinträchtigungen im Bereich der Testzeit dürften auf eine deutlich eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit unter Amphetamin- und THC- Konsum zurück zu führen sein, vermutlich hervorgerufen durch Wirkungen im Bereich des Hypothalamus und Hippo-campus, welche im Bereich der Aufmerksamkeit sowie des Lernverhaltens eine wich-tige Rolle spielen. Verbindungen dieser beiden Hirnareale zur Sehbahn könnten eine Erklärung für die Einschränkungen im Bereich des Stereosehens vor allem der Amphetamingruppe sein, da diese Substanzgruppe sowohl Hippocampus, Hypothalamus als auch die Mandel-kerne beeinflusst, THC hingegen nur den Hippocampus. Insgesamt muss anhand der vorliegenden Ergebnisse von einer Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit unter THC und Amphetaminen unabhängig von der konsumierten Dro-genmenge ausgegangen werden. Hieraus lässt sich ableiten, dass die Einführung eines Grenzwertes aufgrund der sehr individuellen Beeinträchtigungen auf die kognitiven und optischen Fähigkeiten einer einzelnen Person als äußerst problematisch zu bewerten ist und somit die Fahrsicherheit und Fahreignung nur bei einem völligen Verzicht auf jeg-lichen Cannabis- oder Amphetaminkonsum gewährleistet ist.
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Nowadays the abuse of drugs like THC and Amphetamines is widely spread especially among adolescents. Due to the exhilarating effects of Amphetamines and their reputation as party drugs an increased level of intoxicated d
Nowadays the abuse of drugs like THC and Amphetamines is widely spread especially among adolescents. Due to the exhilarating effects of Amphetamines and their reputation as party drugs an increased level of intoxicated driving can be observed especially on weekend days. This study examines the effects of THC and Amphetamine abuse on different aspects of eyesight. To this effect a group of intoxicated was compared with a group of normal (non-intoxicated) drivers. Significant differences were found in testing time and stereopsis whereby the group of intoxicated drivers compared badly, especially those under the effect of Amphetamines. The adverse effects on testing time are likely to be caused by a decreased power of concentration due to abuse of THC and Amphetamines which most likely effect the region of the Hypothalamus and Hippocampus. These play a key role for concentration and learning behaviour. The connection of these brain areas with the optic tract could explain the adverse effects regarding stereopsis especially under the effect of Amphetamines since this substance effects Hippocampus, Hypothalamus and the Amygdala. THC only effects the Hippocampus. Summarily, the results show an impairment of the suitability for steering a vehicle regardless of the drug amount consumed. Due to the very individual impairment towards the cognitive and optical abilities the introduction of legal limits seems problematic. Therefore, traffic safety and the individual ability to steer a vehicle require total abstinence from cannabis and amphetamine products.
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Metadaten
Author:Michael Müller-Trudrung
URN:urn:nbn:de:hebis:30-75751
Referee:Gerold Kauert
Document Type:Doctoral Thesis
Language:German
Date of Publication (online):2010/03/26
Year of first Publication:2009
Publishing Institution:Univ.-Bibliothek Frankfurt am Main
Granting Institution:Johann Wolfgang Goethe-Univ.
Date of final exam:2010/03/17
Release Date:2010/03/26
HeBIS PPN:222073179
Institutes:Medizin
Dewey Decimal Classification:610 Medizin und Gesundheit
Sammlungen:Universitätspublikationen
Licence (German):License Logo Veröffentlichungsvertrag für Publikationen

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