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    <title>OPUS 4 Latest Documents RSS Feed</title>
    <description>Latest documents</description>
    <link>http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/index/index/</link>
    <pubDate>Thu, 13 Sep 2012 08:57:56 +0200</pubDate>
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      <title>Dengue-Virus-Infektionen : eine szientometrische Analyse</title>
      <link>http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/26319</link>
      <description>Das Dengue-Fieber, eine durch Flaviviren der Gattung Dengue-Virus hervorgerufene&#13;
fieberhafte Infektion, galt lange Zeit als harmlose, auf tropische oder subtropische&#13;
Gegenden Afrikas, Asiens und Amerikas beschränkte Krankheitsentität. Vor allem&#13;
durch unkontrollierte Urbanisation mit unzureichender Abwasser- und&#13;
Abfallentsorgung entstanden in zahlreichen Regionen geeignete Brutbedingungen für&#13;
die Hauptvektoren dieser Krankheitserreger, Stechmücken der Gattung Aedes, die&#13;
sich nach Ende des Zweiten Weltkriegs vor allem in Südostasien, Nordaustralien,&#13;
Süd- und Mittelamerika und den karibischen und pazifischen Inselwelten dramatisch&#13;
ausbreiteten und seit den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts immer wieder zu&#13;
Explosivepidemien führen. Das Auftreten besonders pathogener Virusvarianten und&#13;
die Kozirkulation der vier Serotypen DENV-1 bis DENV-4 hatte nicht nur zu einer&#13;
Zuspitzung der Bedrohungslage in quantitativer Hinsicht geführt, sondern auch in&#13;
qualitativer, denn in zunehmendem Maß treten die lebensbedrohlichen&#13;
Krankheitsbilder, Hämorrhagisches Dengue-Fieber (DHF) und Dengue Schock-&#13;
Syndrom (DSS), nun ebenfalls epidemisch auf. In Folge des internationalen&#13;
Fernreiseverkehrs häufen sich auch importierte Dengue-Virus-Infektionen in Ländern,&#13;
die nicht zu den Endemiegebieten gehören. Infektionen durch Dengue-Viren gehören&#13;
damit zu den „emerging infectious diseases“ und zu den wichtigsten&#13;
gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit.&#13;
Gegenstand dieser Analyse war unter anderem die Frage, ob sich die besondere&#13;
Bedeutung dieser Krankheitsentität auch in der Publikationsaktivität der&#13;
Wissenschaftswelt widerspiegelt, wo sich die maßgeblichen Forschungszentren&#13;
befinden, die sich mit dieser Problematik beschäftigen, und ob die pandemische&#13;
Dimension dieser Virusinfektion auch globale oder zumindest international&#13;
kooperierende Forschungsanstrengungen nach sich zieht.&#13;
Aus den verfügbaren Daten der führenden Online-Literaturdatenbanken ist&#13;
ersichtlich, dass das Forschungsinteresse an allen Aspekten der Dengue-Forschung&#13;
in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen hat. Sowohl die Zahl&#13;
der publizierten Fachartikel wie auch die in Fachbeiträgen genannten Literaturstellen&#13;
sind seit den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts deutlich&#13;
angestiegen und erreichten in der sich bis zum Jahr 2007 erstreckenden Analyse&#13;
einen Höhepunkt 2006. Unstrittig ist die Dominanz des Englischen als&#13;
Wissenschaftssprache. Veröffentlichungen erfolgen bevorzugt in den weltweit&#13;
124&#13;
führenden virologischen, tropen- oder präventivmedizinischen sowie infektiologischen&#13;
und entomologischen Fachzeitschriften, gelegentlich auch in renommierten&#13;
medizinischen Periodika ohne Spezialisierung, z.B. Lancet. In mehr als Dreiviertel&#13;
der Fälle ist als Publikationsform der wissenschaftliche Fachbeitrag (article) gewählt&#13;
worden; andere Publikationsformen spielen eine deutlich untergeordnete Rolle. Als&#13;
führende Wissenschaftsnation erweisen sich die USA, die auch über die meisten&#13;
Forschungsinstitutionen verfügen. US-amerikanische Wissenschaftler sind&#13;
maßgeblich an der Erarbeitung von wissenschaftlichen Erkenntnissen auf dem&#13;
Gebiet der Dengue-Virus-Infektionen beteiligt, und zwar sowohl in quantitativer wie&#13;
auch in qualitativer Hinsicht. In quantitativer Hinsicht, weil die USA im Zeitraum 1900&#13;
bis 2007 mit 1.816 Veröffentlichungen mehr als ein Drittel aller Publikationen zum&#13;
Thema Dengue-Virus-Infektionen erarbeitet haben; unter qualitativen Aspekten, weil&#13;
die Vereinigten Staaten sich mit einem H-Index von 83 und Spitzenplätzen bei der&#13;
Zitationshäufigkeit einzelner Publikationen und besonders renommierter&#13;
Wissenschaftler erkennbar einer herausragenden Resonanz in der Fachwelt&#13;
erfreuen. Angehörige und Institutionen der Streitkräfte spielen hier eine nicht&#13;
unwesentliche Rolle, beispielsweise in dem sie als Nuklei internationaler&#13;
Forschungskooperationen fungieren. Zwar verfügen die USA als wirtschaftliche,&#13;
wissenschaftliche und politische Großmacht über die notwendigen Ressourcen, um&#13;
sich auch einem Arbeitsgebiet wie der Dengue-Virus-Forschung zuwenden zu&#13;
können. Unmittelbar betroffen sind sie von dieser Infektionskrankheit allerdings nur in&#13;
vergleichsweise geringem Maß, da es sich bei den in den USA beobachteten&#13;
Dengue-Fällen überwiegend um importierte Fälle handelt. Zu beachten ist jedoch,&#13;
dass US-amerikanische Staatsbürger in verschiedenen Hyperendemiegebieten&#13;
beruflich präsent sind, was auch das Engagement der militärischen&#13;
Forschungsinstitutionen erklären könnte. Die USA unterhalten intensive&#13;
wissenschaftliche Kontakte zu Staaten, die zu den Hyperendemiegebieten des&#13;
Dengue-Fiebers gehören, vor allem zu Thailand, Brasilien, Mexiko und Australien.&#13;
Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten wurden als Kooperationsartikel von Autoren&#13;
dieser Staaten veröffentlicht. Die genannten Nationen zählen mittlerweile – nicht&#13;
zuletzt wegen der offensichtlich durch die Ausbrüche zu Beginn des 21. Jahrhunderts&#13;
induzierten Publikationswellen – zu den Ländern mit der größten Expertise auf dem&#13;
Gebiet der Dengue-Virus-Forschung. Die Einbindung in ein Autorennetzwerk hat für&#13;
die beteiligten Wissenschaftler erkennbar Vorteile, weil sie auf diese Art und Weise&#13;
125&#13;
bei zahlreichen Artikeln als Autoren registriert werden, ohne die Beiträge selbst&#13;
verfasst zu haben, und zudem die Tendenz wechselseitigen Zitation der beteiligten&#13;
Verfasser besteht. Derartige Kooperationen wirken sich positiv auf die quantitative&#13;
und qualitative Bilanz der partizipierenden Wissenschaftler aus, da die Anzahl der&#13;
Publikationen Einfluss auf die Vergabe von Fördermitteln haben kann und höhere&#13;
Zitationsraten zum besseren Renommee eines Forschers in der Fachwelt beitragen.&#13;
Zitationsraten können auch durch Selbstzitationen positiv beeinflusst werden.</description>
      <author>Martin Müller</author>
      <category>doctoralthesis</category>
      <guid>http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/26319</guid>
      <pubDate>Thu, 13 Sep 2012 08:57:56 +0200</pubDate>
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