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    <title>OPUS 4 Latest Documents RSS Feed</title>
    <description>Latest documents</description>
    <link>http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/index/index/</link>
    <pubDate>Thu, 12 Apr 2012 08:38:00 +0100</pubDate>
    <lastBuildDate>Thu, 12 Apr 2012 08:38:00 +0100</lastBuildDate>
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      <title>Vogelbeobachtung und Artenzahlen - eine Lokalstudie mit intensiver audiovisueller Registrierung</title>
      <link>http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27673</link>
      <description>Von 1978 bis 1987 wurden auf und von einer Fläche von ca.&#13;
acht ha am Ortsrand von Garmisch-Partenkirchen in den&#13;
bayerischen Voralpen in 811 m ü. NN mit mehreren täglich&#13;
eingesetzten Beobachtern 122 Vogelarten registriert, darunter&#13;
sechs (5 %) in mehr als 99 % und 44 (36 %) in weniger als 1 %&#13;
der 730 Pentaden. 56 Arten waren Brutvögel. Das jährliche&#13;
Artenspektrum einschließlich der Brutvögel ergab keine tendenzielle&#13;
Veränderung in zehn Jahren. In den folgenden drei&#13;
Jahren wurden keine neuen Arten auf der Kontrollfläche,&#13;
sondern nur sieben in einzelnen Individuen überfliegend&#13;
registriert. 72 % der Artnachweise pro Pentade gelangen bereits&#13;
im ersten Beobachtungsjahr, 9 % im 2. Jahr und je etwa&#13;
1 % in den Jahren sieben-zehn. Die Artensummen aus zehn&#13;
Jahren zeigten den zu erwartenden Jahresgang mit 70 Arten/&#13;
Pentade im Mai (11./15.5.) und von 31 im Januar (1.1.-15.1.)&#13;
sowie im Dezember (22./26.12.); das höchste Tagesmaximum mit 40 Arten lag in Pentade 22 (16./20.5.), das niedrigste mit&#13;
16 Arten in Pentade 72 (22./ 26.12.). Über das Jahr waren&#13;
Artensummen von Pentaden mit Tagesmedianen signifikant&#13;
positiv korreliert, Artenzunahme im Frühjahr/Artenabnahme&#13;
im Herbst positiv mit den Mitteltemperaturen und negativ&#13;
mit der Zahl der Tage mit geschlossener Schneedecke. Überraschenderweise&#13;
zeigte die Zahl der Beobachtungstage, die&#13;
nötig waren, um einen bestimmten Artenanteil pro Pentade&#13;
zu entdecken, keinen Jahresgang. Über alle Pentaden wurden&#13;
25 % der Artensumme im Mittel in 1,2, 50 % in 3,7, 75 % in&#13;
11,1 und 100 % in 43,9 Beobachtungstagen entdeckt, also im&#13;
ersten, ersten, dritten und neunten Jahr. Trotzdem spielt unterschiedliche&#13;
Antreffwahrscheinlichkeit bei saisonalen Vergleichen&#13;
von Artenzahlen eine wichtige Rolle. Von 22 Pentaden&#13;
zwischen Mitte April und Ende Juli wurden nur in neun&#13;
alle 41 ausgewählten Brutvogelarten entdeckt. Der Nachweis&#13;
von 50 % der Brutvogelarten gelang am ersten, von 65 % am&#13;
dritten und von 80 % nach dem sechsten Beobachtungstag.&#13;
Während der Brutzeit waren je nach dem Stand des Brutgeschäfts&#13;
über alle Sommervögel unterschiedliche Antrefftreffwahrscheinlichkeiten&#13;
zu erkennen, ebenso bemerkenswerte&#13;
artspezifische Unterschiede. Zu den Brutvögeln mit hohem&#13;
Zeitaufwand für Artnachweise zählten Kernbeißer, Misteldrossel,&#13;
Klappergrasmücke, Sumpfmeise und Grauschnäpper. Die&#13;
Erfahrungen mit sehr intensiver, langfristiger Beobachtung&#13;
zeigen, dass zur Ermittlung eines vollständigen Brutvogelinventars&#13;
auch auf kleineren Flächen mehr als vier Kontrolltage&#13;
sowie Kontrollen bis Ende Juli vorzusehen sind. Man wird&#13;
vorgeschlagene methodische Mindeststandards für präzise oder&#13;
komplexe Fragestellungen (z. B. Abundanzschätzungen) deutlich&#13;
erweitern müssen. Unsere Daten legen auch nahe, dass für&#13;
die audio-visuelle Ermittlung von Ankunfts- und Abzugsdaten&#13;
mehr Zeitaufwand einzusetzen ist als bisher üblich. Möglicherweise&#13;
geben standardisierte Ermittlungen von saisonalen Artenspektren&#13;
dem Vogelbeobachter mehr Möglichkeiten in die&#13;
Hand, Effekte des Klimawandels zu verfolgen (vgl. Abb. 3).</description>
      <author>Einhard Bezzel</author>
      <category>article</category>
      <guid>http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/27673</guid>
      <pubDate>Tue, 04 Dec 2012 08:38:00 +0100</pubDate>
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