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    <title>OPUS 4 Latest Documents RSS Feed</title>
    <description>Latest documents</description>
    <link>http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/index/index/</link>
    <pubDate>Sun, 10 Apr 2011 08:50:24 +0000</pubDate>
    <lastBuildDate>Sun, 10 Apr 2011 08:50:24 +0000</lastBuildDate>
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      <title>Zur Wirksamkeit von Neurofeedback und Marburger Konzentrationstraining in der Therapie von Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)</title>
      <link>http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/22842</link>
      <description>In der vorliegenden Dissertation wird eine Zusammenfassung über den aktuellen
Wissensstand zu Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen sowie bestehenden
Therapieoptionen gegeben. Anschließend wird eine eigene Pilotstudie vorgestellt, in
welcher zwei nicht-pharmakolgische Interventionen, Neurofeedback (NF,
EEG-Biofeedback) und Marburger Konzentrationstraining (MKT), miteinander
verglichen werden. In den letzten Jahren hat der Evidenzgrad des Neurofeedbacks
kontinuierlich zugenommen. Neurofeedback ist ein verhaltenstherapeutisches
Verfahren mit dem Ziel, abhängig vom angewandten Trainings-Protokoll eine
entsprechende Veränderung des EEG-Frequenzspektrums oder der
ereigniskorrelierten Potentiale bei Patienten zu bewirken. Mittels dieser Modifikationen
soll eine Verbesserung der ADHS-Symptomatik bedingt werden. Das Marburger
Konzentrationstraining stellt eine kognitiv-behaviorale Gruppentherapie dar, deren
Durchführung an das Manual von Krowatschek und Mitarbeiter (2004a) angelehnt
wurde.
Aus dem natürlichen Patientenzulauf der kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz
der Johann Wolfgang Goethe-Universität wurden 47 Kinder im Alter von 6 bis
14 Jahren mit der Diagnose einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung
(F90.0) zufällig auf die Interventionen verteilt. Unter gleichen Rahmenbedingungen
erhielten 22 Probanden 10 Einzelsitzungen à 45 Minuten NF-Training mit einem
Theta/Beta-Protokoll und 25 Probanden 6 Gruppensitzungen des Marburger
Konzentrationstrainings à 60 Minuten. Parallel wurde ein Elterntraining mit insgesamt
5 Sitzungen angeboten. Zur Erfassung und Evaluation der ADHS-Kernsymptomatik
sowie begleitender Psychopathologien wurden zu zwei Messzeitpunkten T1 (= direkt
vor) und T2 (= direkt nach) dem Training sowohl neuropsychologische Testungen
(objektive Ebene) durchgeführt als auch Fragebögen an Kinder, Eltern und Lehrer
(subjektive Ebenen) verteilt.
Die Analysen ergaben für beide Interventionen eine Reduktion der Kernsymptomatik.
Wider Erwarten kam es in der NF-Gruppe lediglich zu einer tendenziellen
Verminderung impulsiver und hyperaktiver Verhaltensweisen, während die MKTGruppe
signifikante Ergebnisse für alle Verhaltensbereiche aufwies. Dementsprechend
bestätigte eine Vergleichsevaluation, entgegen der ursprünglichen Annahmen eine
Überlegenheit der MKT-Bedingung bezüglich der Kernsymptomatik.
125 von 189
Vergleichsanalysen zur Begleitproblematik erbrachten für beide Interventionen
signifikante Verbesserungen im schulischen und sozialen Bereich sowie in Bezug auf
begleitende Psychopathologien und die Gesamtproblematik. Hier wiederum erwies sich
das Neurofeedback im familiären Bereich als überlegen.
Auf der Suche nach Prädiktoren zeigten die Variablen „Alter“, „Erziehungsstil“ und
„Teilnahme am Elterntraining“ bedeutsame Effekte. So scheinen ältere Kinder eher
vom NF, die jüngeren Kinder hingegen vor allem vom MKT zu profitieren. Die
Einbeziehung der Eltern ins Training scheint auf jeden Fall sinnvoll zu sein, wobei sich
hier keine eindeutigen Rückschlüsse ziehen lassen. Des Weiteren ließ sich bei den
Teilnehmern des Marburger Konzentrationstrainings ein prädiktiver Einfluss von
Geschlecht und Intelligenzquotient erahnen.
In der Zusammenschau konnte für beide Interventionen der Evidenzgrad als Therapie
einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung erhöht werden. Beide
Behandlungen vermindern die Kernsymptomatik, wobei das Neurofeedback scheinbar
speziell die Impulskontrolle erhöht während das Marburger Konzentrationstraining
einen besonders großen Einfluss auf die Unaufmerksamkeit ausübt. Auch bezüglich
der Begleitsymptomatik werden jeweils signifikante Effekte erzielt. Diesbezüglich zeigte
sich hier das Neurofeedback im familiären Bereich überlegen. Zum Teil lassen sich die
Veränderungen auf spezifische Trainingseffekte zurückführen. Es ergaben sich
erstmalig Hinweise auf Prädiktoren.
In jedem Fall ist weitere Forschungsarbeit mit größeren Stichproben, angemessenen
Kontrollbedingungen und Veränderungsmaßen notwendig. So bleiben noch viele
Fragen offen, wie beispielsweise die spezifischen Wirkungsweisen beider
Interventionen, entsprechende Rahmenbedingungen, Prädiktoren und die
Langfristigkeit der Behandlungsmethoden.</description>
      <author>Birgit Schäfer</author>
      <category>doctoralthesis</category>
      <guid>http://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/22842</guid>
      <pubDate>Tue, 04 Oct 2011 08:50:24 +0000</pubDate>
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