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Zeitschrift für deutsche Philologie, 116
(1997)
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Peter Strohschneider
- New Philology: Das ist zunächst ein Schlagwort gegenwärtiger mediävistischer Methodendiskussion, und fast möchte man meinen, es hätte noch prägnanter formuliert werden können, wenn man etwas auf eine Bildung in Analogie zu anderen kurrenten ‚New-isms’ – New Medievalism (…) oder New Historicism (…) etwa – verfallen wäre: ‚New Philologism’. (…) Als Interdependenz (…) [einer] relativ situationsabstrakten ‚Formiertheit’ der poetischen Rede und der spezifischen situationellen variance des Textes (…) müsste man die soziale, also kommunikative Logik des mittelalterlichen Textes rekonstruieren können. Dabei dürfte dann auch sichtbar werden, daß die ‚Schließung’ des Textes nicht nur eine Generalisierung und Anonymisierung von poetischen Kommunikationssituationen voraussetzt (…) Sondern es könnte sich dann auch zeigen, daß an die stabile soziale Institution des Autors sowie an generalisierte und anonymisierte Kommunikationsverhältnisse gebundene und daher weitgehend invariante Text fortschreitend verzichten kann (…) auf jene Formierungen der literarischen Rede, welche unter den Voraussetzungen okkasioneller poetischer Kommunikation die Bedingung ihrer Möglichkeit waren. Der Text und seine Textualität sind dann etwas ganz anderes, weil seine Situationalität sich grundsätzlich verändert hat.
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'Herzog Ernst' zwischen Synchronie und Diachronie
(1997)
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Jens Haustein
- (...)[Jens Hausteins] folgende(n)Überlegungen haben ihre spezifische Gestalt durch die Beschäftigung mit Grundannahmen der New Philology gefunden, in erster Linie der Forderung nach einer Historisierung philologischer Grundkategorien (...) wie auch der , den Literaturbegriff deutlicher an der Tatsache zu orientieren, daß die Literatur des Mittelalters in einer manuscript culture entstanden. [Die Jens Haustein] beschäftigende Frage ist, welche Bedeutung das Insistieren auf dieser Tatsache für die Literaturgeschichtsschreibung haben könnte. Wie jede auf eine Handschriftenkultur bezogene Geschichtsschreibung diachron, d.h. sie abstrahiert aus dem in aller Regel später Überlieferten einen Geschichtsverlauf, ordnet das Überlieferte früheren Phasen zu, dem Zeitpunkt der mutmaßlichen oder tatsächlichen Entstehung. Ein solches 'methodisches Konzept' ist notwendig, wenn das Überlieferte in eine Ordnung gebracht sein soll, in der es Nachfolgendem präduliert oder Vorangegangenes fortentwickelt, wenn überhaupt das Prozeßhafte in der Literatur deutlich werden soll.
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Religiöse Identität in der mittelhochdeutschen Kreuzzugsepik : Pfaffe Konrad: 'Rolandslied', Wolfram von Eschenbach ; 'Willehalm'
(1997)
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Volker Mertens
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Überlegungen zur Logik des Code der Pflanzensoziologischen Nomenklatur
(1997)
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Jens Pallas
- In dieser Arbeit werden einige Überlegungen zu einer in sich schlüssigen Logik des
Code der Pflanzensoziologischen Nomenklatur vorgestellt. Sie betreffen die unterschiedlichen gedanklichen
Ansätze von Syntaxonomie und Nomenklatur, die Notwendigkeit des Vorhandenseins
der namengebenden Sippen in den nomenklatorischen Typen der Syntaxa, Typusaufnahmen von
Subassoziationen, die vollständige Namensform der Syntaxa und die Bedeutung der nomenklatorischen
Typen für die Bildung der Namen der Syntaxa, Neotypisierungen von Assoziationen nach
Art. 21, die Identität von Syntaxa ohne Autorzitate in älteren Arbeiten und die Verknüpfung von
syntaxonomischer und nomenklatorischer Arbeitsweise durch den nomenklatorischen Typus.
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Botanisches aus dem Leben Karl Kochs
(1997)
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Ingrid Moellenkamp
- Aus Anlaß des 65. Geburtstages von Prof. Dr.Dr.H. E. Weber stellt Frau Dr. Margarete Koch, die Tochter Karl Kochs (1875-1964), Texteaus den Lebenserinnerungen ihres Vaters für die Veröffentlichung zur Verfügung. Sie beleuchten den Stellenwert der Botanik in Karl Kochs Leben.
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Ergebnisse eines Versuches zur Ansiedlung des Fadenenzians (Cicendia filiformis [L.] Delarbre)
(1997)
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Ulrich Langnickel
- Der Fadenenzian (Cicendia filiformis) ist eine sehr seltene Charakterart der
Zwerg binsen-Gesellschaften (lsoeto-Nanojuncetea). Ein erfolgreich verlaufener Ansiedlungsversuch
bei Bad Iburg, Landkreis Osnabrück, zeigt, daß durch gezielte Diasporenbankanreicherungen
auf neu geschaffenen Rohbodenflächen gefährdeten Arten Möglichkeiten zur Reproduktion
und zum Aufbau eines lokalen Samenspeichers geboten werden können. Um Pioniergesellschaften
allerdings langfristig zu erhalten, müssen wiederkehrende Störungen die Sukzession zu geschlossenen
Vegetationsbeständen verhindern.
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Verbreitung und Ökologie von Nasturtium x sterile (Airy Shaw) Oef. (Brassicaceae) in Mitteleuropa
(1997)
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Walter Bleeker
Herbert Hurka
- Anhand der Ergebnisse von Chromosomenzählungen wird die Verbreitung der
Nasturtium- Taxa (Brassicaceae) in Mitteleuropa diskutiert. Nasturtium officina/e R. Br. (2n = 32)
und Nasturtium microphyllum (Boenn.) Rchb. (2n = 64) sind primär geographisch isoliert, wobei
N. officinale seinen Verbreitungsschwerpunkt im südlichen Mitteleuropa hat, während N. microphyllum
im nördlichen Mitteleuropa vorkommt. Die natürlichen Areale der Taxa sind durch den
ehemaligen Anbau von Nasturtium als Salatpflanze (Brunnenkresse) überlagert. Die hybridogene
Nesturtium x sterile (Airy Shaw) Oef. (2n = 48) ist in Mitteleuropa wesentlich weiter verbreitet als
bislang angenommen. Die Ergebnisse von Vegetationsaufnahmen und Untersuchungen zum
Diasporen-Potential in N. x sterile-Habitaten werden vorgestellt. N. x sterile besiedelt im südwestlichen
Niedersachsen vorwiegend regelmäßig ausgeräumte Wiesengräben mit zumindest zeitweise
fließendem Wasser. Dieses Taxon verfügt über eine gute vegetative Regenerationsfähigkeit
und kann offene Standorte aus dem Diasporen-Potential besiedeln. Eine eventuelle ökologische
Differenzierung der Nasturtium- Taxa nach dem Basengehalt des Gewässers wird kritisch diskutiert.
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Neu- und Wiederfunde von Gefäßpflanzen in der Grafschaft Bentheim
(1997)
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Hellmut Lenski
- Bei der Kartierung der Gefäßpflanzen im Landkreis Grafschaft Bentheim in den
Jahren 1990-1996 wurden eine Reihevon Sippen neu entdeckt und einige verschollene wiedergefunden;
davon werden 36 Sippen mit Fundortangaben vorgestellt.
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Some considerations and thoughts on the pragmatic classification of apomictic Rubus taxa
(1997)
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Josef Holub
- Based on his studies of the genus Rubus in the Czech Republic, the author describes
classification of brambles from Rubus subgen. Rubus in Europe, its recent history, present state,
and current problems. In general, the author follows the adherents of "Weberian batology" which
in the last 25 years has assumed European responsibility for attempting to ciassify that particular
genus. The thesis that not every bramble plant can be inciuded in the ciassification is accepted.
The objective reasons for taxonomic difficulties within Rubus subgen. Rubus are connected with
special features of taxogenesis of its members, especially with incomplete apomixis, frequent hybridization,
splitting of the progeny into different morphotypes, resexualization, transitory existence
of segregants, etc. The progress of the evolution of a new taxon in the given taxonomic
group can be ranked: individual bush - local type - regional species - species with an extensive
distribution area.
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Brombeeren aus den östlichen Niederlanden und angrenzenden Gebieten
(1997)
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Abraham van de Beek
- In diesem Artikel werden mehrere neue Arten aus dem Genus Rubus L. aus dem
deutsch-niederländischen Grenzgebiet beschrieben, sowie ein neuer Name für R. laetus Beek veröffentlicht.