1918 search hits
-
Zum Vorkommen der Drosseln im Oberengadin (Zentralalpen /
Schweiz) unter besonderer Berücksichtigung der Ringdrossel
(Turdus torquatus alpestris), Amsel (Turdus merula) und
Wacholderdrossel (Turdus pilaris)
(2008)
-
Andreas Kronshage
- Zusammenfassung der o.g. Dissertation.
-
Zunehmend mehr Hantavirus-Infektionen: Hinweise zu
Vorsichtsmaßnahmen für Ornithologen und Feldbiologen
(2008)
-
Stefan Bosch
- Hantaviren als eine zwischen Nagetieren und Menschen übertragbare Zoonose spielen in den letzten Jahren in Mitteleuropa eine immer größere Rolle. Aufgrund der deutlichen Zunahme gemeldeter Erkrankungen in jüngster Zeit erscheint es angebracht, nochmals auf diese Infektionskrankheit, ihre Übertragungswege und vor allem Vorsichtsmaßnahmen für Vogelkundler und Feldbiologen hinzuweisen. Die nachfolgende Übersichtsarbeit fasst den aktuellen Kenntnisstand aus der Literatur zusammen (Robert-Koch-Institut 2005, 2006 a-d, 2007 a-c, 2008).
-
Kleinräumige Unterschiede in Zeitraum und Ausmaß des Bestandseinbruchs bei Wiener Amseln (Turdus merula L.) nach Auftreten des Usutu Virus
(2008)
-
Hans M. Steiner
Thomas Holzer
- Das Usutu Virus ( = USUV; Flaviviridae), vorher nur in Afrika nachgewiesen, wo es keine fatalen Auswirkungen auf Vögel oder Säugetiere hatte, verursachte erstmals im Sommer 2001 in Wien und Umgebung ein dramatisches Amselsterben. Andere Vogelarten schienen nicht vergleichbar betroffen zu sein. Als Überträger fungieren wahrscheinlich Stechmücken (Culicidae). Die Epidemie erreichte im Sommer 2003 einen Höhepunkt, anschließend entwickelte sich Immunität: Der Anteil Usutu-positiver Totfunde ging rasch zurück, zunehmend viele lebende Vögel besitzen seither Usutu-spezifische Antikörper im Blutserum. Dank unserer vor und nach dem Ereignis erhobenen Amseldichten können wir die Verluste von Teilpopulationen quantitativ belegen und nachweisen, dass es darin in Ausmaß und Zeitraum auffallend kleinräumige Unterschiede gibt. Die Zählungen wurden von den Autoren unabhängig und mit verschiedenen Methoden durchgeführt: Steiner erhob ab 1993 mittels 324 Transektzählungen (TZ) von Sept bis Juni in vier ökologisch z.T. verschiedenen Probeflächen innerhalb des Wiener Siedlungsgebietes am linken Donauufer 1993-97 und 2002-07 relative Vogeldichten (Tab.1). Holzer zählte in den Wintern 2000/01 und 2003/04 Vögel innerhalb von 41 Innenhöfen (IHZ) in zwei Flächen (eine überlappte gering mit einer von Steiner untersuchten, die zweite lag auf der anderen Donauseite), wobei eine praktisch vollständige Erfassung der Amseln möglich war (Abb.1 und 2).
Die Ergebnisse bezüglich des Winterbestandes decken sich weitestgehend: Die Amseldichten waren zwischen 85 und 89% (TZ Mühlschüttel, Tab.4) bzw. 88% (IHZ, Abb.1) zurückgegangen. Für die Erhebung der Brutbestände liegen nur Zahlen aus TZ vor, als methodisch günstigster Zeitraum wurde dafür der April gewählt; Tab.5 gibt relative Abundanzen (Amseln je 1.000 m Transektlänge) an, Tab.6 Ergebnisse von Signifikanztests. In den vier Flächen war die Brutzeitdichte im gleichen
Verhältnis zurückgegangen wie die im Winter (Tab.3 und 5). Aus dem für die Art am wenigsten geeigneten Teilgebiet Donaufeld liegt zwischen 2004 und 06 keine Amselfeststellung vor (Tab.1); Aussagen von zwei interessierten Familien, die am Transekt Futterstellen betreiben, erhärten diesen Befund. Erste Vögel zeigten sich dort erst wieder 2007. Auch die geringen Restbestände der übrigen drei Flächen konnten sich bis 2007 nicht erholen.
Anders verlief die Entwicklung in Kaisermühlen, das nur 2,0-2,6 km von den anderen Donau-nahen Flächen entfernt liegt. Hier wurde 1998/99 und ab 2002 gezählt (35 TZ): Der Aprilbestand war 2002 um ein Drittel zurückgegangen, 2005 weniger drastisch als in den anderen Flächen eingebrochen und bereits 2006 wieder in alter Dichte vorhanden (Tab.2 und 5). Noch weniger stark wurden die Amseln der sechsten TZFläche (Wiener Innenstadt 70 TZ) betroffen, die Aprildichte war dort erst 2004 etwa auf die Hälfte reduziert und hatte sich zwei Jahre später wieder erholt (Tab.2 und 5). In beiden Fällen ging der Bestand zur Brutzeit erst zumindest ein Jahr nach Zusammenbruch des Winterbestandes zurück (Tab.3).
Aus unseren Befunden lässt sich schließen, dass sich vier der untersuchten Amsel-Teilpopulationen als isolierte Standvögel verhielten, da ein winterlicher Zuzug dort praktisch nicht stattfand (in allen Monaten gleichmäßiger Rückgang) und zwischen nahe liegenden Flächen kein wesentlicher Austausch zur Auffüllung der Bestände erfolgte. Die Amseldichte dieser Flächen verblieb zumindest bis 2007 trotz der ab 2004 in Ostösterreich zunehmenden Immunität gegen USUV auf extrem niederem Niveau. Möglicherweise reduzierten überstandene USUV-Infektionen die Fitness überlebender Vögel und setzten solcherart deren Fortpflanzungerfolg herab. – Für die Bestände der restlichen beiden Gebiete hat dies offenbar geringere oder keine Bedeutung.
Wenn in anderen Teilen Mitteleuropas in den Sommermonaten Totfunde von Amseln gehäuft auftreten, sollten diese mit genauer Fundortangabe versehen unverzüglich Virologen übermittelt oder bis dahin tiefgekühlt zwischengelagert werden.
-
Verfrühung des Legebeginns bei der Schleiereule Tyto alba
(2008)
-
Ernst Kniprath
Beatrix Wuntke
Horst Seeler
Reinhard Altmüller
- In vier Probeflächen im nördlichen Deutschland wurde übereinstimmend festgestellt, dass sich der Legebeginn in den vergangenen Jahren um 0,43 bis 0,87 Tage je Jahr vorverlegt hat. Dies wird als Reaktion auf die allgemeine Erderwärmung gedeutet.
-
Sind Umweltchemikalien in Eiern niedersächsischer Goldregenpfeifer Pluvialis apricaria eine Gefahr für die Reproduktion?
(2008)
-
Klaus-Michael Exo
Peter H. Becker
Ursula Pijanowska
Axel Degen
- Aus dem niedersächsischen Brutgebiet Esterweger Dose wurden von 2003 bis 2006 18 Eier aus nicht oder nur teilweise geschlüpften Gelegen sowie die Lebern eines Embryos und eines Kükens des Goldregenpfeifers auf Rückstände an Umweltchemikalien untersucht. Die Organohalogene (HCB, Σ PCB, Σ HCH, Σ DDT, Σ Chlordane und Nonachlore) sowie das Schwermetall Quecksilber wurden in sehr geringen Konzentrationen nachgewiesen. Nur die Leber des Embryos wies sehr hohe Konzentrationen an DDT und Metaboliten auf. Im Vergleich zur Kontamination der Eier anderer Watvogelarten sind die Konzentrationen der Umweltchemikalien in Goldregenpfeifereiern der Esterweger Dose als gering und den Reproduktionserfolg nicht gefährdend einzustufen.
-
Telemetrische Untersuchungen an Küken vom Großen Brachvogel Numenius arquata und Kiebitz Vanellus vanellus im EU-Vogelschutzgebiet Düsterdieker Niederung
(2008)
-
Bettina Hönisch
Christoph Artmeyer
Johannes Melter
Robert Tüllinghoff
- Im EU-Vogelschutzgebiet Düsterdieker Niederung (Kreis Steinfurt, Nordrhein-Westfalen) wurden in den Jahren 2005 und 2006 telemetrische Untersuchungen an Küken von Wiesenlimikolen durchgeführt. In den beiden Jahren wurden 34 Kiebitzküken von 14 Familien und 58 Küken des Großen Brachvogels aus 20 Familien mit 0,8 schweren Sendern der Firma Biotrack (Dorset, UK) versehen, die auf den Rücken aufgeklebt wurden. Große Brachvögel wurden im Alter von 1-2 Tagen, Kiebitze auch noch in älteren Stadien besendert. Die Sender wurden in einem Abstand von höchstens drei Tagen geortet und das Schicksal der Küken bis zu einem Alter von etwa 30 Tagen verfolgt. Die Besenderung der Küken hatte keinen negativen Einfluss auf die Überlebenschancen der Küken, Die Überlebenschancen unbesenderter Küken waren nicht höher als von besenderten Küken. Dies wurde auch durch Verhaltensbeobachtungen bestätigt. 35 % der besenderten Küken des Kiebitzes und 28 % der Großen Brachvögel wurden flügge. Prädationsverluste machten beim Kiebitz mindestens 38 % und beim Großen Brachvogel mindestens 24 % aus. Beim Großen Brachvogel waren die festgestellten Prädatoren zu höheren Anteilen Raubsäuger, beim Kiebitz etwas häufiger Vögel. Als Prädatoren wurden sicher nachgewiesen: Mäusebussard (5), Turmfalke (1), Steinkauz (1), unbekannte Vögel (4), Fuchs (1), Marderartige (11), unbekannte Raubsäuger (3), weitere unbekannte (1). 20 % der Sender beim Kiebitz und 46 % beim Großen Brachvogel konnten nicht wieder gefunden werden, wobei die Küken mit Sicherheit nicht flügge wurden. Die Ursachen werden diskutiert. Ein hoher Anteil der nicht aufgefundenen Sender ist vermutlich ebenfalls Prädationsverlusten zuzurechnen. Nur ein Küken (Kiebitz) ging durch landwirtschaftliche Arbeiten verloren, je ein Küken beider Arten ertrank in einem Graben. Beim Großen Brachvogel lagen etwa 70 % der Kükenverluste in den ersten 14 Lebenstagen. Die Ergebnisse werden auch vor dem Hintergrund der Schutzmaßnahmen im EU-Vogelschutzgebiet diskutiert. Die geringen Verluste durch landwirtschaftliche Arbeiten können als Erfolg der Schutzbemühungen betrachtet werden. Die Kükenprädation wird im Untersuchungsgebiet als kein besonders auffälliges Problem bewertet. Zur Vermeidung von Kükenverlusten wurden an einigen Gräben bereits Verbesserungen vorgenommen.
-
Flora of the Stockton and Port Hunter sandy foreshores with comments on fifteen notable introduced species
(2008)
-
Petrus C. Heyligers
- Between 1993 and 2005 I investigated the introduced plant species on the Newcastle foreshores at Stockton and Macquaries Pier (lat 32º 56’ S, long 151º 47’ E). At North Stockton in a rehabilitated area, cleared of *Chrysanthemoides monilifera subsp. rotundata, and planted with *Ammophila arenaria interspersed with native shrubs, mainly Acacia longifolia subsp. sophorae and Leptospermum laevigatum, is a rich flora of introduced species of which *Panicum racemosum and *Cyperus conglomeratus have gradually become dominant in the groundcover. Notwithstanding continuing maintenance, *Chrysanthemoides monilifera subsp. rotundata has re-established among the native shrubs, and together with Acacia longifolia subsp. sophorae, is important in sand stabilisation along the seaward edge of the dune terrace. The foredune of Little Park Beach, just inside the Northern Breakwater, is dominated by Spinifex sericeus and backed by Acacia longifolia subsp. sophorae-*Chrysanthemoides monilifera subsp. rotundata shrubbery. In places the shrubbery has given way to introduced species such as *Oenothera drummondii, *Tetragonia decumbens and especially *Heterotheca grandiflora. At Macquaries Pier *Chrysanthemoides monilifera subsp. rotundata forms an almost continuous fringe between the rocks that protect the pier against heavy southerlies. However, its presence on adjacent Nobbys Beach is localised and the general aspect of this beach is no different from any other along the coast as it is dominated by Spinifex sericeus. Many foreign plant species occur around the sandy foreshores at Port Hunter. Since the first coal exports in the 1850s the Newcastle wharves and ballast-ground at Stockton became points of entry for foreign species, either directly, or via stopovers at other Australian ports. Some of these, *Panicum racemosum, *Tetragonia decumbens, *Ursinia speciosa, *Hebenstretia dentata and until recently, *Heterotheca grandiflora, remained restricted to the Newcastle region, while others, e.g. *Chrysanthemum monilifera subsp. rotundata, *Hydrocotyle bonariensis, *Gladiolus gueinzii and *Oenothera drummondii, spread further afield, but only colonised their preferred coastal habitat. Many more species spread far and wide, their port of introduction no longer recognisable. Other species were introduced as garden plants, escaped and became naturalised. However, for most foreign, generally widespread, species their mode of entry can no longer be determined. 99 species were recorded in the six areas regularly visited, about 25% native to Australia, and 75% about evenly divided between species from Africa, Asia and Europe. More detailed information on 15 of the more notable introduced species is provided in an appendix. On the dune terrace vegetation of North Stockton, only about 20% of the 50 species are native to Australia, the only one of any prominence being Acacia longifolia subsp. sophorae. Nevertheless, on first impression this ‘multinational’ assemblage looks quite normal, and when one compares the ecological functioning of the 1930s vegetation with that of the present vegetation, it appears that, due to presence of more graminoids, and the fact that *Panicum racemosum produces a denser sward than Spinifex sericeus, the present vegetation is more effective in sand-catching and dune stabilisation than the vegetation in the 1930s would have been. However in view of the increasing influence of climate change, e.g. a rise in sea level and more extreme weather events, there is no indication that the present terrace, notwithstanding the increased density of the rhizomatous species and a sprawling shrubby vegetation along the crest, will endure such attacks any better than in the 1990s.
-
Montane lakes (lagoons) of the New England Tablelands Bioregion
(2008)
-
Dorothy M. Bell
John T. Hunter
Robert J. Haworth
- The vegetation of montane lagoons of the New England Tablelands Bioregion, New South Wales is examined using flexible UPGMA analysis of frequency scores on all vascular plant taxa, charophytes and one liverworts. Seven communities are described: 1. Hydrocotyle tripartita – Isotoma fluviatilis – Ranunculus inundatus – Lilaeopsis polyantha herbfield; 2. Eleocharis sphacelata – Potamogeton tricarinatus sedgeland; 3. Eleocharis sphacelata – Utricularia australis – Isolepis fluitans, herbfield; 4. Utricularia australis – Nitella sonderi herbfield; 5. Eleocharis sphacelata – Utricularia australis – Ricciocarpus natans sedgeland; 6. Carex gaudichaudiana – Holcus lanatus – Stellaria angustifolia sedgeland; 7. Cyperus sphaeroides – Eleocharis gracilis – Schoenus apogon – Carex gaudichaudiana sedgeland. 58 lagoons were located and identified, only 28% of which are considered to be intact and in good condition. Two threatened species (Aldovandra vesiculosa and Arthaxon hispidus) and three RoTAP-listed taxa were encountered during the survey.
-
Vegetation and floristic diversity in Gibraltar Range and part of Washpool National Parks, New South Wales
(2008)
-
John T. Hunter
Paul Sheringham
- The vegetation of Gibraltar Range National Park and adjoining parts of eastern Washpool National Park, 65 km east of Glen Innes (29° 31’S 152° 18’E) on the eastern escarpment of New South Wales is described. In total 124, 20m x 50m full vascular plant floristic sites were recorded and information from an additional 53 sites was collated. Thirteen vegetation assemblages are defined based on flexible UPGMA analysis of cover-abundance scores of all vascular plant taxa. Many of the vegetation communities are typical of what is found along the north eastern escarpment of NSW. Three communities are considered to be rare and two vulnerable. A total of 878 vascular plant taxa from 138 families were recorded, of which only 21 (2%) were of introduced origin and 81 (9%) were found to be of conservation significance. Pattern diversity, species density, species accumulation and average geographic range size, along with general measures of richness and diversity, were analysed for all communities. Each of the communities described varied considerably in the diversity attributes measured. Communities with a high number of shrubs had greater constancy between sites compared to those that contained a high number of closed forest species. The community from rock outcrops had the largest average geographical range size.
-
Floristics, structure and site characteristics of Melaleuca viridiflora (Myrtaceae) dominated open woodlands of the wet tropics lowlands
(2008)
-
Stephen D. Skull
Robert A. Congdon
- Tropical lowland plant communities in north-eastern Queensland remain under pressure from continuing clearing, fragmentation, exotic species invasion, inappropriate fire regimes, and altered hydrological patterns. Comparatively little scientific research has been conducted on the highly diverse and ecologically significant range of remnant vegetation types. Additionally, most plant communities remain very poorly represented in the existing conservation reserve system. Melaleuca viridiflora Sol. ex Gaertn. open woodlands were selected for investigation based on their relatively simple structure, compared to other lowland communities, and the large extent to which they have been affected by past clearing patterns. A detailed analysis of community structure and composition was conducted at 24 sites throughout the wet-tropics coastal region between Townsville and Cooktown. Surprisingly, a high diversity of structural and floristic types was recorded, with a total of 127 species documented across the 24 sites. Classification analyses of species composition data produced seven or eight main groups of sites (dependent on the statistical technique used), essentially related to a gradient of latitude and rainfall. These floristic groups were not well explained by either species richness, past fire frequencies or soil types. Structural classification analyses based upon DBH data identified six or seven main groups, the singularly most striking of which were sites with annual fire histories. Ordinations based on both the DBH and species composition data produced groupings that supported those detected by the classification techniques. On closer examination of sites with similar fire histories, soil moisture and soil type were both found to have significant effects on community structure and composition. Many of the woodland types recorded are not adequately included (some not at all) in the existing conservation reserve system.