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Was ist "Kognitive Rhetorik"?
(2008)
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Dietmar Till
- Die Kognitionswissenschaften studieren Themen wie Gedächtnis, Problemlösen, Sprache, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und nicht zuletzt den Willen des Menschen. Dies alles sind Untersuchungsfelder, die auch für die Rhetorik von zentralem Interesse sind. Ich möchte in meinem Vortrag vorstellen, wie man einige der wichtigsten Gegenstände vor allem der kognitiven Linguistik für rhetorische Analysen fruchtbar machen könnte – im Sinne einer kognitiven Rhetorik, einer Neuformulierung rhetorischer Problemfelder auf der Grundlage einer zeitgemäßen theoretischen Basis. Aus Zeitgründen werde ich mich auf zwei Felder konzentrieren, auf die conceptual metaphor-Theory George Lakoffs und Mark Johnsons und auf die Theorie der sogenannten "Frames". Weitere Kapitel aus der kognitiven Rhetorik könnten an die conceptual blending-Theorie von Mark Turner und Gilles Fauconnier anknüpfen, oder auch an die Kognitive Syntax eines Ronald Langacker, dessen syntaktisches Ikonizitätsprinzip eine Verbindung zwischen syntaktischer Gestalt und Ausdruckskraft eines Satzes herzustellen vermag. Diese beiden Theorien seien nur genannt. Am Schluss werde ich noch klären wozu wir das als Rhetoriker alles brauchen können.
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Affirmation und Subversion : zum Verhältnis von "rhetorischen" und "platonischen" Elementen in der frühneuzeitlichen Poetik
(2000)
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Dietmar Till
- Daß die Poetik des Barock gänzlich von der rhetorischen Theorie determiniert sei, scheint zum gesicherten Wissensbestand der germanistischen Literaturwissenschaft zu gehören. Seit der Wiederentdeckung der Rhetorik in den 60er Jahren ist diese diszipilnäre Dominanz der Beredsamkeit über die Dichtung in zahlreichen Arbeiten bestätigt worden. Poesie gilt in der Forschung als "gebundene Rede" (oratio ligata), die von der rhetorischen Kunstprosa (der oratio soluta) nur durch ein formales Element, die Ligation, unterschieden sei. Joachim Dyck hat in seiner Arbeit über die barocke Ticht-Kunst (1966), die gleichsam als "Initialzündung" für die eben geschilderte Auffassung von einer weitgehenden Identität von Poesie und Kunstprosa gelten kann, diese Sicht mit Nachdruck vertreten; die Rhetorik beschränke sich im 17. Jahrhundert »keineswegs, wie oft angenommen wird, auf den engen Raum der Gerichts-, Beratungs- oder Lobrede. Ihre Macht zeigte sich überall da, wo es um sprachkünstlerische Darstellung ging. Sie nahm daher auch die Poetik unter ihre Schirmherrschaft, gab ihr Form und Gehalt und ließ dieser Sondergattung rhetorischen Schrifttums nur wenig Eigenständigkeit.« Im Unterschied zu diesem monokausalen Modell einer einfachen Subordination der Poetik unter die dominierende Rhetorik schlagen die nachfolgenden Ausführungen ein komplexeres Modell vor, das die Rolle der Rhetorik als konstitutives Element der frühneuzeitlichen Poetik nicht ignoriert - zugleich allerdings deutlich macht, daß sich die Überlegungen der frühneuzeitlichen Literaturtheoretiker keineswegs in einer einfachen Adaptation der klassischen Rhetorik erschöpften und sich die These von der weitgehenden Identität von Rhetorik und Poetik somit als eine allzu simplifizierende Sicht auf die poetologischen Reflexionen erweist. In diesem Sinne hat die anglistische und romanistische Forschung den geradezu "synkretistischen" Charakter der frühneuzeitlichen Poetiken herausgehoben. Kennzeichnend für die Bemühungen der Zeitgenossen sei demnach gerade nicht der monolithische Anschluß an eine einzige Tradition - die der klassischen Rhetorik -, sondern die Integration verschiedener heterogener antiker Theoriestömungen. Mit Blick auf die "Fusion" aristotelischer und horazianischer Elemente im 16. Jahrhundert hat dies etwa Marvin T. Herrick in einer grundlegenden Arbeit untersucht. Diese pluralistische Sicht läßt sich auch auf die Situation innerhalb der deutschen Barockpoetik übertragen. Hier integrieren die Theoretiker zwei einander widerstrebende antike Auffassungen vom Wesen des Dichters und des dichterischen "Schaffens"-Prozesses: Einerseits die wesentlich auf rhetorischen Grundlagen fußende Auffassung vom Dichter als "artistisch-technischem" Handwerker (poeta faber) , andererseits diejenige vom Poeten als "begeistertem" Dichter-Priester (poeta vates). Wie zu zeigen sein wird, gelangt mit der Intergration einer solchen Vorstellung von der "Inspiration" als (alleiniger) Ursache des Dichtens in einen rhetorik-determinierten humanistischen Kontext ein subversives Element in die Dichtungstheorie, das um 1700 schließlich zur Selbst-Dekonstruktion des Konzepts der frühneuzeitlichen Norm-Poetik führen wird. Der folgende Beitrag versucht, diese Geschichte anhand der drei wesentlichen Stationen zu erzählen, den antiken und frühneuzeitlichen Grundlagen (2.), der Integration "begeisterter" und "rhetorischer" Elemente in die humanistische Barockpoetik (3.), schließlich die aporetische Situation in der "galanten" Poetik um 1700 (4.). Eine wissenschaftsgeschichtliche Einleitung (1.) versucht zu klären, wie es überhaupt zu dem Konzept einer gänzlich durch die Rhetorik bestimmten Poetik kommen konnte.
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Netzhaut. Verflechtungen von Wahrnehmungsmustern in der Großstadt : zu Andrej Belyjs "Petersburg" und Ingo Schulzes "33 Augenblicke des Glücks"
(2004)
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Katalin Teller
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Masken der Mehrdeutigkeit : revisited
(2002)
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Martin A. Hainz
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PH-Lesenswert : Online-Magazin der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendliteratur und -medien der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg ; Leseförderung mit starken Charakteren
(2006)
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Christian Weißenburger
Gudrun Marci-Boehncke
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Öffentlichkeit und Geschlecht
(2005)
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Margreth Lünenborg
- Medien liefern nicht vorrangig Fakten über die Welt, sondern dienen vielmehr dazu, Zugehörigkeit zu Gemeinschaften zu verhandeln. Diese zentrale Bedeutung von Medien und Öffentlichkeit für die Herstellung gesellschaftlicher und geschlechtlicher Identitäten wird mit dem von Margreth Lünenborg und Elisabeth Klaus entwickelten Konzept Cultural citizenship sichtbar. Sie definieren Cultural citizenship als eine wesentliche Dimension von Staatsbürgerschaft in der Mediengesellschaft, die jene kulturellen Praktiken umfasst, die sich vor dem Hintergrund ungleicher gesellschaftlicher Machtverhältnisse entfalten und die kompetente Teilhabe an den symbolischen Ressourcen der Gesellschaft ermöglichen. Nach einer knappen Bilanz zur Präsenz von Frauen im europäischen Journalismus sowie Einblicken in die mediale Repräsentation von Frauen durch die journalistischen Berichterstattung setzt sich der Beitrag anschließend mit Anforderungen an die Medien mit Blick auf gesellschaftliche Inklusion und Exklusion auseinander. Eine spannende Frage bleibt dabei, in welchem Maße mit den Ansprüchen auf Erfahrung und Teilhabe Anforderungen an mediale Diskurse formuliert werden, die das Geschlechterarrangement selbst zum Thema machen.
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Pluto: a Monte Carlo simulation tool for hadronic physics
(2007)
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Ingo Fröhlich
Lorenzo Cazon Boado
Tetyana Galatyuk
Volker Hejny
Romain Holzmann
Marios Kagarlis
Wolfgang Kuehn
Johannes G. Messchendorp
Volker Metag
Marc-André Pleier
Witold Przygoda
Beatrice Ramstein
James Ritman
Piotr Salabura
Joachim Stroth
Malgorzata Sudol
- Pluto is a Monte-Carlo event generator designed for hadronic interactions from Pion production threshold to intermediate energies of a few GeV per nucleon, as well as for studies of heavy ion reactions. The package is entirely based on ROOT, without the need of additional packages, and uses the embedded C++ interpreter of ROOT to control the event production. The generation of events based on a single reaction chain and the storage of the resulting particle objects can be done with a few lines of a ROOT-macro. However, the complete control of the package can be taken over by the steering macro and user-defined models may be added without a recompilation of the framework. Multi-reaction cocktails can be facilitated as well using either mass-dependent or user-defined static branching ratios. The included physics uses resonance production with mass-dependent Breit-Wigner sampling. The calculation of partial and total widths for resonances producing unstable particles is performed recursively in a coupled-channel approach. Here, particular attention is paid to the electromagnetic decays, motivated by the physics program of HADES. The thermal model supports 2-component thermal distributions, longitudinal broadening, radial blast, direct and elliptic flow, and impact-parameter sampled multiplicities. The interface allows angular distribution models (e.g. for the primary meson emission) to be attached by the user as well as descriptions of multi-particle correlations using decay chain templates. The exchange of mass sampling or momentum generation models is also possible. The first feature allows for consistent coupled-channel calculations, needed for a correct description of hadronic interactions. For elementary reactions, angular distribution models for selected channels are already part of the framework, based on parameterizations of existing data. This report gives an overview of the design of the package, the included models and the user interface.
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"Was hat man dir du armes Kind, getan" : über Literatur aus dem Rechner
(1999)
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Peter Gendolla
- Es soll engeführt werden auf etwas, das man - vielleicht erscheint die Formulierung paradox - eine Veränderung in der "Semantik des Zufalls" nennen könnte, die durch seine Anwendung in diversen poetischen Verfahren stattgefunden hat. Der Zufall selbst ist ohne Semantik, hat per definitionem keinen Sinn, er ist das sinnlose Ereignis par excellence. Aber er beendet den Sinn, oder er treibt auf die Suche nach einem verborgenen Sinn, einer versteckten Kausalität, göttlichen Absicht... also er destruiert oder konstruiert notwendige Ordnungen und bildet insofern ein poetisches Prinzip.
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When negation is not negation
(2005)
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Nataša Milicevic
- In this paper I will discuss the formation of different types of yes/no questions in Serbian (examples in (1)), focusing on the syntactically and semantically puzzling example (1d), which involves the negative auxiliary inversion. Although there is a negative marker on the fronted auxiliary, the construction does not involve sentential negation. This coincides with the fact that the negative quantifying NPIs cannot be licensed. The question formation and sentential negation have similar syntactic effects cross-linguistically. This has led to various attempts to formulate a unifying syntactic account of the phenomena (ever since Klima 1964). One striking fact about the two syntactic contexts is that both license weak NPIs (Negative Polarity Items). It has been suggested (cf. Laka 1990, Culicover 1991) that the derivation of both interrogatives and negatives involves the same type of functional projection PolP (polarity phrase). One such account of the formation of negative interrogatives in Serbo- Croatian is offered by Progovac (2005). She proposes that there are two PolPs optionally cooccurring in the same clause, in which both positive and negative polarity items check their positive or negative features (following Haegeman and Zanuttini (1991) feature-checking account of negative structures, and the insights of Brown(1999) on the negation in Russian). On her account, the negative auxiliary question in (1d), is the case when both polarity phrases are present. The higher has [-pos +neg] features, and the lower one (below TP) is [-pos -neg]. Although her account correctly predicts the ungrammaticality of (2a) in contrast with (1c), it wrongly predicts the (2b) to be grammatical. I will argue that Progovac’s theory regarding the nature of the PolP is wrong. It employs both the binary feature valuation on the polarity head and the hierarchical ordering of the two polarity phrases, which eventually leads to overgeneration. On the account presented here the nature of the question marker (li vs zar) is highly relevant. Notice that (1b) and (1d) express presuppositions regarding the truth value of the propositions. In this way they contrast with (1a) and (1c). In addition, the type (1b) (with the question particle zar) can introduce both the positive and negative presupposition as shown in (3), which, semantically, makes this construction compatible with negative auxiliary questions in English (4a). The polarity items licensed in the relevant structures are also of the same type in both languages. The fronted-negative-auxiliary questions (1d) in Serbian are only possible with the particle li. In this case the presupposition is exclusively positive. The peculiar question/focus marking function of li (in Bulgarian and Russian) is well known. However, it is always assumed that its focus marking role is not relevant for the formation of yes/no questions. This I believe is not correct. The syntactic explanation of the interpretational facts points to the following: A) The possibility of the separate lexical encoding (particle zar) of the ‘rhetorical’ yes/no questions in Serbian allows the embedding of both positive and negated sentences, in which case the (weak) NPIs can remain in local relation with the negated verb. B) Recall that Serbian is an NC language, which requires local/c-command relation between the verbal negative marker and the NPI. With the negative inverted auxiliary questions this condition is not met, and the licensing of an n-word is not possible. C) The impossibility of licensing a weak NPI (i-words in the examples below) is due to the nature of the question marker li. (1) a. Da li je Vera videla ikoga / nekoga / *nikoga? DA Q aux Vera see.part.F.Sg anyone someone noone “Did Vera see anyone/someone/noone?” b. Zar je Vera videla ikoga / nekoga / *nikoga? ZAR aux Vera see.part.F.Sg anyone someone noone “Is it really the fact that Vera saw anyone/someone?” c. Je li Vera videla ikoga / nekoga /*nikoga? aux Q Vera see.part.F.Sg anyone someone noone “Did Vera see anyone/someone/noone?” d. Nije li Vera videla *ikoga / nekoga / *nikoga? neg+aux Q Vera see.part.F.Sg anyone someone noone “Didn’t Vera see someone?”/ “Vera saw someone, didn’t she?” (2) a. *Nije li Vera videla nikoga? neg+aux Q Vera see.part.F.Sg noone b. *Nije li Vera videla ikoga? neg+aux Q Vera see.part.F.Sg anyone (3) a. Zar je Vera videla nekoga / ikoga? ZAR aux Vera see.part.F.Sg someone/anyone b. Zar Vera nije videla nekoga/nikoga? ZAR Vera neg+aux see.part.F.Sg someone/anyone (4) a. Didn’t Vera (NOT) see someone/anyone? b. Vera saw someone, didn’t she?
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Rudelnachrichten
(2005)
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Peter [Hrsg.] Blanché
- Die Mitgliederzeitschrift "Rudelnachrichten" informiert über Aktivitäten, Veranstaltungen und Interna der "Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V." (GzSdW). Desweiteren werden wissenschaftliche Berichte und aktuelle Artikel zur Thematik Wolf publiziert. "Rudelnachrichten" erscheint bis zu dreimal im Jahr. Die ebenfalls verfügbaren Flyer der GzSdW informieren über den Umgang mit den Wolf in Deutschland sowie über Herdenschutzhunde. Aus der Selbstdarstellung der "Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e.V.": Wir schützen die deutschen Wölfe durch Aufklärung vor Ort, intensive Kooperation mit den beteiligten öffentlichen und nichtöffentlichen Stellen sowie durch praktische Hilfsmaßnahmen für die örtliche Bevölkerung. * Wir versuchen, deutschlandweit das schlechte und zudem falsche Image des Wolfes durch Aufklärung der Bevölkerung, z. B. durch die Herausgabe von Informationsbroschüren über die ökologische Rolle des Wolfes in der Natur zu verändern. * Wir fördern den Einsatz von Herdenschutzhunden als natürliche "wolfsfreundliche" Abwehrmaßnahme zur Vermeidung von Schäden an Haustieren. * Wir versuchen, die Haltung von Wölfen in Gehegen, die für die Aufklärung der Bevölkerung wichtig ist, zu verbessern und möglichst effektiv zu gestalten. * Wir haben ein Schulprogramm mit Unterrichtsmaterialien über Wölfe für Lehrer und ein Aktionsheft für Schüler erarbeitet. * Wir veröffentlichen Informationen über Presse, Rundfunk und Fernsehen. * Wir besuchen mit unserem mobilen Informationsstand Wolfsgehege, Heimtiermessen, Hundeausstellungen, Hundesportveranstaltungen u. ä. * Wir veranstalten Seminare, Diavorträge und Workshops mit renommierten Referenten.