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Plagiarismus in der Medizin? : Globale Probleme, internationale Erfahrungen und lokale Strategien zur Plagiatsprävention in der Humanmedizin
(2011)
- Plagiarismus in der Medizin wird im Ausland im letzten Jahrzehnt zunehmend erforscht, nicht so in Deutschland. Prominente Plagiatsfälle auch außerhalb der Medizin stellen darüber hinaus grundlegende Fragen an die Qualität von Wissenschaft. Plagiarismus und unethisches Verhalten in der Wissenschaft werden in diesem Arbeitspapier im Kontext des grundlegenden institutionell-organisatorischen Wandels des Wissenschafts- und Hochschulsystems durch die Übertragung von Konzepten des New Public Management (NPM) auf die Governance des Hochschul- und Wissenschaftssystems diskutiert. Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Strategien zum Umgang mit Plagiarismus werden vorgestellt. Dabei wird insbesondere auf die Verwendung von Plagiats-Software eingegangen. Die Verwendung einer Software-Lösung im Fachbereich Humanmedizin wird aus verschiedenen Gründen kritisch eingeschätzt. Erste Ergebnisse aus einer empirischen Studie zum Plagiarismus von Studierenden zeigen ebenfalls, dass der Prävention von Plagiaten durch Aufklärung und Ausbildung mehr Beachtung geschenkt werden muss. Auf Grundlage der theoretischen Überlegungen, Recherchen und der eigenen empirischen Erhebungen werden Bausteine für einen systematischen Umgang mit Plagiarismus für die Hochschulmedizin entwickelt.
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Die ökonomische Neuvermessung des Sozialen : eine postpositivistische Interpretation der Formierung sozialer Ungleichheitslagen, sozialpolitischer Konfliktfelder und (post-)neoliberaler Wohlfahrtsstaatlichkeit im flexiblen Kapitalismus
(2011)
- Das Thema dieses Diskussionspapiers ist die Ökonomisierung des Sozialen. Methodisch handelt es sich um eine metatheoretische Analyse, der gleichzeitig theoretische wie empirische und normative Erkenntnisinteressen zugrunde liegen. Die vergleichende Analyse von Diskurspositionen über gesellschaftliche Transformationsprozesse zeigt dabei, dass sich die objektiven Anforderungsstrukturen und subjektiven Bewältigungsstrukturen im Umbruch befinden. Die drei ausgewählten Diskurspositionen werden dabei auf theoretische Fundierung, empirische Validierung und normative Implikationen hin untersucht. Die divergierenden theoretischen wie empirischen Bezüge bilden mit den normativ-politischen Positionen weitgehend kohärente Diskurspositionen. Der postpositivistische Theorienvergleich zeigt ein Bild sich theoretisch, empirisch und normativ ergänzender (wissenschaftlicher) Narrative, die belegen, dass die Sozialwissenschaf(en) nicht wertneutral berichten, sondern selbst politische Akteure sui generis sind und am Zeichnen des Bildes dessen, was sie untersuchen, aktiv partizipieren.
