Refine
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Eintrag von Totholz in Fließgewässern - eine Methode zum Schutz von Fischbeständen vor der Prädation durch Kormorane?
(2010)
- In sechs aufeinander folgenden Jahren wurde der Bestand an Bachforellen in einem naturnahen Zufluss der Donau dokumentiert. Nach dem ersten Jahr der Untersuchung wurden ufernahe Bäume gefällt und ins Gewässer gebracht, um den Fischbestand vor der vorhandenen Prädation durch Kormorane zu schützen. Diese strukturelle Aufwertung hatte jedoch keine positive Auswirkung auf den Bachforellenbestand. Eine Bestandszunahme wurde nur nach dem Besatz mit juvenilen, gezüchteten Bachforellen festgestellt. Allerdings war diese Bestandszunahme nur kurzfristig messbar, denn nach nur einem Winter wurde wiederum die vorherige niedrige Bestandsgröße bestimmt. Als Hauptgrund für diese niedrige Fischdichte wird der hohe Fraßdruck durch Kormorane während der Wintermonate angesehen. Daher erscheint ein Totholzeintrag, auch wenn diese Maßnahme durch Fischbesatz begleitet wird, nicht dafür geeignet, Fischbeständen nachhaltig vor der Prädation durch Kormorane zu schützen.
