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Buchbesprechungen aus Botanik und Naturschutz in Hessen Bd. 23
(2010)
- Folgende Publikationen werden rezensiert: --> Bundesamt für Naturschutz: Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 1: Wirbeltiere. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70(1). Bonn-Bad Godesberg 2009. 380 Seiten. ISBN 978-3-7843-5033-2. <-- --> Peter Finck, Uwe Riecken, & Eckhard Schröder (Bearb.): Offenlandmanagement außerhalb landwirtschaftlicher Nutzflächen. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 73, Bonn-Bad Godesberg 2009. 276 Seiten. ISBN 978-3-7843-3973-3. <-- --> Marco Klüber: Orchideen in der Rhön. – edition alpha, Verlag A. & M. Klüber, Kün-zell-Dietershausen 2009. 256 Seiten. ISBN 978-3-941987-01-2. <-- --> Korn, Stanislaus von: Landschaftspflege mit Weidetieren. – Naturschutz und Biolo-gische Vielfalt 71, Bonn-Bad Godesberg 2009. DVD mit Booklet. ISBN 978-3-7843-3971-9. Hartmut Leser unter Mitarbeit von Katharina Conradin: Stadtökologie in Stich-worten. 2., völlig neu bearbeitete Auflage. – Gebrüder Borntraeger Verlagsbuchhand-lung, Berlin, Stuttgart 2008. 320 Seiten. ISBN 978-3-4430-3119-0. <-- --> Rita Lüder: Grundkurs Gehölzbestimmung. Eine Praxisanleitung für Anfänger und Fortgeschrittene. – Quelle & Meyer Verlag, Wiebelsheim 2009. 441 Seiten. ISBN 3-494-01340-3. <-- --> Sieglinde & Lothar Nitsche: Naturschutzgebiete in Hessen schützen – erleben – pflegen. Band 5. Landkreis Marburg-Biedenkopf, Lahn-Dill-Kreis, Landkreis Gießen. Herausgeberin: Nordhessische Gesellschaft für Naturkunde und Naturwissenschaften e. V. – Cognitio Verlag, 2009, 399 Seiten. ISBN 978-3-932583-31-5. <-- --> Georg Wittenberger & Horst Bathon (Herausgeber) mit Beiträgen von Horst Bathon, Dietrich Kadolsky, Dagmar Kroemer, Wolfgang Ott, Anton Schupp, Rolf E. Weyh, Erich Wiesner und Georg Wittenberger sowie einem Grußwort des Oberbürger-meisters der Stadt Offenbach Horst Schneider: Der Lohwald. Vom tertiären Meer zur Mülldeponie. – Abhandlungen Offenbacher Verein für Naturkunde 10, Offenbach am Main 2009. 227 Seiten. ISSN 0171-7936. <--
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Die Sandtrockenrasen des Gailenbergs und ihre Vegetationsdynamik (Landkreis Offenbach, Stadt Mühlheim am Main)
(2007)
- Auf dem Gailenberg, einer alten Flugsanddüne der Untermainebene, wurde 1994 die Sandtrockenrasenvegetation untersucht. Die Assoziation Spergulo morisonii-Corynephoretum canescentis typicum wird in der flechtenreichen Variante, die Subassoziation mit Agrostis capillaris in der typischen und der flechtenreichen Variante mit Vegetationsaufnahmen dokumentiert. Ferner liegen Vegetationsaufnahmen der damals vor allem an Wegrändern vorkommenden Assoziation Diantho-Armerietum sowie einer Thero-Airion-Fragmentgesellschaft auf einer jungen Ackerbrache vor. Um die Vegetationsdynamik der Gesellschaften untersuchen zu können, wurden 1994 Beobachtungsflächen angelegt. In den Jahren 2003 und 2004 wurde die Vegetation dieser Beobachtungsflächen erneut aufgenommen. Die flechtenreiche Variante des Spergulo- Corynephoretum typicum erwies sich dabei als ausgesprochen stabile Gesellschaft. Aus der typischen Variante der Subassoziation mit Agrostis capillaris hat sich eine Gesellschaft entwickelt, die als nicht optimal ausgeprägte, typische Subassoziation in der flechtenreichen Variante bezeichnet werden kann. Die flechtenreiche Variante der Subassoziation von Agrostis capillaris des Spergulo-Corynephoretum ist dagegen völlig degeneriert, wobei Beschattung die wichtigste Ursache ist. Auf der Beobachtungsfläche ist das Diantho-Armerietum aufgrund einer intensiven Erholungsnutzung und den damit verbundenen Störungen stark degeneriert. Die Degeneration, insbesondere das Verschwinden von Armeria elongata, kann direkt auf mechanische Einwirkungen wie Tritt, Befahren mit Autos oder Lagern zurückgeführt werden. Auf einer ungestörten Ackerbrache hat sich die Thero-Airion-Fragmentgesellschaft dagegen zu einem Diantho-Armerietum mit den beiden Charakterarten Armeria elongata und Dianthus deltoides entwickelt. Der sporadische Durchzug einer Schafherde scheint für die Ausbildung sowie den Erhalt der Gesellschaft förderlich zu sein. Der Gailenberg ist ein bedeutender Biotopkomplex mit hoher Strukturvielfalt. Zwei gefährdete Pflanzengesellschaften sowie acht in Hessen gefährdete Pflanzenarten konnten nachgewiesen werden. Der hiermit klar vorhandene Naturschutzwert wird noch dadurch erhöht, dass der Gailenberg in unmittelbarer Nähe zweier aufgrund ihrer Sandrasenvegetation als Fauna-Flora-Habitate vorgeschlagener Gebiete sowie mehrerer Naturschutzgebiete liegt.
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Gravierende Veränderungen in der submersen Makrophytenvegetation der Alten Fahrt bei Senden in Westfalen
(1997)
- Die Makrophytenvegetation eines stillgelegten Kanalabschnittes ("Alte Fahrt") bei Senden in Westfalen hat sich seit Beginn der 90er Jahre drastisch verändert. Aus einem typischen Potamogetonetum lucentis sind Reinbestände von Myriophyllum spicatum geworden, denen stellenweise Ceratophyllum demersum beigemischt ist. Die Ursachen für diese gravierenden Vegetationsveränderungen sind nicht klar. Da es sich um einen der bedeutendsten westfälischen Standorte des Potamogetonetum lucentis, einer in Nordrhein-Westfalen stark gefährdeten Pflanzengesellschaft, handelte, sind weiterführende Untersuchungen und Versuche zur Wiederansiedlung zu fordern.
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Wie vertragen sich Artenvielfalt und menschliche Besiedlung? : Städtische Biotope und gefährdete Arten im Rhein-Main-Gebiet
(2008)
- Ohne das Eingreifen des Menschen wäre Mitteleuropa fast ein reines Waldgebiet. Noch heute beheimaten die Wälder eine große Vielfalt an Pflanzen und Tieren, die für diese Region spezifisch sind. Regionale Besonderheiten gehen aber verloren, je mehr Menschen in die Ökosysteme eingreifen: So unterscheiden sich die Pflanzenarten auf der North Charles Street in Baltimore nur wenig von denjenigen der Mainzer Landstraße in Frankfurt. Gleichzeitig verdrängen zugewanderte und eingeschleppte Arten heimische Tiere und Pflanzen. Allerdings gibt es auch im Frankfurter Stadtgebiet echte Horte der Biodiversität.
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Krautige Wildpflanzen in der Provinz Tapoa (Burkina Faso) und ihre Nutzung für die menschliche Ernährung
(1995)
- Während über Flora und Vegetation der Wälder, Savannen und Äcker Westafrikas zahlreiche Veröffentlichungen vorliegen, hat man sich mit der ruderalen Flora und Vegetation der Siedlungen bisher nur wenig beschäftigt. Im Rahmen der Forschungen des SFB 268 wurde daher in zwei Ortschaften von Burkina Faso eine Bestandsaufnahme der spontan im Siedlungsbereich und in seiner engeren Umgebung an Ruderalstandorten auftretenden Pflanzenarten durchgeführt, wobei, gemäß den Zielen des SFB 268, auf eine interdisziplinäre Relevanz der Ergebnisse Wert gelegt wurde. Daher standen die Fragen nach der Nutzung der Spontanflora durch die Bevölkerung im Vordergrund des Interesses. In der vorliegenden Arbeit wird über die für die menschliche Ernährung genutzten krautigen Wildpflanzen des Siedlungsbereiches berichtet.
- Dem Wandel rechtzeitig begegnen : Landesförderung ermöglicht richtungsweisende Klimafolgenforschung (2008)
- Wo wächst die Palmyrapalme? : Mit Satellitendaten praxistaugliche Verbreitungskarten erstellen (2008)
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Zwischen Alraune und Zimmerimmergrün : eine detaillierte Führung durch den Senckenbergischen Arzneipflanzengarten im Botanischen Garten Frankfurt am Main
(2011)
- Rezension zu: Theo Dingermann, Georg Schneider & Ilse Zündorf : Der neue Senckenbergische Arzneipflanzengarten im Botanischen Garten Frankfurt / Main, Eigenverlag 2010 ISBN 978-3-00-032497-0, 347 Seiten, 29,65 Euro, (zzgl. Versandkosten, bei Bestellung über die Autoren) 39,90 Euro (Buchhandel).
