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Photodynamic therapy (PDT) and waterfiltered infrared A (wIRA) in patients with recalcitrant common hand and foot warts
(2004)
- Background: Common warts (verrucae vulgares) are human papilloma virus (HPV) infections with a high incidence and prevalence, most often affecting hands and feet, being able to impair quality of life. About 30 different therapeutic regimens described in literature reveal a lack of a single striking strategy. Recent publications showed positive results of photodynamic therapy (PDT) with 5-aminolevulinic acid (5-ALA) in the treatment of HPV-induced skin diseases, especially warts, using visible light (VIS) to stimulate an absorption band of endogenously formed protoporphyrin IX. Additional experiences adding waterfiltered infrared A (wIRA) during 5-ALA-PDT revealed positive effects. Aim of the study: First prospective randomised controlled blind study including PDT and wIRA in the treatment of recalcitrant common hand and foot warts. Comparison of "5-ALA cream (ALA) vs. placebo cream (PLC)" and "irradiation with visible light and wIRA (VIS+wIRA) vs. irradiation with visible light alone (VIS)". Methods: Pre-treatment with keratolysis (salicylic acid) and curettage. PDT treatment: topical application of 5-ALA (Medac) in "unguentum emulsificans aquosum" vs. placebo; irradiation: combination of VIS and a large amount of wIRA (Hydrosun® radiator type 501, 4 mm water cuvette, waterfiltered spectrum 590-1400 nm, contact-free, typically painless) vs. VIS alone. Post-treatment with retinoic acid ointment. One to three therapy cycles every 3 weeks. Main variable of interest: "Percent change of total wart area of each patient over the time" (18 weeks). Global judgement by patient and by physician and subjective rating of feeling/pain (visual analogue scales). 80 patients with therapy-resistant common hand and foot warts were assigned randomly into one of the four therapy groups with comparable numbers of warts at comparable sites in all groups. Results: The individual total wart area decreased during 18 weeks in group 1 (ALA+VIS+wIRA) and in group 2 (PLC+VIS+wIRA) significantly more than in both groups without wIRA (group 3 (ALA+VIS) and 4 (PLC+VIS)): medians and interquartile ranges: -94% (-100%/-84%) vs. -99% (-100%/-71%) vs. -47% (-75%/0%) vs. -73% (-92%/-27%). After 18 weeks the two groups with wIRA differed remarkably from the two groups without wIRA: 42% vs. 7% completely cured patients; 72% vs. 34% vanished warts. Global judgement by patient and by physician and subjective rating of feeling was much better in the two groups with wIRA than in the two groups without wIRA. Conclusions: The above described complete treatment scheme of hand and foot warts (keratolysis, curettage, PDT treatment, irradiation with VIS+wIRA, retinoic acid ointment; three therapy cycles every 3 weeks) proved to be effective. Within this treatment scheme wIRA as non-invasive and painless treatment modality revealed to be an important, effective factor, while photodynamic therapy with 5-ALA in the described form did not contribute recognisably - neither alone (without wIRA) nor in combination with wIRA - to a clinical improvement. For future treatment of warts an even improved scheme is proposed: one treatment cycle (keratolysis, curettage, wIRA, without PDT) once a week for six to nine weeks. © 2004 Fuchs et al; licensee German Medical Science. This is an Open Access article: verbatim copying and redistribution of this article are permitted in all media for any purpose, provided this notice is preserved along with the article's original URL : http://www.egms.de/en/gms/volume2.shtml
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Identifizierung der Regulationsmechanismen für die S-Nitrosylierung/Denitrosylierung
(2002)
- Stickstoffmonoxid (NO) ist ein kurzlebiges Gas, welches in biologischen Systemen verschiedene Funktionen übernehmen kann. Abhängig von der Konzentration ist NO ein zweischneidiges Schwert bezüglich seiner biologischen Effekte, da es in hohen Dosen proapoptotisch und in physiologischen Dosen anti-apoptotisch wirkt. Das von der eNOS in Endothelzellen gebildete NO ist ein wichtiger Faktor für die Gefäßrelaxation, ein antiinflammatorisches Molekül, ein zentraler Faktor für die Angiogenese und es inhibiert die Apoptose. Die reversible Modifikationen der Funktion von Zielproteinen durch S-Nitrosylierung ist ein Mechanismus, wie NO seine Effekte mediert. In den letzten Jahren sind eine Vielzahl von Zielproteinen entdeckt worden, deren Funktion durch S-Nitrosylierung modifiziert werden, die deutlich machen, dass S-Nitrosylierung die Funktion eines Signaltransduktionsmechanismus übernimmt. Da in humanen T-Zellen zum erstenmal auch eine Denitrosylierung beobachtet werden konnte, sollten in dieser Arbeit Mechanismen, die der Balance zwischen S-Nitrosylierung und Denitrosylierung zu Grunde liegen, untersucht werden. Dafür wurden zunächst Methoden zum Nachweis der S-Nitrosylierung etabliert. Zum einen zur Quantifizierung der S-Nitrosylierung in Endothelzellen der modifizierte Saville- Griess Assay und der DAN-Assay und zum anderen zur qualitativen Analyse der S-Nitrosylierung die biotin switch method. In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass durch Stimulation der NO-Freisetzung mittels Applikation von laminarer Schubspannung der Gehalt an S-Nitrosylierung in HUVEC erhöht wird und auch die katalytische Untereinheit der Caspase-3 p17, ein bekanntes Zielprotein, verstärkt S-nitrosyliert wird. In einem in vitro Modell des Alterns konnte gezeigt werden, dass einhergehend mit der Reduktion der Proteinexpression der eNOS auch der Gehalt an S-Nitrosylierung, und damit die Bioverfügbarkeit von NO, reduziert ist. Nach Inkubation mit dem pro-apoptotischen TNFa und dem pro-atherogenen oxLDL konnte eine drastische Zunahme der Apoptosesensitivität von alternden HUVEC gegenüber diesen Stimuli beobachtet werden. Diese Ergebnisse unterstreichen die zentrale Rolle der Bioverfügbarkeit von NO für das Überleben der Endothelzelle. Zusätzlich konnte eine Denitrosylierung nach Inkubation von Endothelzellen mit TNFa oder oxLDL nach 18 h nachgewiesen werden. Durch Analyse mittels der biotin switch method wurde deutlich, dass dabei nicht nur der Gesamtgehalt an S-nitrosylierten Molekülen reduziert wird, sondern auch spezifische Zielproteine in unterschiedlicher Stärke denitrosyliert werden. Diese Daten machen deutlich, dass es sich bei der S-Nitrosylierung um einen differentiell regulierten Signaltransduktionsmechanismus handelt. Basierend auf diesen Ergebnissen wurde eine Strategie zur Identifizierung einer potentiellen Nitrosylase entwickelt, bei dem ein synthetisches, in vitro S-nitrosyliertes Peptid als Substrat verwendet wird. Weiterhin sollten neue Zielproteine für die S-Nitrosylierung identifiziert werden. Tatsächlich konnte ein neues Zielprotein für die S-Nitrosylierung, die Oxidoreduktase Thioredoxin identifiziert werden. Thioredoxin wird ubiquitär in Säugetierzellen exprimiert und ist ein essentieller Faktor für die Aufrechterhaltung des intrazellulären Redox-Status. Mit den Cysteinen an Position 32 und 35 besitzt Thioredoxin eine redox-regulatorische Domäne, die essentiell für seine Funktion als Oxidoreduktase ist. Neben seiner Funktion als Redox- Regulator, kann Thioredoxin Transkriptionsfaktoren wie z.B. NfK-B aktivieren und über die redox-regulatorische Domäne die pro-apoptotische Kinase ASK-1 binden und inhibieren. In dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass Thioredoxin an Cystein 69 S-nitrosyliert wird und dass der Gehalt an S-nitrosylierten Molekülen von der Proteinexpression des Thioredoxin abhängt. Desweiteren ist die S-Nitrosylierung von Thioredoxin in Endothelzellen wichtig für die Entfaltung seiner vollständigen Reduktaseaktivität. Für die zum erstenmal in Endothelzellen gezeigte anti-apoptotische Funktion von Thioredoxin wird sowohl die S-Nitrosylierung an Cystein 69 als auch die redox-regulatorische Domäne benötigt. Durch diese Experimente konnte eine neue wichtige Funktion von Thioredoxin für NOproduzierende Zellen beschrieben werden. Zusammenfassend zeigen die Ergebnisse dieser Arbeit, dass die S-Nitrosylierung in Endothelzellen ein Signaltransduktionsmechanismus ist, der sowohl durch protektive, als auch durch pathophysiologische Stimuli spezifisch reguliert wird. Die weitere Charakterisierung dieser Vorgänge könnte einen tieferen Einblick in die Biologie und Funktion der Endothelzelle geben. Zusätzlich konnte durch das neue Zielprotein Thioredoxin die direkte Verknüpfung von NO mit dem Redox-Status der Zelle und die zentrale Rolle von Thioredoxin für den Gehalt an S-Nitrosylierung in Endothelzellen gezeigt werden. Identifizierung weiterer Regulationsmechanismen für die S-Nitrosylierung könnte ein genaueres Verständnis dieses Wirkmechanismus von NO und somit eine bessere Protektion des Endothelzellmonolayers in den Gefäßen ermöglichen.
