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Rote Liste der Weberknechte Deutschlands (Arachnida: Opiliones)
(1996)
- Erstmals wird hiermit eine Rote Liste der Weberknechte vorgelegt, die sich auf das vereinigte Deutschland bezieht. Die beiden ersten Fassungen der Roten Liste (MARTENS 1977, 1984) waren auf die BRD in ihren alten Grenzen beschränkt; in der DDR gab es ein entsprechendes Verzeichnis nicht. Wegen des veränderten territorialen Bezuges und des besseren faunistischen Kenntnisstandes waren gegenüber der vorhergehenden Liste Veränderungen in den Einstufungen der Arten erforderlich. Sie ergaben sich z.T. zwangsläufig mit den aktuellen Definitionen für die Gefährdungskategorien bzw. den neu eingeführten Rubriken "R" (Arten mit geographischer Restriktion) und ,,u" (Arten, deren Gefährdungsstatus unsicher ist).
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Otto von Helversen, Zoologe aus Passion
(2009)
- Nachruf
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Dr. Manfred Graßhoff wurde am 13.01.2006 siebzig Jahre alt
(2006)
- Wer in diesen Tagen und Wochen in den weit verzweigten Gängen und Magazinräumen des Senckenberg-Museums auf einen älteren agilen Herren trifft, in dessen Gesicht unverkennbar merkliche Grübelfalten verzeichnet sind und der sich unverwandt mit fragendem Blick dem fremden Gast zuwendet, so ist ihm unzweifelhaft Dr. Manfred Graßhoff begegnet.
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Dokumentation neuer Vogel-Taxa, 6 - Bericht für 2010
(2012)
- Dieser sechste Beitrag in der Reihe über neue Vogeltaxa gibt eine Übersicht der im Jahre 2010 neu beschriebenen Gattungen, Arten und Unterarten rezenter Vögel und basiert auf umfangreicher Literaturrecherche. Im Berichtszeitraum wurden fünf Gattungen, sechs Arten und zwölf Unterarten den Nomenklaturregeln entsprechend benannt. Eine kolumbianische Ameisenpitta wurde innerhalb weniger Wochen zweimal korrekt benannt. Neue Gattungen wurden für Arten bzw. Artengruppen in den Familien der Caprimulgidae, Thamnophilidae, Furnariidae (je eine) und Dendrocolaptidae (zwei) eingeführt. Geordnet nach Zahl der Gattungen, Arten und Unterarten gliedert sich die Herkunft der Taxa wie folgt: Neotropis (4/4/7), Süd-Pazifik (-/-/2), Afrotropis mit Madagaskar (1/1/-), Australasia (-/-/2), Paläarktis (-/1/1). Ein neuer Name wurde für eine neotropische Bussard-Subspezies vorgeschlagen. Die neuen Taxa haben zumeist kleine Verbreitungsgebiete in abgelegenen und schwer zu erreichenden Gebieten, oft Sonderbiotope, die nur selten besucht werden. Oft müssen die neuen Formen unmittelbar nach Entdeckung und Beschreibung als „gefährdet“ eingestuft werden. Ebenfalls genetische Untersuchungen führten dazu, dass eine Art als unberechtigt erkannt und eingezogen wurde (Paradoxornis, Papageischnabeltimalien). Für die Paläarktische Region und die Indomalayische Region erfassten wir erneut die Aufspaltungen bereits bekannter Arten in Tochterarten, zumeist Allospezies. Im Berichtzeitraum sind davon Rallen (Rallus), Pittas (Pitta), Buschwürger (Laniarius) und Stammsteiger (Salpornis) betroffen. Diese Aufspaltungen verändern das Bild der Vogel-Taxonomie und damit die lokale Vogel-Diversität weltweit besonders nachhaltig, und die Intensität dieser nomenklatorischen Handlungen lässt nicht nach. Alle bedürfen genauer und kritischer Beobachtung, Dokumentation und Abwägung.
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Dokumentation neuer Vogel-Taxa, 5 - Bericht für 2009
(2011)
- Dieser fünfte Beitrag in unserer Reihe über neue Vogeltaxa gibt eine Übersicht der im Jahre 2009 neu beschriebenen Familien, Gattungen, Arten und Unterarten rezenter Vögel und basiert auf umfangreicher Literaturrecherche. Im Berichtszeitraum wurden eine neue Familie, sechs Gattungen, sechs Arten und sechs Unterarten den Nomenklaturregeln entsprechend benannt. Die neue Familie, Pnoepygidae, wurde von den Timaliidae abgetrennt, die „Timaliidae“ und die „Sylviidae“ wurden gänzlich neu definiert; sie bestehen in der alten Zusammensetzung nicht mehr. Neue Gattungen wurden für Arten bzw. Artengruppen in den Familien der Habichtartigen (Accipitridae), Tyrannen (Tyrannidae), Töpfervögel (Furnariidae), Papageischnabeltimalien (Paradoxornithidae) bzw. in der Unterfamilie der Kleidervögel (Drepanidinae: Fringillidae) eingeführt. Geordnet nach Zahl der Gattungen, Arten und Unterarten gliedert sich die Herkunft der Taxa wie folgt: Neotropis and Karibik 4/2/3, Paläarktis -/-/1, Indo-Malaya 1/2/2, Nearktis -/1/-, Afrotropis -/1/-, Pazifische Inseln 1/-/-. Neue Namen wurden für eine neotropische Gattung, eine nearktische Art und jeweils eine paläarktische und eine indo-malayische Unterart vorgeschlagen. Die neuen Taxa haben zumeist kleine Verbreitungsgebiete in abgelegenen und schwer zu erreichenden Gebieten, oft Sonderbiotope, die nur selten besucht werden. Ebenfalls genetische Untersuchungen führten dazu, dass Arten als unberechtigt erkannt wurden und eingezogen werden mussten (Leucosticte, Eisfinken). Für die Paläarktische Region und die Indomalayische Region erfassten wir erneut die Aufspaltungen bereits bekannter Arten in Tochterarten, zumeist Allospzies. Im Berichtszeitraum sind davon Seeschwalben (Thalasseus), Eulen (Athene), Muscicapidae (Cyornis), Turdidae (Copsychus), Phylloscopidae (Phylloscopus) und Corvidae (Pica, Nucifraga) betroffen. Diese Aufspaltungen verändern das Bild der Vogel-Taxonomie und damit die lokale Vogel-Diversität weltweit besonders nachhaltig, und die Intensität nomenklatorischen Handlungen lässt nicht nach. Alle bedürfen genauer und kritischer Beobachtung, Dokumentation und Abwägung.
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Dokumentation neuer Vogel-Taxa – Bericht für 2006
(2008)
- Diesem Bericht über die im Jahre 2006 aufgestellten Vogeltaxa liegt erneut eine umfangreiche Literaturrecherche zugrunde. Uns sind die Beschreibungen von drei neuen Gattungen, sieben neuen Arten und neun neuen Unterarten bekannt geworden. Für eine Gattung musste ein Ersatzname eingeführt werden. Neue Gattungen wurden für zwei neuweltliche und eine asiatische Sperlingsvogelgruppen aufgestellt, der Ersatzname bezieht sich auf eine neotropische Papageienart. Auf Artgruppenniveau stehen 7 Non-Passeres (3 Arten/4 Unterarten, darunter jeweils zwei neue Papageienarten bzw. -unterarten) neun Passeriformes (4/5) gegenüber. Auch in diesem Jahr wurden im hier behandelten Berichtszeitraum die meisten neuen Taxa aus Südamerika beschrieben (2/5), gefolgt von Asien (2/1), Afrika einschließlich der Maskarenen (1/1), Ozeanien (1/0) und der Paläarktis (0/2); eine der neuen Arten basiert auf einem alten Museumsbalg unbekannter Herkunft. Die neuen Arten gehören zu den Papageien (S-Amerika, Philippinen), Eulen (eine Art unbekannter Herkunft), Timalien (indischer Himalaya), Seidensänger (südlicher Pazifik), Bürzelstelzer (Brasilien) und Lappenschnäpper (tropisches Afrika). Für die Pakäarktische und die Indomalayische Region erfassen wir auch die Aufspaltungen bereits bekannter Arten in Tochterarten, zumeist Allospzies. Sie verändern gegenwärtig das Bild der Vogel- Diversität weltweit besonders nachhaltig.
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Dokumentation neuer Vogel-Taxa : Bericht für 2005
(2007)
- Dieser Bericht präsentiert die Ergebnisse einer Literaturdurchsicht nach weltweit neuen Vogelgattungen, Arten und Unterarten, die im Jahr 2005 beschrieben wurden. Wir konnten zwei neue Gattungen, sieben neue Arten und fünf neue Unterarten ermitteln, ferner einen neuen Ersatznamen für eine bekannte Subspezies. Die neuen Gattungen wurden für je eine alt- und neuweltliche Art der Singvögel aufgestellt. Auf Artgruppenniveau sind vier Non-Passeres (2 Arten/2 Unterarten) und neun Passeres (5/4) betroffen. Die meisten neuen Taxa stammen aus Südamerika (6/1; darunter drei Arten der formenreichen Gattung Scytalopus), gefolgt vom tropischen Asien (Myanmar, Malaysia: Kalimantan; 1/1), von der Paläarktischen Region (-/2), dem tropischen Afrika (Somalia; -/1) und Ozeanien (-/1). Für jedes Taxon wird der Fundort des Typus angegeben, die Zahl der Belegexemplare, die einer Beschreibung zugrunde lagen (Typus-Serie), die Verbreitung des neuen Taxons, der taxonomisch-systematische Hintergrund, Hinweise auf die Verwandtschaft des neuen Taxons und die Umstände, die zur Entdeckung und Beschreibung führten. Die von Jahr zu Jahr zunehmende Zahl von Aufspaltungen längst bekannter Arten in Tochterarten, in zumeist geographische Vertreter, Allospezies, erfassten wir ebenfalls, jedoch nur für die Paläarktische und die Indomalayische Region. Auch im hier behandelten Gebiet haben wir keine Vollständigkeit im Bericht angestrebt, da viele dieser Aufspaltungen, gleich welches Spezieskonzept angewandt wird, oft einen guten Qualitätsstandard vermissen lassen und einer kritischen Analyse nicht standhalten. Dieser Bericht ist in erster Linie als Dokumentation neuer Taxa anzusehen, nicht als kritische Würdigung.
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Dokumentation neuer Vogel-Taxa 4 – Bericht für 2008, Teil 1
(2010)
- In Teil 1 dieser Übersicht setzen wir die Erfassung neuer Vogeltaxa in einer vierten Arbeit fort. Im Berichtszeitraum 2008 wurden vier neue Gattungen, acht neue Arten und 17 neue Unterarten den Nomenklaturregeln entsprechend benannt. Neue Gattungen wurden für Arten bzw. Artengruppen in den Familien der Bürzelstelzer (Rhinocryptidae), Zistensänger (Cisticolidae) und Waldsänger (Parulidae) begründet. Geordnet nach Gattungen, Arten und Unterarten haben die neuen Taxa folgende Herkunft: Neotropis and Karibik 1/2/8, Paläarktis -/2/4, Indo-Malaya -/2/2, Nearktis 2/-/1, Afrotropis 1/1/-, Australasien -/1/1 und südliche Atlantische Inseln -/-/1. Ersatznamen wurden für zwei neotropische Gattungen und für vier Unterarten eingeführt. Diese Zahlen sind deutlich höher als in unseren früheren Berichten und deuten auf zunehmende taxonomische Forschung innerhalb der Ornithologie. In Teil 2 haben wir erneut die „splits“ erfasst, die Aufspaltungen bereits bekannter Arten in Tochterarten, zumeist Allospezies, aber nur für die Paläarktis und die Indomalayische Region. Nach wie vor verändern diese nomenklatorischen Handlungen gegenwärtig das Bild der Vogel-Diversität weltweit besonders nachhaltig und mit zunehmender Dynamik, und jede einzelne bedarf genauer und kritischer Dokumentation und Abwägung. Die Akzeptanz dieser Aufspaltungen bei Systematikern und Taxonomen ist erstaunlich hoch, selbst dann, wenn die Begründungen nicht besonders tragend erscheinen. Bedenklich erscheint es, wenn Spaltarten in Handbüchern und sogar Feldführen erstmals publiziert werden, ohne dass sie sich zuvor mit Gegenargumenten und Kritik auseinandersetzen mussten. Schnell werden diese Neuerungen anderswo übernommen. Das mag daran liegen, dass die zumeist verwendeten Merkmale aus Genetik und Akustik sich hoher Anerkennung erfreuen und sich inzwischen ein eigenes Argumentationsprofil dafür entwickelt hat. Die Transparenz der Argumente ist nicht immer deutlich, zumal die Autoren zwischen zumindest zwei Artkonzepten wählen können, nach denen sie Spaltarten definieren können. Folglich genügen die auf diese Weise eingeführten Arten unterschiedlichen Kriterien, was einer gewissen Willkür in der Abgrenzung Vorschub leistet. Für schnelle Akzeptanz von Spaltarten sorgt überdies die weltweite ‚birder community’, der es immer ein Anliegen ist, isolierte und kleinräumig verbreitete Arten aufzuspüren und sie zu propagieren...
