Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zur Relevanz der rhetorischen Figuren in der deutschen und türkischen Literatur
(2013)
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Özlem Gencer Çıtak
- Die Rhetorik, die im Türkischen als "Belagat/Belagat Sanatı" (Hitabet Sanatı) bezeichnet wird, ist ein mehr oder minder ausgebautes System gedanklicher und sprachlicher Formen, die dem Zweck der vom Redenden in der Situation beabsichtigten Wirkung dienen können (Lausberg 1990: 13). In vielen verschiedenen Bereichen wie Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Theologie und Werbung wird in großem Maße von der Rhetorik profitiert. Der Anwendungsbereich der Rhetorik ist jedoch nicht nur auf das Reden begrenzt; die Rhetorik liefert ein detailliertes Modell zur Herstellung von Texten und kann deshalb auch als Texttheorie verstanden werden (Braungart 1997: 290). In diesem Zusammenhang wird die Rhetorik als Instrument der Textbeschreibung und –analyse bezeichnet (Braungart 1997: 290). Laut Gero von Wilpert (2001: 687) übt die Rhetorik durch die künstlichen Schmuckformen einen starken Einfluss auf die schriftlichen Texte, insbesondere auf die Literatur, aus, da die Dichter oder Schriftsteller ihre Werke mit der ästhetischen Kraft der Sprache erstellen. In den Texten wird die Rhetorik durch die sprachlichen Formen und Figuren präsentiert, die im Deutschen als "Rhetorische Figuren" und im Türkischen "Edebi Sanatlar" bezeichnet werden.
Die folgende Untersuchung hat das Ziel, die deutschen rhetorischen Figuren mit den türkischen zu vergleichen und Ähnlichkeiten sowie Unterschiede zwischen den rhetorischen Figuren anhand von den Beispielsätzen in beiden Sprachen aufzudecken und zu analysieren.
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Theodor Fontanes Roman Effi Briest in türkischer Übersetzung : Eine übersetzungskritische Betrachtung zu den Anmerkungen der Übersetzer in Fußnoten
(2013)
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Zehra Gülmüş
- Zweifelsohne gehören Fußnoten nicht zum Ideal einer literarischen Übersetzung [...]. Dennoch gibt es nicht wenige solcher Literaturübersetzungen. Ein Beispiel besonderer Art stellt die von Nijad Akipek erstellte und im Jahre 1949 veröffentlichte türkische Erstübersetzung von Theodor Fontanes Roman Effi Briest (1894) dar. Besonders auffallend bei dieser Erstübersetzung sind die mehr als 220 Anmerkungen des Übersetzers in Form von Fußnoten. Dass ein Übersetzer in einem Roman Fußnoten in diesem Umfang einfügt, stellt einen Sonderfall dar und soll darum übersetzungskritisch analysiert werden. Auch in der fast 60 Jahre später von Kasım Eğit erstellten Neuübersetzung2 des Romans im Jahre 2007 finden sich ebenso noch einige Anmerkungen in Form von Fußnoten, jedoch in der Anzahl außerordentlich weniger. Auf welche Anmerkungen auch Eğit nicht verzichten will bzw. kann, soll im Anschluss weiter unten analysiert werden.
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Der Film 'Otobüs' von Tunç Okan unter dem Aspekt der Kulturbegegnung
(2013)
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Mahmut Karakuş
- Es sind zahlreiche Studien vorhanden, in denen die kulturelle Begegnung, die infolge der Arbeitsmigration nach Deutschland entstanden ist, unter diversen Aspekten behandelt wird. Im vorliegenden Beitrag wird es darum gehen darzulegen, wie sich in einem der ersten Filme, die die Arbeitsmigration bzw. die kulturelle Begegnung zu ihrem Gegenstand haben, nämlich im Film 'Otobüs' (1974) von Tunç Okan die kulturelle Begegnung realisiert, inwiefern von einer Kulturberührung, einem Kulturkontakt, Kulturzusammenstoß und einer Akkulturation bzw. Kulturverflechtung im Sinne von Bitterli die Rede sein kann und mit welchen kinematographischen bzw. nichtkinematographischen Mitteln die betreffende Begegnung zur Darstellung gebracht wird.
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Die Verortung des Fremden im Dialog der Kulturen in den literarischen Texten : Störfaktoren oder Dialogpartner?
(2013)
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Kadriye Öztürk
- In unserer allmählich kleiner werdenden Welt und "in der Literatur und Wissenschaft, die auf einer Vielzahl von Ortsveränderungen beruhen" (Ette 2001: 21), ist "die Verortung des Fremden im Dialog der Kulturen" von einer großen Bedeutung. Der Dialog der Kulturen war schon längst ein Thema vieler Kulturarbeiten und der Humanwissenschaften, wobei mehrmals vergessen wurde, wo das Fremde in diesem Dialog liegt und wer für wen fremd ist. Meist spielt eine eurozentrische Betrachtungsweise eine wesentliche Rolle, um diesen interkulturellen Dialog zu definieren, auch wenn der Dialog sich zwischen zwei Elementen oder Personen gleicher Rechte in der sprachlichen, kulturellen und sozialen Repräsentation verwirklichen sollte, sonst geht der Dialog von vornherein verloren. "Es lohnt sich in der Tat zu fragen, inwieweit man wirklich bereits von einem global-gleichrangigen Dialog zwischen den Völkern sprechen kann, der nicht selten von verschiedenen Seiten beschworen wird" (Bräsel 1999: 77).
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Der Roman als Schau-Platz von Leben und Lebenswahrnehmung : Orhan Pamuks Poetik-Vorlesungen
(2013)
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Nergis Pamukoğlu-Daş
- Im Zentrum der Poetik-Vorlesungen von Orhan Pamuk, die der Autor 2009 an der Universität Harvard (Norton Lectures) hielt, bewegen sich die Begriffe Leben, Roman und Literatur, und zwar entlang der Schillerschen Beschreibung der naiven und sentimentalischen Dichtung. Diese türkisch-deutsche Literaturbeziehung über die englisch-amerikanische Sprach- und Literaturschleife ist aus einer türkischen Germanistikperspektive betrachtet interessant, da die Schillersche Abhandlung aus ihren theoretischen Grundlagen so plötzlich enthoben und auf einen lebendigen, das Leben berührenden Boden verortet erscheint.
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Thomas Mann "Tonio Kröger" : Çeviri (Prof. Dr. Kasım Eğit’e)
(2013)
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Funda Ülken
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Genç Türk Gazetecinin "Berlin’in Yalnız Kadınları" Anılarında Tarihsel Eleştiri ve Sanatlararasılık
(2013)
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Binnaz Baytekin
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Akademik Çeviri Eğitimi ve Şiir Çevirisi
(2013)
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Sâkine Eruz
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Alanların Örtüşen Yönleri : Çeviribilim ile Karşılaştırmalı Edebiyat Bilimi
(2013)
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Faruk Yücel
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Transnational geography and identity through translation and distribution in Germany, Spain and Latin America
(2012)
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Paul Nissler
- During the 1930s through the 1940s and into the 1950s, Spanish and German presentations in opposition to ardent nationalism share strikingly common aesthetic and ideological strategies supporting claims to a transnational, international space. Specific examples of common geography, identity and language in German and Spanish presentations (theater, short stories, reports, essays, speeches and poetry) in Spain and Latin America by German (Regler, Renn, Uhse), Spanish (J. Bergamin, R. Alberti, M. Aub) and Latin American (D. Rivera, P. Neruda, C. Vallejo) intellectuals, artists and activists during the 1930s through the 1950s will be explored. For example, German-speaking audiences and artists in Spain and Mexico shared a common lived and aesthetic space as Spanish-speaking audiences and artists. Further, many German presentations were translated into Spanish and visa versa. Here, presentations in “Das Wort” and “El Mono Azul” in Spain as well as “Freies Deutschland/Alemania libre” in Mexico will be referenced in developing a sense of re-definition of the concept of ‘foreign’ and ‘commonness’ beyond simply nationality (tradition, history and geography) and language. The impetus for an alternative, international and even revolutionary ‘space’ (as defined by Henri Lefebvre in The Production of Space) was produced in and through common Spanish and German strategies and realizations in their presentations. This Spanish-German example from the early/mid-part of the 20th century is a significant contribution to contemporary interdisciplinary discussions in the 21st century.