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Zur Cladocerenfauna des Feldungelsees (1995-98) im Vergleich mit früheren Untersuchungen und zur Ostracodenfauna (1995-98)
(1999)
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Werner Hollwedel
Burkhard Scharf
- Von 1995 bis 1998 wurde die Cladoceren- und Ostracodenfauna des eutrophen
Feldungelsees nördlich Osnabrück untersucht. Die Anzahl der Cladocerenarten ist gegenüber
einer früheren Untersuchung auf 39 gestiegen. Ceriodaphnia laticaudata, Megafenestra aurita und
Simocephalus exspinosus v. congener traten erstmalig im See auf. Die zwei Daphnia-Arten aus
Nordamerika, D. ambigua und D. parvula, bewohnen weiterhin den See. 1995 wurden die jahreszeitliche
Verbreitung und die Sexual perioden untersucht. Bei den meisten Cladocerenarten wurde
Monozyklie beobachtet, 3 Arten traten dizyklisch auf.
17 Muschelkrebsarten wurden nachgewiesen, die für diese Gegend und diesen Lebensraum
charakteristisch sind.
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Die Rotatorienfauna des Dümmers Teil II: Betrachtung der Planktonzönosen
(1999)
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Christine Leutbecher
- Zwischen Dezember 1994 und Oktober 1995 wurde die Rotatorienfauna des Dümmers,
einem nordwestdeutschen Flachsee, untersucht. Die Analyse der quantitativerfaßten
Planktonzönosen ergab eine hohe Artenidentität zwischen den sieben untersuchten Probestellen.
Unterschiede zwischen den Uferprobestellen und den Probestellen des freies Wassers waren bezüglich
der Abundanzdynamik und Dominanzstruktur festzustellen. Ein Vergleich mit früheren Untersuchungen
belegt einen Artenturnover innerhalb der Planktonzönosen.
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Erstnachweis von Ameroseius plumea (Oudemans, 1930) in Deutschland mit Beschreibung der Jugendstadien (Acari: Gamasina: Ameroseiidae)
(1999)
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Rainer Ehrnsberger
Czeslaw Blaszak
- Die Raubmilbe Ameroseius plumea (Oudemans, 1930) wird für Deutschland erstmalig
nachgewiesen und die Adulti sowie die Jugendstadien (Deutonymphe, Protonymphe und
Larve) beschrieben.
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Raubmilben und Prostigmata-Milben in der Bodenstreu bei der Hähnchenmast in zwei unterschiedlichen Stallsystemen (konventionell und Trampoline-System) in Niedersachsen (Acari: Gamasina, Prostigmata)
(1999)
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Rainer Ehrnsberger
Czeslaw Blaszak
- Es werden die Gamasina-Milben (deutsch Raubmilben) in jeweils zwei StalIsystemen
(konventionell und Trampoline-System) in Halle bei Petershagen (Landkreis Minden) und
Werlte (Landkreis Emsland) untersucht, beide in Niedersachsen, Deutschland. Im Trampoline-
StalIsystem (Firma Hendrix/Niederlande) wird das Bodensubstrat während der Mastperiode getrocknet.
In den vier Ställen wird gehäckseltes Stroh (1kq/rn") als Einstreu benutzt. Durch die Substrattrocknung
reduziert sich der Bestand der Astigmata-Milbe Sancassania berlesei auf 0,01 bis
0,1 % im Vergleich mit dem konventionellen Stall. Im konventionellen Stall in Halle kamen Androlaelaps
cssslis, Dendrolaelaps longiusculus, Procto/aelaps pygmeus, Hypoaspis aculeifer sowie
Macrocheies sp. vor. Die durchschnittliche Dichte der untersuchten Proben lag bei ca. 140 Raubmilben/
100 g. In der parallel/gleichzeitig durchgeführten Mast in dem Stall mit Substratrocknung
kamen nur ca. 10 Raubmilben/100g vor. Zusätzlich wurden große Populationen der Prostigmata-
Milbe Tarsonemus rakowiensis angetroffen, die sich von Schimmelpilzen ernährt.
In den Ställen in Werlte traten zusätzlich Blattisocius keegani, Paragarmania dendritica und
Ameroseius plumea auf. Im konventionellen Stall hat Ameroseius plumea einen Anteil von 23 % an
der Raubmilben-Fauna. Sie ernährt sich nicht räuberisch, sondern frißt Schimmelpilze und deren
Sporen. Im Trampoline-Stallsystem erreicht sie maximal Abundanzen von 2.900 und 4.085 Milben/
100g. Sie stellt damit hier einen Anteil von 72 % an der Acarofauna.
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Das Makrozoobenthos der Wierau (Wiehengebirge, Niedersachsen): eine faunistisch-ökologische Bestandsaufnahme
(1999)
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Andrea Roßbach
Peter Rasch
- Die Wierau, ein 14 km langer Zufluß der Hase im südlichen Niedersachsen, wurde
faunistisch untersucht. 127 Arten aus 9 übergeordneten Taxa konnten bestimmt werden, darunter
32 Arten, die in der Roten Liste Niedersachsens geführt werden. Eine hohe Oiversität zeigt nur eine
kurze Fließstrecke mit natürlichen Gewässerstrukturen. Die Gesamtartenzahlen entsprechen denen
der anderen Fließgewässer der Region. Faunistisch bemerkenswerte Arten werden hinsichtlich
ihrer Habitatbindung und Verbreitung besprochen.
Die Art Rhithrogena semicolorata muß zumindest für das Osnabrücker Hügelland in die Gefährdungskategorie
1 gestellt werden.
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Wiederfund der Steinbeere (Rubus saxatilis L.) in Südwestniedersachsen
(1998)
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Günter Müller
Werner Müller
- Die Bestandsentwicklung der Steinbeere (Rubus saxatilis L.) im Weser-Ems-Gebiet
wird beschrieben, ihr Wiederfund im Gehn sowie im Hüggel bei Osnabrück kurz dargestellt und
ihre Gesellschaft diskutiert.
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Ein Aufschluß mit Osningsandstein, Bückeberg-Folge ("Wealden") und Serpulit am Butterberg bei Hagen a.T.W. (Landkreis Osnabrück, West-Niedersachsen)
(1993)
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Franz Jürgen Harms
- Von der Gemeinde Hagen a.T.W. wurde am Butterberg ein ehemaliger Steinbruch im Osning-Sandstein durch die Anlage eines Schurfgrabens so erweitert, daß jetzt die Basis des Osning-Sandsteins und etwa 20, m der Schichtenfolge aus seinem Liegenden freigelegt sind.
Die Basis des Osning-Sandsteins besteht aus einem dünnen Geröllhorizont, dem Osning-Konglomerat. Das Konglomerat wurde transgressiv auf Schichten der Bückeberg-Folge 1 (tiefster "Wealden") geschüttet. Unter den Gesteinen der Bückeberg-Folge, die mit einer Restmächtigkeit von nur noch etwa 5 m erhalten sind, treten in dem Schurfgraben noch ca. 15 m Ablagerungen des Serpulits auf.
Dieser neu geschaffene Aufschluß wird langfristig - als Naturdenkmal geschützt - erhalten
bleiben.
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Rubus tauni spec. nov. - der Taunus-Brombeerstrauch - eine weitere Rubus-Art der Serie Vestiti (Focke) Focke
(1997)
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Wieland Schnedler
Harald Großheim
- Es wird eine Brombeerart (Gattung Rubus, Rosaceae) der Subsektion Hiemales E. H. Krause, Serie Vestiti (Focke) Focke neu beschrieben und abgebildet. Die Art kommt in Deutschland in Hessen (Taunus) und Rheinland-Pfalz (E-Hunsrück) vor. Weitere Aussagen werden zur Ökologie und Abgrenzung zu ähnlichen Arten gegeben.
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Gesellschaften des Moorgreiskrauts, des Strand- und des Sumpfampfers
in der ehemaligen Haseaue (Osnabrück)
(1993)
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Gerhard Hard
- Es werden ausgedehnte Schlammfluren und ihre Kontaktgesellschaften aus
dem Stadtgebiet von Osnabrück beschrieben, vor allem das Ranunculo-Rumicetum maritimi
SISS. 66 und verwandte Bidentetalia-Gesellschaften. Diese Vegetation wächst auf sandigem
Material, das bei Straßen bau und anderen Tiefbauarbeiten aufgeschüttet, zwischengelagert
und z. T. planiert wurde. Bemerkenswert waren unter anderm große Vorkommen von Rumex
palustris, Rumex maritimus, Senecio congestus (Tephroseris palustris), Coronopus didymus,
Galega officinalis und Conium maculatum. Es wird erörtert, daß solche Vorkommen unbeabsichtigte
und meist unbeachtete Nebenprodukte normaler Arbeitsvorgänge sind. Sie sind
weder planbar, noch können sie erhalten werden. Sie können deshalb auch kein möglicher
Gegenstand eines sinnvollen Natur-, Arten- oder Biotopschutzes sein.
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Morphometrische Untersuchungen an einer Kontaktzone zwischen Carabus (Megodontus) violaceus
und purpurascens (Coleoptera, Carabidae) in Südwest-Niedersachsen
(1998)
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Thorsten Aßmann
Cornelia Schnauder
- Unter 9 Exoskelett-Merkmalen zeigen das Ende des Aedeagus und die Skulptur
der Elytren eine starke Differenzierung zwischen Populationen beider Formen, die aus weit von
einer Kontaktzone entfernten Regionen stammen (untersuchte Populationen: purpuraseens aus
den Pyrenäen und der Normandie, violaceus aus Nord- und Nordost-Deutschland, Polen und
Rumänien). In Südwest-Niedersaehsen wurden Populationen beider Formen als auch Populationen
festgestellt, die sich durch intermediäre Werte des Aedeagus und der Elytrenskulptur auszeichnen.
Das Auftreten solcher Populationen zeigt eine Hybridzone in dem Untersuchungsgebiet
an. Für eine weitergehende Beschreibung der Hybridzone (z. B. ihre geographische Ausdehnung)
in Südwest-Niedersachsen und anderer Kontaktzonen müssen die beiden trennenden Merkmale
in weiteren Populationen analysiert werden. Nichtsdestoweniger zeigen die isolierten und teilweise
von purpuraseens umgebenen vio/aceus-Populationen (Eifel, Schwarzwald), daß beide Taxa
eine Mosaik-Hybridzone in Mitteleuropa ausbilden. Die postglaziale Populationsgeschichte beider
Formen und ihrer Hybridzone wird diskutiert.