BDSL-Klassifikation: 17.00.00 20. Jahrhundert (1914-1945) > 17.18.00 Zu einzelnen Autoren
6 search hits
-
Franz Kafka, 3. 7. 1883 - 3. 6. 1924 - ein Bewohner des Zauberbergs? : Ein Vortrag
(2002)
-
Hartmut Eggert
-
Fantastik und Möglichkeitssinn : zur literarischen Organisation des Wissens bei Kafka und Musil
(2007)
-
Roland Innerhofer
- Ich möchte mich im Folgenden mit Texten beschäftigen, die alle drei genannten Tendenzen aufweisen, ohne dass sie sich dem Genre der Utopie oder Dystopie zurechnen ließen. Diese literarischen Texte greifen die wissenschaftlichen, technischen, politischen, ökonomischen und verwaltungstechnischen Diskurse ihrer Zeit auf, deformieren sie aber gleichzeitig dadurch, dass sie sie mit poetischen überblenden. Indem die außerliterarischen Diskurse neu organisiert und arrangiert werden, werden sie gleichzeitig verfremdet: Sie erhalten Funktionen, die von ihren ursprünglichen radikal abweichen. Eben durch diese Verschiebungen und Verzerrungen können diese Diskurse überhaupt erst als solche erkannt und reflektiert werden. Franz Kafkas und Robert Musils Werke belegen dies auf ihre je eigene, aber in jedem Fall eindrucksvolle Weise. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie das Wissen ihrer Zeit in seiner ganzen Vielfalt in sich geradezu aufsaugen, diese Wissenselemente aber auf eine sehr eigenwillige Art zueinander in Beziehung setzen. Wissensbestände dienen ihnen als Materialien für fundamentale Neukonstruktionen. Das soll im Folgenden an einigen markanten Beispielen demonstriert werden.
-
Ralf Rulands Kafkaverfilmung "Ein Bericht für eine Akademie" : intermediale Bezüge und filmische Interpretation der literarischen Vorlage
(2006)
-
Roman Giesen
- In Ralf Rulands Verfilmung der Kafka Erzählung "Ein Bericht für eine Akademie" werden verschiedene intermediale Markierungen verwendet, die eine Verweisstruktur zwischen literarischer Vorlage und Film aufbauen. Beispielsweise sind im Film Fotographien, Gemälde und Gegenstände zu sehen, die direkt oder indirekt auf Sprache und Inhalte der Erzählung Kafkas anspielen und eine sehr textorientierte Vorgehensweise des Regisseurs erkennen lassen. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass der gesamte Kafkatext als Monolog von einem Schauspieler gesprochen wird. Dennoch wählt man durch jede Bebilderung von Literatur eine spezifische Interpretation, die den Grad der fiktionalen Abstraktionsmöglichkeiten gegenüber dem Text reduziert und ihm eine zwar ebenfalls fiktionale, aber dennoch bildlich reale Ebene gibt. Das heißt jedoch nicht, dass der Rezipient einer Literaturverfilmung zwangsläufig einer abgeschlossenen und offensichtlichen Deutung eines Textes gegenüberstünde, die zu weiteren Anschlussüberlegungen einlädt.
-
Kafka's parable "Before The Law"
(1964)
-
Herbert Deinert
- The parable "Before the Law" and its context, the chapter "In the Cathedral," have long been recognized as the center piece of Kafka's unfinished novel The Trial. It may, with some qualifications, be considered a key to Kafka's work.
-
Franz Kafka : ein Hungerkünstler
(1963)
-
Herbert Deinert
- Der Hungerkünstler gehört zu den wenigen Prosastücken, die Kafka noch seIbst veröffentlicht hat. Er erschien 1922 in der Oktobernummer der Neuen Rundschau und wurde im berühmten Testament eigens von der Vernichtung ausgenommen.
-
Kafka :The Judgment ; Judgment without trial?
(2010)
-
Herbert Deinert
- At the beginning of The Judgment, we find Georg Bendemann, who has just finished a letter to his friend in Russia, reliving once more the agonizing decision to write the letter in the first place. The decision had not been easy. Like many of Kafka's characters, Georg Bendemann is obsessed with the idea of analysis, with the painstaking exploration of all sides of a given issue. "What could one write to such a man without hurting him?" had been the question. "On the other hand, by writing only casual gossip or not at all one would doubtless increase the friends isolation" had been the counter-argument. What follows now is an exercise in looking at alternatives that spawn new alternatives that leaves the reader dazzled. Each conclusion is in turn explored to its possible opposite implications, which are in turn qualified, which leads to more questions followed by more partial conclusions plus qualifications thereof. The process could continue ad infinitum, in fact, has gone on for years--we are merely presented with a condensed version of it.