Linguistik-Klassifikation: Morphologie / Morphology
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The semantics of the native greek verb suffixes
(2011)
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Chariton Charitonidis
- The aim of this paper is to give the semantic profile of the Greek verb-deriving suffixes -íz(o), -én(o), -év(o), -ón(o), -(i)áz(o), and -ín(o), with a special account of the ending -áo/-ó. The patterns presented are the result of an empirical analysis of data extracted from extended interviews conducted with 28 native Greek speakers in Athens, Greece in February 2009. In the first interview task the test persons were asked to force(=create) verbs by using the suffixes -ízo, -évo, -óno, -(i)ázo, and -íno and a variety of bases which conformed to the ontological distinctions made in Lieber (2004). In the second task the test persons were asked to evaluate three groups of forced verbs with a noun, an adjective, and an adverb, respectively, by using one (best/highly acceptable verb) to six (worst/unacceptable verb) points. In the third task nineteen established verb pairs with different suffixes and the ending -áo/-ó were presented. The test persons were asked to report whether there was some difference between them and what exactly this difference was. The differences reported were transformed into 16 alternations. In the fourth task 21 established verbs with different suffixes were presented. The test persons were asked to give the "opposite" or "near opposite" expression for each verb. The rationale behind this task was to arrive at the meaning of the suffixes through the semantics of the opposites. In the analysis Rochelle's Lieber's (2004) theoretical framework is used. The results of the analysis suggest (i) a sign-based treatment of affixes, (ii) a vertical preference structure in the semantic structure of the head suffixes which takes into account the semantic make-up of the bases, and (iii) the integration of socioexpressive meaning into verb structures.
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Telisch und atelisch: aspektual oder aktional oder beides? Zeno Vendlers Verbklassifikation und ihr Verhältnis zu den Kategorien Aspekt und Aktionsart
(2007)
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Hans-Jörg Schwenk
- Im Laufe der letzten Jahrzehnte haben in die Aspektologie und die ihr gewidmeten wissenschaftlichen Debatten zunehmend Versuche Einzug gehalten, die mit dem Ziel unternommen wurden und darauf ausgerichtet waren, die Lexik der Verben in den Mittelpunkt des Interesses zu rücken und in der Hoffnung darauf zu durchforsten, darin Hinweise aufzuspüren, die es gestatten, entsprechende verlässliche Rückschlüsse auf das von ihnen gezeitigte Aspektverhalten, d.h. die in dem jeweiligen Fall zutage tretende Art der der Imperfektiv-Perfektiv-Opposition zugrunde liegenden Bedeutung zu ziehen. In dem Bemühen, eine aspektuell relevante Verbklassifikation, d.h. eine solche, die sowohl über die Frage der aspektuellen Paarigkeit von Verben als auch über die semantischen Eigenschaften von Perfektivum und Imperfektivum innerhalb eines Aspektpaares Aufschluss erteilt, zu erstellen, musste man sich zunächst auf die Aufgabe zurückbesinnen, die die Sprache dem Aspekt zubedacht hat und die durch den morphologisch geschiedenen Gegensatz von Imperfektiva und Perfektiva wahrgenommen wird: die - von mir eindeutig ausschließlich in diesem Sinne so genannte - Aspektualität.
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The acquisition of Greek case, number, and gender: a usage based approach
(2007)
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Ursula Stephany
Anastasia Christofidou
- Children […] growing up with highly inflected languages such as Modern Greek will frequently hear different grammatical forms of a given lexeme used in different grammatical and semantic-pragmatic contexts. In spite of the fact that the Greek noun is not as highly inflected as the verb, acquisition of nominal inflection of this inflecting-fusional language is quite complex, comprising the three categories of case, number, and gender. As is usual in this type of language, the formation of case-number forms obeys different patterns that apply to largely arbitrary classes of nominal lexemes partially based on gender. Further, frequency of the occurrence of the three gender classes and case-number forms of nouns greatly differs in spoken Greek, regarding both the types and tokens. […] [A] child learning an inflecting-fusional language like Greek must construct different inflectional patterns depending not only on parts of speech but also on subclasses within a given part of speech, such as gender classes of nouns and inflectional classes within or (exceptionally) across genders. It is therefore to be expected that the early development of case and number distinctions will apply to specific nouns and subclasses of nouns rather than the totality of Greek nouns. The two main theoretical approaches of morphological development that will be discussed in the present paper are the usage-based approach and the pre- and protomorphology approach.
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Zwischen Morphem und Paradigma : zur polnischen Substantivflexion
(2006)
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Bernd Wiese
- In meinem Vortrag möchte ich Ihnen einige Überlegungen zu Fragen der vergleichenden Flexionsmorphologie vortragen und dabei wiederum speziell zur Kasusmarkierung an Substantiven. Ich werde mich dabei besonders auf das Polnische beziehen – eine Sprache, deren Kasusbildungen teils Charakteristika des fusionierenden oder flektierenden Typus zeigen, teils aber eher dem agglutinierenden Typ nahe kommen. Diese Mischung stellt, wie ich zeigen möchte, eine besondere Herausforderung für die morphologische Kasusanalyse dar. Ich werde dies im ersten Abschnitt meines Beitrags erläutern. Im zweiten Abschnitt greife ich einige bekannte Beobachtungen zu Kasussynkretismen auf, die für eine Analyse des polnischen Systems nützlich sind. Im dritten Abschnitt gebe ich für einen Ausschnitt des polnischen Deklinationssystems eine detaillierte Analyse.
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Verb derivation in modern Greek inside alternation classes
(2006)
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Chariton Charitonidis
- In this paper I present five alternations of the verb system of Modern Greek, which are recurrently mapped on the syntactic frame NPi__NP. The actual claim is that only the participation in alternations and/or the allocation to an alternation variant can reliably determine the relation between a verb derivative and its base. In the second part, the conceptual structures and semantic/situational fields of a large number of “-ízo” derivatives appearing inside alternation classes are presented. The restricted character of the conceptual and situational preferences inside alternations classes suggests the dominant character of the alternations component.
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"Downgeloaded" und "geforwardet" - Sprechverhalten in morphologischen Zweifelsfällen am Beispiel des Sprachgebrauch im Internet
(2006)
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Dagmar Hausmann
- Eine unübersehbare Menge neuer Anglizismen findet über Fach- und Gruppensprachen Eingang in die deutsche Alltagssprache, in der ein Teil von ihnen inzwischen seinen festen Platz hat. […] Insbesondere in den Bereichen der Lautung und der Schreibung bleibt bei den neueren Entlehnungen oberflächlich eine große Nähe zu gebersprachlichen Strukturen erhalten. Diese Entwicklung wird von einigen Fachleuten und Politikern […] als Indiz für eine schleichende ‚Kolonialisierung’ der deutschen Sprache durch das Englische herangezogen. [...] Dieser Einschätzung widersprechen zahlreiche Organe […] und Autoren […] ausdrücklich. […] Im Kontext dieser Auseinandersetzung ist die vorliegende Arbeit verortet. Ihr Ziel ist es zu zeigen, daß die Sprecher des Deutschen Anglizismen sehr wohl phonologisch, graphematisch und morphologisch in die deutsche Sprache integrieren. Untersuchungsgegenstand sind mehrgliedrige Verben, die aus dem Englischen entlehnt wurden und überwiegend in Fach- und Gruppensprachen und/oder in informellem, vorwiegend mündlichem Text auftreten. Für das Problemfeld der verbalen Wortbildung wird dargelegt, daß morphologische Integration nicht unsystematisch erfolgt, sondern sich an den Flexionsmustern deutscher komplexer Verben orientiert. Der Integrationsgrad der einzelnen Lexeme ist dynamisch und sprecherabhängig.
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Zur Systematisierung der Schwankungen zwischen starker und schwacher Adjektivflexion nach Pronominaladjektiven
(2004)
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Bernd Wiese
- Schwankungen zwischen starker und schwacher Flexion werden mit unterschiedlichen Graden von Determinativhaftigkeit verschiedener Pronominaladjektive korreliert, bezogen auf eine universelle Dimension der IDENTIFIKATION (nach Seiler), sowie mit unterschiedlichen Graden der Ausgeprägtheit determinativischer (starker) Flexion, bezogen auf eine Ordnung nach formaler Markanz verschiedener Wortformen. Es wird gezeigt, dass stärkere Determinativhaftigkeit der Lexeme schwache Flexion bei folgenden Adjektiven begünstigt. Bezüglich der Varianz bei verschiedenen paradigmatischen Formen wird die Vermutung gestützt, dass das Formengewicht der Endungen eine wesentliche Rolle spielt.
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Zum Bau der Flexionsparadigmen des Gegenwartsdeutschen aus formbezogener Sicht
(2003)
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Bernd Wiese
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Zur lateinischen Nominalflexion : die Form-Funktions-Beziehung
(2003)
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Bernd Wiese
- Das System der lateinischen Nominalflexion wird als Beispiel eines komplexen morphologischen Systems untersucht, das alle Symptome des ‚flektierenden Syndroms’ zeigt (homonyme, synonyme und kumulative Exponenten, Genuseinteilung, unterschiedlich strukturierte Deklinationskassen, defektive Paradigmen, usw.; Plank 1991a). Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Form-Funktions-Beziehung in einem derartigen System ‚funktioniert’. Morphembasierte Analysen bieten kaum Einsichten in die ‚Logik’ fusionierender Flexionssysteme: Die Vielfalt der Oberflächenformen kann zwar auf verschiedene Weise reduziert werden (zugrundeliegende Formen, Allomorphie, Morphonologie; Householder 1947). Homonymien, Synonymien und Kumulationen und damit die Tatsache, daß sich das System nicht den Erwartungen einer morphemischen Perspektive fügt, bleiben jedoch bestehen: Der Gedanke, morphologische Marker als ‚Saussuresche Zeichen’ aufzufassen, erweist sich hier als nicht fruchtbar (Anderson 1992). Aber auch neuere regelbasierte Ansätze halten – trotz der Zulassung ‚indirekterer’ Beziehungen – an einer vergleichbaren Form-Inhalts-Janusköpfigkeit morphologischer Markierungen grundsätzlich fest, wenn sie morphologische Markierungen als ‚Ausbuchstabierungen’ von Merkmalen oder Merkmalsbündeln behandeln. Traditionelle Darstellungen im Rahmen einer Wort-und-Paradigma-Morphologie liefern zwar oft wenig mehr als eine Auflistung von Formen, weisen jedoch den Weg zu einer nicht-zeichenhaften Auffassung morphologischer Markierung, die Saussure (1976: 122) am Beispiel der deutschen Pluralbildung formuliert: „ce n’est pas ‘Gäste’ qui exprime le pluriel, mais l’opposition ‚Gast : Gäste’”. Danach läge die Funktion morphologischer Markierungen in derartigen Fällen nicht darin, als ‚Exponenten’ von ‚Inhalten’ zu fungieren, sondern darin Formen unterschiedlicher Funktion nur zu unterscheiden: Eine funktionale Distinktion wird zum Ausdruck gebracht, indem sie mit einer formalen Differenzierung korreliert wird. In Anwendung dieses Gedankens auf die lateinische Nominalflexion sollen (i) die auszudrückenden funktionalen Distinktionen, (ii) die zur formalen Differenzierung genutzten Ausdrucksmittel und (iii) die Art der Korrelation untersucht werden.
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Zur Semantik von Direktionalität und ihren Erweiterungen: Das Suffix -su im Aymara
(2003)
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Katharina Haude
- Betrachtet man als Sprecher oder Sprecherin des Deutschen die mit '-su' derivierten Verben im Aymara und ihre spanischen Übersetzungen, so fällt auf, daß diese Verben häufig eine Entsprechung in einem deutschen Partikelverb mit 'aus-/heraus-' oder 'auf-' haben, und zwar nicht nur dann, wenn sie Bewegungsvorgänge bezeichnen, sondern auch, wenn keine Direktionalität erkennbar ist. [...] Diese Parallele zwischen '-su' und 'aus-' oder 'auf-' ist frappierend, wenn man bedenkt, dass die beiden Sprachen keinerlei genetische Beziehung haben, und die Annahme liegt nahe, daß hier ein ähnliches kognitives Konzept zugrundeliegt. Um dies genauer beurteilen zu können, ist allerdings mehr Information über '-su' im Aymara nötig. So habe ich mir für die vorliegende Arbeit zum Ziel gesetzt, die Semantik von '-su' im Aymara genauer herauszufinden und herauszuarbeiten, welche Funktionen das Suffix hat. Dabei interessierte mich zum einen, ob sich neben den in den Aymara-Grammatiken beschriebenen Funktionen des Morphems, nämlich der Markierung der Richtung 'nach außen' und des kompletiven Aspekts, noch weitere Funktionen herausarbeiten lassen und wie diese mit der Semantik der jeweiligen Verbwurzel interagieren. Daneben widmete ich mich der Fragestellung, worin der Zusammenhang zwischen den verschiedenen Funktionen des Morphems bestehen könnte.