Linguistik-Klassifikation: Morphologie / Morphology
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"A team", definitely
(2004)
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Uli Sauerland
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"Downgeloaded" und "geforwardet" - Sprechverhalten in morphologischen Zweifelsfällen am Beispiel des Sprachgebrauch im Internet
(2006)
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Dagmar Hausmann
- Eine unübersehbare Menge neuer Anglizismen findet über Fach- und Gruppensprachen Eingang in die deutsche Alltagssprache, in der ein Teil von ihnen inzwischen seinen festen Platz hat. […] Insbesondere in den Bereichen der Lautung und der Schreibung bleibt bei den neueren Entlehnungen oberflächlich eine große Nähe zu gebersprachlichen Strukturen erhalten. Diese Entwicklung wird von einigen Fachleuten und Politikern […] als Indiz für eine schleichende ‚Kolonialisierung’ der deutschen Sprache durch das Englische herangezogen. [...] Dieser Einschätzung widersprechen zahlreiche Organe […] und Autoren […] ausdrücklich. […] Im Kontext dieser Auseinandersetzung ist die vorliegende Arbeit verortet. Ihr Ziel ist es zu zeigen, daß die Sprecher des Deutschen Anglizismen sehr wohl phonologisch, graphematisch und morphologisch in die deutsche Sprache integrieren. Untersuchungsgegenstand sind mehrgliedrige Verben, die aus dem Englischen entlehnt wurden und überwiegend in Fach- und Gruppensprachen und/oder in informellem, vorwiegend mündlichem Text auftreten. Für das Problemfeld der verbalen Wortbildung wird dargelegt, daß morphologische Integration nicht unsystematisch erfolgt, sondern sich an den Flexionsmustern deutscher komplexer Verben orientiert. Der Integrationsgrad der einzelnen Lexeme ist dynamisch und sprecherabhängig.
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[Resenha:] Gabriele Diewald, Grammatikalisierung: Eine Einführung in Sein und Werden grammatischer Formen. Tübingen: Max Niemeyer Verlag 1997 (Germanistische Arbeitshefte 36, viii + 131 pág., DM 22,80, ISBN 3-484-25136-0)
(1998)
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Alessandra Castilho Ferreira da Costa
Maria Cristina Reckziegel Guedes Evangelista
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Abstract structures for moods in Greek
(1970)
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Hansjakob Seiler
- It is my intention to make two major points in this paper: 1. The first has to do with finding a frame within which the modal expressions of one particular Ancient IE [Indoeuropean] language – I have chosen Classical Greek – can be best described. I shall try to point out that the regularities which we find in these expressions must depend on an underlying principle, represented by abstract structures. These structures are semanto-syntactic, which means that the semantic properties or bundles of properties are arranged not in a linear order but in a hierarchical order, analogous to a bracketing in a PS structure. The abstract structures we propose have, of course, a very tentative character. They can only be accepted as far as evidence for them can be furnished. 2. My second point has to do with the modal verb forms that were the object of the studies of most Indo-Europeanists. If in the innermost bracket of a semanto-syntactic structure two semantic properties or bundles of properties can be exchanged without any further change in the total structure, and if this change is correlated with a change in verbal mood forms and nothing else, then I think we are faced with a case where these forms can be said to have a meaning of their own. I shall also try to show how these meanings are to be understood as bundles of features rather than as unanalyzed terms. In my final remarks: I shall try to outline the bearing these views have on comparative IE linguistics.
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Agrammatismus im Deutschen : eine linguistische Fallstudie
(2001)
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Juliane Klann
- Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung des Phänomens "Agrammatismus" für die deutsche Sprache. Den Kernbereich der Studie bildet die Analyse eines Fallbeispiels. Wegen der variablen Erscheinungsformen des Agrammatismus (z.B. Saffran 1982, Miceli et al. 1989, Nespoulous & Dordain 1991, Fromkin 1995) werden Gruppenstudien in der jüngeren Forschung weitgehend abgelehnt (z.B. Seewald 1998: 62, Tyler 1987: 161). Mit der Analyse eines Einzelfalls soll der daraus resultierenden Forderung nach weiteren Einzelfallstudien entsprochen werden (Tesak 1990: 18, Tesak 1991: 177). In der vorliegenden Arbeit sollen besonders sprachspezifische Fehlermuster herausgearbeitet werden, wie sie in sprachvergleichenden Studien nachgewiesen werden konnten (z.B. Kehayia 1991, Lorch 1986, Menn & Obler 1990). Diese zeigen sich nach Menn & Obler (1990: 1370ff.) hauptsächlich in der Verteilung von Auslassungen und Substitutionen auf freie und gebundene Morpheme (siehe Kap. 1.2.1., S. 5). Die deutsche Sprache verfügt über die Möglichkeit, grammatische Funktionen bzw. grammatische Relationen sowohl durch freie als auch durch gebundene Morpheme zu realisieren (Comrie 1987: 111-137). Deshalb ist sie besonders geeignet, die beobachteten Abhängigkeiten zwischen Fehlermustern und Grammatik zu überprüfen. Als theoretische Grundlage für die Analyse der agrammatischen Sprache werden in Kap. I nach einer einführenden Begriffsdefinition (Kap. 1.1.) die Symptome des Agrammatismus im einzelnen dargestellt (Kap. 1.2.). Dabei stehen sowohl die bis heute dokumentierten Leistungsdissoziationen als auch sprachspezifische Fehlermuster zur Diskussion. Anschließend werden die aus der Variabilität der agrammatischen Erscheinungsformen resultierenden unterschiedlichen Erklärungsansätze zum zugrundeliegenden Defizit erläutert (Kap. 1.3 .). Die aus dem aktuellen Forschungsstand abzuleitenden Fragestellungen (Kap. 1.4.) bilden die Basis für die in Kap. 2. folgende Analyse des Fallbeispiels. Bei der Entwicklung der Fragestellungen werden neben sprachspezifischen Merkmalen des Agrammatismus im Deutschen die Eigenschaften berücksichtigt, die in der Literatur allgemein kontrovers diskutiert werden. In Kap. 3 erfolgt abschließend eine zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse, die eine Einordnung der Fallstudie in den aktuellen Forschungsstand enthält, sowie einen wertenden Vergleich der aus der Einzelfallanalyse gewonnenen Daten mit den m Kap. 1.3. vorgestellten Erklärungsansätzen für die zugrundeliegende Störung.
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Akkusativische, ergativische und aktivische Bezeichnung von Aktantenfunktionen
(1983)
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Klaus Heger
- Das Ziel der folgenden Betrachtungen besteht weniger in der Lieferung eines prinzipiell neuen Beitrags sei es zur Unterscheidung akkusativischer, ergativischer und aktivischer Konstruktionstypen oder sei es zu derjenigen verschiedener Aktantenfunktionen (cf. Heger 1976 § 4 1.2 ) als vielmehr im Nachweis der Brauchbarkeit der letzteren als eines noematischen – d.h. von je einzelsprachlichen Gegebenheiten unabhängigen – tertium comparationis für den Vergleich der ersteren und ihrer verschiedenen Subtypen Im Rahmen dieser Zielsetzung ist es legitim, die folgenden Betrachtungen auf die Frage nach den Bezeichnungen der Prädikativ-Funktion (die einem Aktanten eine Eigenschaft, einen Zustand oder eine Zustandsveränderung zuschreibt), der Kausal-Funktion (die einen Aktanten als denjenigen theoretischen Ort charakterisiert, von dem die Ursache eines Zustands oder Vorgangs ausgeht) und der Final-Funktion (die einen Aktanten als denjenigen theoretischen Ort charakterisiert, an dem sich die Wirkung eines Zustands oder Vorgangs vollzieht) einzuschränken. Dennoch ist der einleitende Hinweis auf die zumindest theoretisch unbegrenzte Unterscheidbarkeit weiterer Aktantenfunktionen wichtig, da er die naheliegende Frage beantwortet, warum in keiner Sprache eineindeutige Bezeichnungen von Aktantenfunktionen anzutreffen sind: im Fall der Bezeichnung von Aktantenfunktionen durch Kasusgrammeme am Nomen würde eine derartige Lösung kaum mehr handhabbare Flexionsparadigmen entstehen lassen und in Fall ihrer Bezeichnung durch Kongruenzmarkierung am Verb darüber hinaus zu monströsen Konjugationsformen führen.
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An interesting couple: the semantic development of dyad morphemes
(2003)
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Nicholas Evans
- Most systematic discussion of dyad morphemes has focussed on Australian languages, owing to a combination of their relative prevalence there, and the development of a descriptive tradition that investigates them in some depth. In the course of researching this paper, however, I became aware of functionally and semantically similar morphemes in many other parts of the world, almost invariably described in isolation from any typological reference point. I have incorporated such data as far as I am aware of it, in the hope that a systematic study will encourage other investigators to identify, and investigate in detail, similar constructions in a range of languages. The current state of our research, however, as well as some interesting geographical skewings that I discuss below, such that outside Australia dyad constructions almost exclusively employ reciprocal morphology, means that most of this paper will focus on Australian languages.
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Aspectos dos tempos verbais
(1998)
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Maria H. Battaglia
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Aspektsysteme
(1991)
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Hans-Jürgen Sasse
Christina Leluda
Olga Chapado Chorro
Luisa Garcia Garcia
Antje Seidel
Helga Weyerts
Christa König
Chor-Shing Li
Mario Longino
- „Die folgenden Papiere sind im Umfeld eines Hauptseminars "Aspekt und Tempus" entstanden, das im Wintersemester 1989/90 am Institut für Sprachwissenschaft der Universität zu Köln stattfand. In den folgenden Beiträgen werden nicht alle Aspekte des Aspekts gedeckt; im Vordergrund steht hauptsächlich die Frage der Interaktion von lexikalischer Semantik und Aspektmorphologie, so daß sich die Beschreibung der Aspektmorphologie auf aspektrelevante Fälle beschränkt und Nebenfunktionen (z.B. temporale), Konventionalisierungen, Neutralisierungen usw. weitgehend vernachlässigt werden. Kritik und Anregungen sind höchst willkommen.“ ---
Inhalt:
Aspekttheorie (Hans-Jürgen Sasse); Albanisch (Christina Leluda); Spanisch (Olga Chapado Chorro & Luisa Garcia Garcia); Japanisch (Antje Seidel & Helga Weyerts); Maa (Christa König); Modemes Chinesisch (Chor-Shing Li); Samoanisch (Mario Longino)
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Categories and paradigms : on underspecification in Russian declension
(2004)
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Bernd Wiese
- In morphological systems of the agglutinative type we sometimes encounter a nearly perfect one-to-one relation between form and function. Turkish inflectional morphology is, of course, the standard textbook example. Things seem to be quite different in systems of the flexive type. Declension in Contemporary Standard Russian (henceforth Russian, for short) may be cited as a typical example: We find, among other things, cumulative markers, “synonymous” endings (e.g., dative singular noun forms in -i, -e, or -u), and “homonymous” endings (e.g., -i, genitive, dative, and prepositional singular). True, some endings are more of an agglutinative nature, being bound to a specific case-number combination and applying across declensions, e.g., -am (dative plural, all nouns); and some cross the boundaries of word classes, e.g., -o, which serves as the nominative/accusative singular ending of neuter forms of pronouns (and adjectives) and as the nominative/accusative singular ending of (most) neuter nouns as well. Still, many observers have been struck by the impression that what we face here are rather uneconomic or even, so to speak, unnatural structures. But perhaps flexive systems are not as complicated as they seem. What seems to be uneconomic complexity may be, at least partially, an artifact of uneconomic descriptions.