Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 5 (1977)
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Zwei neue Rhagidien aus Norddeutschland:
Rhagidia danica n. sp. und Rhagidia clavicrinita n. sp.
(1977)
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Rainer Ehrnsberger
- Es werden zwei neue Rhagidien beschrieben: Rhagidia danica n. sp.
und Rhagidia clavicrinita n. sp. Ferner werden einige Bemerkungen zur Morphologie
der Rhagidien gemacht.
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Rubus amisiensis und Rubus conothyrsoides,
zwei neue Rubus-Arten aus Nordwestdeutschland
(1977)
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Heinrich E. Weber
- Zwei Rubus-Arten werden erstmals beschrieben: Rubus amisiensis Weber (Ems-Brombeere, zur Ser. Silvatici F. gehörig), der im Emsland, in der Grafschaft Bentheim und in den Niederlanden verbreitet ist. Die zweite Art, Rubus conothyrsoides Weber, wächst vor allem im Hügelland im Raum zwischen Bielefeld und Lingen und ist hier streckenweise eine der häufigsten Arten. Sie gehört zu der hier neu aufgestellten Serie Anisacanthi Weber, die sich durch eine große Variabilität der Bestachelung und des Drüsenbesatzes auf dem Schößling auszeichnet. Die Holotypen der Arten sind abgebildet, die Verbreitung ist in Rasterkarten dargestellt.
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Kurzmitteilungen. Schafft Feuchtgebiete bei Osnabrück!
(1977)
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Friedhelm Ringe
- Die Gewichte des Natur- und Vogelschutzes haben sich in den letzten
Jahrzehnten verlagert. Anstelle der Wald-, Gebüsch- und Trockenrasenformationen
rücken heute FeuchtIandbiotoe in den
Mittelpunkt der Schutzanstrengungen: Die Erkenntnis setzt sich durch,
daß deren Bewohner zu den gefährdetsten Elementen unserer Pflanzen-
und Tierwelt gehören.
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Hydrologische Untersuchungen für den Rubbenbruchsee
(1977)
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Gerhard Keller
- Bei Osnabrück glazial übertiefter tertiärer geologischer Graben. Im
oberen Teil mit pleistozäner Sand- oder Kiesfüllung. Örtlichkeit für einen Stau- oder
Grundwassersee? Niederschlags- und Verdunstungsverhältnisse. Oberirdischer Abfluß.
Grundwasserspiegelpläne für maximale Grundwasserstände. Bedeutung des unterirdischen
Abflusses. Geologisch-hydrologische Voraussetzungen ließen nur Grundwassersee,
den heutigen Rubbenbruchsee, zu.
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Fossile Libellen - biologisch betrachtet
(1977)
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Heinz Malz
Heinz Schröder
- Fossile Libellen sind eine echte paläontoloqlscheRarität. Wenn man
außerdem noch von ihnen erwartet, daß sie besonders gut erhalten
sind, dann werden sie zu wahren wissenschaftlichen Kostbarkeiten.
Sowohl der Paläontologe als auch der Zoologe sind deshalb
gleichermaßen angetan von dem einzigartigen Fossilmaterial (Abb. 1),
das sich durch viele Seitenblicke auf die Formenvielfalt rezenter
Libellen, ihre Morphologie, ihre Lebensweise, kurzum ihre gesamte
Biologie, wieder "zu neuem Leben erwecken" läßt.
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Dritter Beitrag zur Schmetterlingsfauna von Bramsche und Umgebung
(1977)
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Heinrich Kunz
- Mit meinen bisherigen Veröffentlichungen (1965 und 1970) wollte ich ein Bild der Lokalfauna der Osnabrücker Umgebung geben sowie über deren Veränderungen in den letzten Jahren berichten. Meine Angaben sollten einen Vergleich mit den Ergebnissen früherer Sammler bringen und die Faunenveränderung zeigen.
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Die Vogelwelt des "Altkreises" Osnabrück - eine Darstellung in tabellarischer Form
(1977)
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Friedhelm Ringe
- Die hier in tabellarischer Form vorgelegte "Kurzavifauna" des Kreises Osnabrück
umfaßt den Zeitraum von etwa 1870 bis 30. Juni 1976. Die Verhältnisse der Jahre seit
1950 sind dabei besonders berücksichtigt.
Bislang ließen sich 225 Vogelarten nachweisen. 104 von ihnen zählen zu den regelmäßigen,
23 zu den unregelmäßigen bzw. ehemaligen, 7 zu den unsicheren Brutvögeln.
91 Species sind ausschließlich Gastvögel.
Alle Arten werden nach Status und Häufigkeitsgrad klassifiziert. Von den regelmäßigen
Brutvögeln haben 7 (ca. 7 %) im Berichtszeitraum zugenommen, 29 (ca. 28 %)
haben abgenommen.
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Die Geologie in Niedersachsen und ihre Bedeutung für die Gesellschaft
(1977)
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Gerd Lüttig
- Die mit der Begrenztheit des Naturraumpotentials einhergehenden Zwänge (Rohstoff-,
Energieträger-, Wasser-, lokale Nahrungsmittelverknappung, Deponieprobleme) haben
zu einer Umorientierung von Teilen der geowissenschaftlichen Forschung geführt. Die
prospektive Geologie betreibt vorausschauende Umweltforschung für die Daseinsvorsorge.
In Ländern, die wie Niedersachsen trotz des relativen Reichtums an Bodenschätzen
wegen der Vielgestaltigkeit und Kompliziertheit ohne Heranziehung entsprechenden
Sachverstandes nicht planerisch angemessen geordnet werden
können, muß die Geologie (im weiteren Sinne) ihren Platz in der Gesellschaft neu,
und zwar weiter vorn als bisher, definieren. Das gilt sowohl für die Planung der akademischen
Ausbildung und Forschung als auch für die politische Umsetzung wissenschaftlicher
Erkenntnisse. Denn der Wert der Gesellschaftspolitik wird in Zukunft
wesentlich durch naturraum- und rohstoffgerechte Wirtschaftspolitik geprägt, das heißt
von der geowissenschaftlichen Forschung und ihrer Anwendung entscheidend beeinflußt.
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Das Lechtegor. Vegetationsentwicklung eines Sees nach Umgestaltung der Landschaft im südlichen Emsland
(1977)
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Heinrich E. Weber
- Die Vegetationsverhältnisse des Lechtegors, eines meso- bis schwach
eutrophen Sees 7 km südlich von Haselünne im Landkreis Lingen, werden behandelt.
Der einstmals natürliche Zustand ist nach Flurbereinigungsmaßnahmen seit etwa 10
Jahren in starker Umwandlung begriffen: Durch Absenkung des Grundwassers sind
der nasse Bruchwald und Weidengürtel sowie Teile des Röhrichts trockengefallen.
Nach Ausbau eines in den See geleiteten Vorfluters trat eine zunehmende Hypertrophierung
ein, die inzwischen zur Bildung einer mächtigen Faulschlammschicht geführt
hat, durch die die freie Wassertiefe von einst wohl fast 20 m auf nur 2 bis 2,5 m
eingeengt wurde. Einige Pflanzen und Pflanzengesellschaften sind infolge dieser Entwicklung
ausgestorben, bei anderen haben sich charakteristische Umwandlungen
ergeben, die im einzelnen dargestellt werden. Insgesamt zeigt das Lechtegor eine
klar gegliederte Verlandungsserie über Schwimmblattgesellschaften (Potameto-Nupharetum),
Schilfröhricht (Phragmitetum), Großseggenrieder (vor allem Caricetum
acutiformis), Weidengürtel (Salicetum pentandro-cinereae) und Erlenbruch (Carici
elongatae-Alnetum), der 'den Anschluß an die umgebende potentiell natürliche
Querco-Betuletum-Landschaft bildet. - Vorschläge zur Sanierung und zum Naturschutz
des auch in faunistischer Sicht erhaltungswürdigen Sees werden diskutiert.