Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte
5 search hits
- 117
-
Der Wormser Bischof Johann von Dalberg (1482 - 1503) und seine Zeit
(2005)
- Vom 19. bis 20.9.2003 fand in Worms eine vom Stadtarchiv und der Domgemeinde St. Peter organisierte wissenschaftliche Tagung aus Anlass des 500. Todestages des Bischofs Johann von Dalberg (1482–1503) statt, bei der Referenten ganz unterschiedlicher Richtungen das Leben, das Wirken und die Zeitumstände in den Jahren um 1500 am Mittelrhein und vor allem in der Bischofsstadt Worms und ihrem Umland beleuchtet haben. Die Tagung stieß auf starkes Interesse, wurde doch mit Johann von Dalberg eine bedeutende, facettenreiche Persönlichkeit näher betrachtet, die in einer für die Stadt und die Region außerordentlich wichtigen und ereignisreichen Zeit wirkte und dessen Leben zahlreiche, bis heute greifbare Spuren in Worms und seinem Umland hinterlassen hat. Dankenswerterweise waren die Referenten bereit, ihre Beiträge für einen Sammelband zur Verfügung zu stellen, den wir hiermit der Öffentlichkeit vorlegen. Selbstverständlich können die Beiträge nur ausgewählte Aspekte beleuchten und bei weitem kein umfassendes Bild der Person, ihrer Verflechtungen und Verbindungen sowie der Zeit um 1500 für Stadt und Bistum Worms bieten. Allerdings zeigt sich in den Beiträgen ein weites Spektrum der Beschäftigung mit dem Bischof und seiner Zeit, neue Sichtweisen und Fragestellungen der jüngeren Forschung lassen sich ausmachen, Wege für die weitere Beschäftigung werden aufgezeigt. Wert gelegt wurde auf eine gute Bebilderung des Bandes; seiner verbesserten Nutzbarkeit soll das beigegebene Orts- und Personenregister dienen. Inhaltsverzeichnis Vorwort S. V Burkard KEILMANN, Johann von Dalberg und das Bistum Worms S.1 Gerold BÖNNEN, Zwischen Konflikt und Zusammenleben: Bischof Johann von Dalberg und die Stadt Worms S.41 Peter WALTER, „Inter nostrae tempestatis Pontifices facile doctissimus“. Der Wormser Bischof Johannes von Dalberg und der Humanismus S. 89 Joachim KEMPER, Die Wormser Klosterlandschaft in der Zeit des Johann von Dalberg S. 153 Rüdiger FUCHS, Zu Inschriften des Bistums Worms zur Zeit Bischof Johanns von Dalberg S. 169 Winfried WILHELMY, Zwischen Krummstab und Schnabelschuh. Kunstpolitik und Stiftungswesen an Rhein und Main im Zeitalter Johanns von Dalberg S. 187 Hanns HUBACH, Johann von Dalberg und das naturalistische Astwerk in der zeitgenössischen Skulptur in Worms, Heidelberg und Ladenburg S. 207 Register S. 233
- 79
-
Bonifatius ac socii eius : eine sozialgeschichtliche Untersuchung des Winfrid-Bonifatius und seines Umfeldes
(1996)
-
Stefan Schipperges
- 64
-
Das Mainzer Domkapitel im späten Mittelalter : (1306 - 1476)
(1990)
-
Michael Hollmann
- 48
-
Geschichte des Bistums Limburg
(1983)
-
Klaus Schatz
- Die Geschichte der Diözese Limburg gliedert sich deutlich in 4 Epochen. Die ersten 40 Jahre (1827-1866), zu denen man aber wohl noch das Vierteljahrhundert Vorgeschichte zwischen Säkularisation und Errichtung der Bistümer der Oberrheinischen Kirchenprovinz (1803-1827) hinzurechnen müßte, bilden die nassauische Zeit. Es ist die Zeit, da Limburg Landesbistum des Herzogtums Nassau (und der Freien Stadt Frankfurt) ist. Das kirchliche Hauptthema dieser Zeit ist das Verhältnis zum nassauischen Staatskirchentum in seiner Spannung zwischen relativem Sich-Abfinden, bzw. Bemühen um einen einigermaßen erträglichen Modus vivendi einerseits (so in der Vikariatszeit unter Beck und Corden und dann unter den ersten beiden Limburger Bischöfen) und dem Kampf um die Befreiung aus diesen Fesseln anderseits, wie er in zunehmendem Maße seit den 40er und 50er Jahren unter Bischof Blum geführt wird, ohne jedoch noch in nassauischer Zeit zum vollen Erfolg zu führen. Der „Friede" von 1861 bringt nicht den entscheidenden Durchbruch. Dieser ist vielmehr der preußischen Zeit vorbehalten, die 1866 durch das Ende des Herzogtums Nassau und seine Eingliederung zusammen mit Hessen-Kassel und der Freien Stadt Frankfurt in die preußische Provinz Hessen-Nassau einsetzt. Für die Diözese Limburg bedeutet die preußische Zeit in erster Linie das Ende der kirchenpolitischen Sonderentwicklung und die Eingliederung in das größere Ganze des Hauptstroms des deutschen Katholizismus. Eine dritte Zäsur ist nach dem Ersten Weltkrieg anzusetzen. Sie ist einmal durch das Stichwort „Wende zur Großstadt" bezeichnet: in der bisher ganz überwiegend agrarischen Diözese gewinnt der Frankfurter (und Wiesbadener) Katholizismus ein neues Gewicht, ja entwickelt sich langsam zum eigentlichen Schwerpunkt der Diözese. Durch neue geistige Zentren (in erster Linie der Dessauer-Kreis um die Rhein-Mainische Volkszeitung und die Philosophisch-Theologische Hochschule St. Georgen) wird die Diözese stärker in die geistigen Auseinandersetzungen des deutschen Katholizismus einbezogen, von denen sie bisher im Vergleich zu anderen Bistümern relativ wenig berührt war. Einen weiteren Einschnitt bildet selbstverständlich der 2. Weltkrieg und dann innerkirchlich das 2. Vatikanum. Diese Darstellung beansprucht nicht, alle Aspekte des kirchlichen Lebens der Diözese gleichmäßig und vollständig zu behandeln. Eine solche Bistumsgeschichte, wie sie etwa von Hagen für Rottenburg vorliegt, wäre ein Lebenswerk. Die vorliegende Arbeit setzt bestimmte Schwerpunkte, die ausführlicher behandelt werden, weil sie bisher noch nicht historiographisch angegangen worden sind oder weil sich aus dem untersuchten Material wesentliche Korrekturen oder Ergänzungen bisheriger Darstellungen ergaben. Jedoch möchte die Darstellung alle wesentlichen Entwicklungen wenigstens berühren, so daß sie bei aller Ergänzungsmöglichkeit durch spätere Detailforschungen einen Überblick über die Geschichte der Diözese Limburg bietet. Wer bisher nach einem solchen suchte, mußte auf die 1908 erschienene Bistumsgeschichte von Höhler zurückgreifen. Bei allem Wert, den diese noch heute hat, ist sie jedoch einseitig auf die Bistumsleitung fixiert und außerdem in Gesamttendenz, Auswahl und Wertung einer Sicht verhaftet, für die das ultramontane Bischofsideal des dritten Limburger Bischofs Blum den absoluten Höhepunkt darstellt. Auf ihn laufen bei Höhler alle Linien hin; an ihm wird alles Frühere und Spätere gemessen. Das ist bei aller Anerkennung, die der Historiker der Leistung und religiösen Bedeutung dieses Bischofs zollen muß, doch sowohl den ersten Anfängen gegenüber ungerecht wie späteren Zeiten gegenüber problematisch, die dann einen Spiegel vorgehalten bekommen, dem sie weder gerecht werden können noch dürfen. In erster Linie herangezogen wurden die Bestände des Limburger Diözesanarchivs (DAL) und des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden (HHStAW). Für einzelne Zeitabschnitte wurden noch andere Archive konsultiert: für die Vorgeschichte der ehemals Mainzischen Teile des Bistums die Protokolle des Aschaffenburger Generalvikariats im Bischöflichen Ordinariatsarchiv Würzburg (BOAW); für den „Nassauischen Kirchenstreit" (1553-1861) die Wiener und Münchner Nuntiaturakten sowie die Akten der Kongregation für die außerordentlichen Kirchlichen Angelegenheiten, beide im Vatikanischen Archiv (ASV); für die Zeit des Dritten Reiches die Gestapo-Berichte, soweit sie im Koblenzer Bundesarchiv erhalten sind, der Nachlaß Boklers im Bonner „Institut für Zeitgeschichte" (NWB) und das Frankfurter Domarchiv. Zur Vermeidung von möglichen Mißverständnissen sei hier eine begriffliche Klärung vorangeschickt. Wir verwenden die Ausdrücke „Aufklärung“ und ,,Ultramontanismus", bzw. die entsprechenden Adjektive in dem historisch deskriptiven Sinne, den sie seit geraumer Zeit in der Forschung haben. Weder eine negative Wertung noch eine begriffliche Fassung im Sinne der theologischen Systematik ist mit diesen Bezeichnungen verbunden. Mit der kirchlichen „Aufklärung“ ist ganz allgemein eine kirchliche Richtung gemeint, die sich stärker bemüht, die durch die rationale Kritik an der kirchlichen Überlieferung aufgeworfenen Probleme positiv aufzugreifen; sie betont die zentrale Rolle der Heiligen Schrift, die Wortverkündigung, das Lehrhafte, und ist durchweg skeptisch gegenüber der bunten und alle Sinne ansprechenden Fülle der Barockfrömmigkeit. Geschichtlich neigt sie dazu, auf die alte Tradition zurückzugreifen und vor allem die nachtridentinische, aber auch die mittelalterliche Epoche zu relativieren. - Ähnliches gilt für den Begriff „Ultramontanismus". Er ist in der heutigen Forschung kein Schimpfwort mehr, sondern historische Bezeichnung für jene kirchliche Richtung, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts die Oberhand gewinnt und bei der sich folgende Elemente verbinden: Kampf gegen das Staatskirchentum; betonte Anlehnung an Rom; gleichzeitig ausgeprägte Volksverbundenheit; schließlich Wiederherstellung der durch die Aufklärung zurückgedrängten, jedoch nach wie vor „volkstümlichen'' kirchlichen Formen der früheren Zeit (vor allem Orden, Volksmissionen, Wallfahrten, Prozessionen, marianische Frömmigkeit etc.). Bei aller Differenzierung im einzelnen kann nicht bestritten werden, daß diesen Begriffen Realität innewohnt, freilich nicht im Sinne von theologisch-philosophischen Systembegriffen, sondern im Sinne von jeweils unterschiedlichen historischen Optionen. Drei Themen sind in der Form von Exkursen am Schluß angefügt. Es ist der nassauische Kirchenstreit (1853-1861), der relativ kürzere Exkurs über den Modernismus-Vorwurf gegen die Rhein-Mainische Volkszeitung 1926 und der Kampf um die katholische Jugend im Dritten Reich. Es sind Themen, die durch die notwendige Breite ihrer Darstellung den Gesamtrahmen sprengen würden. Dennoch ist die Form von Exkursen kein Hinweis auf mindere Bedeutung für den Leser. Denn besonders diese Beiträge enthalten wesentliche neue Ergebnisse über das bisher Bekannte hinaus. Und gerade das letztgenannte Thema dürfte sich, nicht zuletzt für damals Mitbeteiligte, größten Interesses erfreuen. Über die von den Beteiligten erlebten Geschehnisse hinaus enthält es zudem die Darstellung wichtiger Hintergründe und Überlegungen hinter den Kulissen.
- 21
-
Liberal und integral : der Briefwechsel zwischen Franz Xaver Kraus und Anton Stöck ; mit zwei Bildnissen, Erläuterungen und einer Stammtafel
(1974)
-
Franz Xaver Kraus
Anton Stöck