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Geblümte Rede als Konvention?
(2006)
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Jens Haustein
- [Jens Haustein möchte sich im Folgenden auf das], was man ‚Geblümten Stil’ im engeren Sinne nennen könnte [konzentrieren], (...) also auf den erkennbar gehäuften Einsatz von sogenannten Verschiebungstropen wie Metapher, Vergleich, Metonymie bis hin zur Katachrese, die sich ja häufig mit Genitivkonstruktionen oder andren Auffälligkeiten der Syntax verbinden. (...) Die geblümten Minnereden, die (...) provokativ gegen die Regel der „thematisch-stilistischen Einförmigkeit“ verstoßen, sind auf Grund ihrer sprachlichen Gestalt wie auch ihres intertextuell dichten Zusammenhangs stets als Sondergruppe beschrieben worden. Dabei ist aber vielleicht nicht genügend betont worden, daß sie einen im 14. Jahrhundert doch konventionalisierten und ja keineswegs der Gattung Minnerede vorbehaltenen Gedanken ins Bild setzen, den der Allgegenwart der Minne, der anderswo in dieser Gattung diskursiv entfaltet wird.
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Schwesterrache – Ilias – Ossian
(2006)
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Volker Mertens
- Die Wiederentdeckung in der Mitte des 18. Jahrhunderts und die zunächst höchst bescheidenen Wirkungsgeschichte vollziehen sich in einer europäisch bestimmten heldenepischen Arena, deren Koordinaten von Vergil und dann Homer einerseits und den nordischen Dichtern mit dem Paradigma Ossian andererseits gebildet werden.(...) [Volker Mertens bezieht sich] auf das 18. Jahrhundert. (...) [Er zeichnet] die Entwicklung des epischen Feldes in Bezug auf das ‚Nibelungenlied’ nach und entwickel[t] am Schluss Perspektiven auf den mittelhochdeutschen Text in der epischen Arena um 1200.
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Frau Âventiure klopft an die Tür
(2006)
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Volker Mertens
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Zum Status von "Grundbegriffen" in Max Webers Werk
(2006)
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Klaus Lichtblau
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Qualitätssicherung und eLearning : Implementierungsansätze für die Hochschule
(2006)
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Claudia Bremer
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Crusader State – Defekte Demokratie? : Export und Zustand der US-Demokratie in der Ära George W. Bush
(2006)
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Jochen Hils
Jürgen Wilzewski
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Missionary Foreign Policy? : Demokratie und gewaltsamer Demokratieexport der USA aus der Sicht der liberalen Theorie der Internationalen Beziehungen
(2006)
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Jochen Hils
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Oper als symbolische Kommunikation : höfisches Musiktheater im ethnologischen Blick
(2006)
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Sebastian Werr
- Hier soll anhand einiger Beispiele aus der Geschichte der Münchner Hofoper der 1680er Jahre während der Regentschaft von Kurfürst Max Emanuel ein Perspektivwechsel vorgeschlagen werden. Dieser soll dazu dienen, der Anregung des Kulturhistorikers Peter Burke nachzukommen, dass man weniger versuchen solle, herauszufinden, "wie etwas wirklich war", sondern wie etwas die Zeitgenossen interpretiert haben. Einbezogen werden soll dabei eine Praxis des Fremdmachens, die sich in den letzten Jahren in zahlreichen Disziplinen bewährt hat und die oft als >ethnologischer Blick< bezeichnet wird.
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Pieces of the be perfect in German and older English
(2006)
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Thomas McFadden
Artemis Alexiadou
- This paper examines the development of periphrastic constructions involving auxiliary "have" and "be" with a past participle in the history of English, on the basis of parsed electronic corpora. It is argued that the two constructions represented distinct syntactic and semantic structures: while the one with have developed into a true perfect in the course of Middle English, the one with be remained a stative resultative throughout its history. In this way, it is explained why the be construction was rarely or never used in a number of contexts, including past counterfactuals, iteratives, duratives, certain kinds of infinitives and various other utterance types that cannot be characterized as perfects of result. When the construction with have became a true perfect, it was used in such contexts, regardless of the identity of the main verb, leading to the appearance of have with verbs like come which had previously only taken be. Crucially, however, have was not spreading at the expense of be, as the be perfect had never been used in such contexts, but rather at the expense of the old simple past. At least until the end of the Early Modern English period, the shift in the relative frequency of have and be perfects is to be explained in terms of the expansion of the former into new contexts, while the latter remained stable. A formal analysis is proposed, taking as its starting point a comparison with German which shows that the older English be perfect indeed behaves more like the German stative passive than its haben and sein perfects.
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Areallinguistik, Sprachgeographie, Sprachbundtheorie, Kontaktlinguistik, interkulturelle Linguistik : zur Untersuchung transkultureller Kontakträume
(2006)
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Csaba Földes
- Der traditionsreiche Kultur-, Kontakt- und Integrationsraum Schlesien stellt eine Region im Überlappungs- und Durchdringungsbereich von Kulturen, Religionen, Sprachen und Nationen dar, wo sich im historischen Verlauf eine spezielle Sensibilität für Probleme und Chancen kultureller und sprachlicher Pluralität sowie für die Geschichtlichkeit und Dynamik multikultureller Zusammenhänge entwickeln konnte. Daher verkörpert er ein besonders wertvolles Erinnerungsgut (vgl. zur Thematik Engel/Honsza 2001 und Lasatowicz 2004). Solche Regionen werden nun mit Blick auf ihre Ressourcen des multikulturellen Gedächtnisses im Zuge von gesamteuropäischen Prozessen – auch im Sinne einer neuen „mentalen Welt“ – zunehmend aufgewertet. Die kulturelle und sprachliche Situation, einschließlich der Sprach gebrauchsstrukturen, ist in derartigen multi-ethnischen Arealen im Spannungsfeld von mehreren Sprachen, Kulturen und Identitäten naturgemäß äußerst vielschichtig. Entsprechend dieser komplexen sprachkommunikativen Realität in Mehrsprachigkeits-Kulturen setzt ihre wissenschaftlich adäquate Erfassung, Beschreibung und Explizierung ein mehrperspektivisches multi-, inter- und transdisziplinäres Herangehen voraus. Denn die Bearbeitung der entsprechend weiten Fragestellungen erfordert einen relevanten Betrachtungsrahmen und eine angepasste Methodologie, die sowohl dem komplexen Gegenstand als auch den Erkenntnisinteressen der Praxis gerecht werden. Müssen doch die Linguisten mit der mannigfaltigen sprachkommunikativen Realität mindestens (a) systemorientiert, (b) soziologisch und (c) „technologisch“ umgehen und sie entsprechend reflektieren können. Da aber die Gesamtthematik – wie sie auch im Titel der Tagung zum Ausdruck kommt – einen etwas sperrigen Gegenstand bildet, konzentriert sich der vorliegende Beitrag lediglich auf einen besonders wichtigen Aspekt. Mithin lautet die erkenntnisleitende Forschungsfrage: Wie kann man inter- bzw. transkulturelle,4 bi- bzw. multilinguale Kommunikationsräume im Kontakt der Kulturen mit den für sie charakteristischen zweisprachigen Diskursmodi (die oft durch verschiedene Ausprägungen von Hybridität gekennzeichnet sind) in disziplinärer Hinsicht sinnvoll analysieren? Also in welchem generellen Verstehensrahmen bzw. unter welchem "Blickwinkel", im Kompetenzbereich welcher linguistischen Teildisziplin, mit welcher Methodologie lassen sich die im Blickpunkt stehenden sprachkommunikativen Konstellationen, bilingualen Sprechhandlungen und entsprechenden Kontakt-, Interaktions-, Überblendungs- und Konvergenzphänomene sachangemessen untersuchen und heuristisch interpretieren? Solche Fragen erlangen m.E. angesichts der aktuellen Fachentwicklung der Sprachwissenschaft zunehmend Relevanz. War doch im Rahmen der kartesischen Sicht noch eine Einheit von Rationalität und Wissenschaft gegeben, ist spätestens seit Thomas Kuhn (1996) klar geworden, dass man es heute mit einem Nach- und Nebeneinander verschiedener (z.T. sogar inkommensurabler) „Paradigmen“ (Kuhn 1996), „Denkstile“ (vgl. Fleck 2002), „disziplinärer Matrizes“ (Kuhn 1977, 392 f.) oder Wissenschaftskulturen als diskursive Terrains zu tun hat.