Master's Thesis
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Euklidische Zerlegungen nicht-kompakter hyperbolischer Mannigfaltigkeiten mit endlichem Volumen
(1998)
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Sascha Georg Lukac
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Lionel Jospin : der französische Tony Blair?
(1998)
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Christian Schröppel
- Die Wahlerfolge Tony Blairs in Großbritannien und Lionel Jospins in Frankreich, die sich innerhalb weniger Wochen im Frühsommer 1997 ereignet haben, gaben der Sozialdemokratie nicht nur in diesen Ländern, sondern in ganz Europa neuen Auftrieb. Im September 1998 konnte auch die deutsche Sozialdemokratie die Wahlen für sich entscheiden. Diese Eregnisse scheinen die These vom „Ende des sozialdemokratischen Jahrhunderts“ (Dahrendorf) widerlegt zu haben. Zugleich haben sie Diskussionen darüber ausgelöst, welche Möglichkeiten eine sozialdemokratische Politik an der Wende zu einem neuen Jahrtausend hat und welche Strategien für sozialdemokratische Parteien auch in anderen Ländern erfolgreich sein können. Insbesondere in Deutschland werden Jospin und Blair als Träger völlig unterschiedlicher, ja gegensätzlicher Trends oder Modelle der Sozialdemokratie gesehen........ Die vorliegende Arbeit konzentriert sich deshalb auf die programmatischen Ziele beider Politiker und auf die von ihnen angestrebten organisatorischen Reformen der Labour Party bzw. der Parti socialiste. Die tatsächliche Politik Tony Blairs und Lionel Jospins wurde hingegen nicht in die Untersuchung einbezogen, da sie – insbesondere im Falle Jospins – noch stärker als die von den Politikern vertretenen Positionen eine Folge unterschiedlicher politischer Kräfte darstellt. Wie noch zu zeigen sein wird, besitzt Jospin 1997, als er zum Premierminister gewählt wird, nicht mehr die Macht, seine Vorstellungen ohne größere Zugeständnisse an andere Strömungen in der Partei umzusetzen. Dies macht es praktisch unmöglich, zu unterscheiden, wann Jospin seine persönliche Auffassung darlegt, wann er als Parteivorsitzender die als Kompromiß zwischen verschiedenen Strömungen entstandene Position vertritt und wann er als Regierungschef eine Meinung vertritt, die innerhalb der gesamten Regierungskoalition abgestimmt ist und gegebenenfalls die Positionen verschiedener gesellschaftlicher Kräfte und sozialer Bewegungen in Rechnung stellen muß. Die von Jospin als Premierminister betriebene Politik ist daher nicht Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt auf der Rolle, die Tony Blair und Lionel Jospin bei der Entwicklung der Labour Party bzw. der Parti socialiste in den neunziger Jahren spielen. Wie gezeigt werden wird, vertritt Jospin jedoch bis 1993 noch eine Position, die derjenigen Blairs in vielen Punkten direkt entgegengesetzt ist. Ab 1996 wiederum gerät Jospin unter so starken Druck oppositioneller Strömungen in der Parti socialiste, daß er – aus taktischen Gründen – Positionen vertritt, die sich oft stark von denjenigen Blairs unterscheiden. Blair hingegen hat bei seinem Wahlsieg 1997 seine innerparteiliche Position so stark gefestigt, daß seine Politik noch wesentlich marktwirtschaftlicher orientiert ist als viele der von ihm zuvor vertretenen Positionen erwarten ließen. Im Mittelpunkt des Vergleichs steht daher bei Jospin der Zeitraum von 1993 bis 1995, bei Tony Blair der Zeitraum von seiner Wahl zum Parteivorsitzenden 1994 bis zum Jahr 1996, in dem er den Begriff der „stakeholder society“, der später näher behandelt wird, immer stärker in den Hintergrund treten läßt. Dieser Zeitraum wird in der vorliegenden Arbeit auch als die „StakeholderPhase“ Blairs bezeichnet.....
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Messungen des CO- und H2-Mischungsverhältnisses im Winter 1996/97 : eine Untersuchung zur Charakterisierung der zeitlichen Variabilität der luftchemischen Bedingungen am Taunus-Observatorium
(1998)
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Thomas Wetter
- Das 1913 auf dem Gipfel des Kleinen Feldbergs gegründete Taunus-Observatorium (T.O.) ist eine Einrichtung der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Es dient dem Institut für Meteorologie und Geophysik als Forschungsstätte für kontinuierliche Messungen und als Standort für Meßkampagnen in Zusammenarbeit mit anderen Instituten, wie z. B. beim The Kleiner Feldberg Cloud Experiment 1990 [Fuzzi, 1995]. Darüber hinaus wird das Observatorium mit seinen Einrichtungen immer wieder für Messungen im Rahmen von Diplom- und Doktorarbeiten genutzt. Primäres Ziel dieser Diplomarbeit war eine Charakterisierung der zeitlichen Variabilität der luftchemischen Bedingungen am Taunus-Observatorium in Abhängigkeit von Wetter und Witterung. In der Zeit vom 13. Dezember 1996 bis zum 26. März 1997 wurden am Taunus- Observatorium auf dem Kleinen Feldberg mit Hilfe eines gaschromatographischen Analyseverfahrens die Spurengase Kohlenmonoxid und molekularer Wasserstoff gemessen, um die zeitliche Variabilität der luftchemischen Bedingungen am Taunus-Observatorium in Abhängigkeit von Wetter und Witterung zu untersuchen. Beider Meßreihe am Taunus-Observatorium zeigte sich, daß die zeitlichen Variationen der langlebigen Spurengase CO und H2 über Tage und Wochen maßgeblich durch den Ferntransport von Luftmassen und die jeweilige Großwetterlage bestimmt werden. Mit Hilfe von Trajektorienanalysen konnte gezeigt werden, daß die Messungen stark von Herkunft und Zugweg der jeweiligen Luftmassen abhängen. Deutliche Änderungen der mittleren CO- und H2-Mischungsverhältnisse wurden bei Luftmassenänderungen beobachtet, wie z. B. eine markante Abnahme von Kohlenmonoxid und molekularem Wasserstoff nach dem Durchgang von Kalt- oder Warmfronten. Extreme Unterschiede der gemessenen Spurengaskonzentrationen konnten auch bei verschiedenen winterlichen Inversionswetterlagen registriert werden. Befand sich das Taunus-Observatorium unterhalb einer Temperaturinversion in der bodennahen Grenzschicht, wurden ungewöhnlich hohe CO- und H2-Mischungsverhältnisse gemessen; war der Kleine Feldberg dagegen über der Inversion innerhalb der freien Atmosphäre, wurden wiederholtdie atmosphärischen Hintergrundkonzentrationen von Kohlenmonoxid und molekularem Wasserstoff beobachtet. Auch durch lokale und regionale Effekte konnten in Abhängigkeit von der lokalen Windrichtung starke zeitliche Variationen der luftchemischen Bedingungen beobachtet werden. Durch die Orographie bedingt Verursachen kleine Änderungen der lokalen Windrichtung drastische Veränderungen in den gemessenen Spurengaskonzentrationen. So trennt z. B. der Taunuskamm die durch regionale Quellen im Großraum Frankfurt belastete Luft im Vordertaunus von der weniger verschmutzter Luft im ländlichen Hintertaunus. Darüber hinaus kann durch die Kanalisierung des Windes in verschiedenen Tälern oder an den Flanken des Taunuskammskontaminierte Luft aus den Niederungen herangeführt werden. Die hohe Variabilität der gemessenen Mischungsverhältnisse in Abhängigkeit von Meteorologie und Orographie dominiert den Tagesverlauf der CO- und H2-Messungen. Daher war eine Untersuchung von anthropogenen Tages- und Wochengängen oder sogar jahreszeitlicher Variationen der langlebigen Spurengase CO und H2 am Taunus-Observatorium nicht möglich. Zusätzlich zu den Messungen am Taunus-Observatorium wurde mit der in dieser Arbeit vorbereiteten Analytik das Mischungsverhältnis von molekularem Wasserstoff in stratosphärischen Luftproben von drei verschiedenen Ballonflügen gemessen, entsprechende H2-Vertikalprofile erstellt und die Ergebnisse der Messungen mit Modellrechnungen verglichen.
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Gitterreduktion, elementare Algorithmen und Faktorisierung ganzer Zahlen
(1998)
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Gerold Jäger
- Gitter sind diskrete, additive Untergruppen des IRm, ein linear unabhängiges Erzeugendensystem eines Gitters heißt Gitterbasis. Die Anzahl der Basisvektoren eines Gitters ist eindeutig bestimmt und heißt Rang des Gitters. Zu jedem Gitter vom Rang n gibt es mehrere Gitterbasen, die man alle erhält, indem man eine Basismatrix B = [b1, · · · , bn] von rechts mit allen Matrizen aus der Gruppe GLn(ZZ) multipliziert. Eine wichtige Fragestellung der Gittertheorie ist es, zu einem gegebenen Gitter einen kürzesten, vom Nullvektor verschiedenen Gittervektor zu finden. Dieses Problem heißt das kürzeste Gittervektorproblem . Ein dazu verwandtes Problem ist das "nächste Gittervektorproblem", das zu einem beliebigen Vektor x aus IRm einen Gittervektor sucht, dessen Abstand zu x minimal ist. Aus dem "kürzesten Gittervektorproblem" entwickelte sich die Gitterbasenreduktion, deren Ziel es ist, eine gegebene Gitterbasis in eine Gitterbasis zu transformieren, deren Vektoren bzgl. der Euklidischen Norm kurz und möglichst orthogonal zueinander sind. Wichtig für die Güte einer Reduktion ist der Begriff der sukzessiven Minima ¸1(L), · · · , ¸n(L) eines Gitters L. Dabei ist ¸i(L) die kleinste reelle Zahl r > 0, für die es i linear unabhängige Vektoren cj 2 L gibt mit kcjk · r für j = 1, · · · , i. Man versucht, für ein Gitter L eine Gitterbasis b1, · · · , bn zu finden, bei der die Größe kbik / ¸i(L) für i = 1, · · · , n möglichst klein ist. Für Gitter vom Rang 2 liefert das Gauß'sche Reduktionsverfahren eine Gitterbasis mit kbik = ¸i(L) für i = 1, 2. Eine Verallgemeinerung der Gauß-Reduktion auf Gitter mit beliebigem Rang ist die im Jahre 1982 von Lenstra, Lenstra, Lovasz vorgeschlagene L3-Reduktion einer Gitterbasis, deren Laufzeit polynomiell in der Bitlänge der Eingabe ist. L3-reduzierte Gitterbasen approximieren die sukzessiven Minima bis auf einen (im Rang des Gitters) exponentiellen Faktor. Die vorliegende Arbeit besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil (Kapitel 1-6) wird ein neues Reduktionskonzept von M. Seysen aus der Arbeit "A Measure for the Non-Orthogonality of a Lattice Basis" behandelt und im zweiten Teil (Kapitel 7) ein aktuelles Ergebnis von M. Ajtai über die Faktorisierung ganzer Zahlen aus "The Shortest Vector Problem in L2 is NP-hard for Randomized Reductions"[2]. Seysen führte in [13] zu einer gegebenen Gitterbasis b1, · · · , bn die Größe ¾(A) ein, die nur von den Einträgen der zugehörigen Gram-Matrix A = [b1, · · · , bn]T · [b1, · · · , bn] und der Inversen A 1 abhängt. Sie hat die Eigenschaft, daß für jede Gitterbasis b1, · · · , bn mit Gram-Matrix A gilt, daß ¾(A) ¸ 1, wobei die Gleichheit genau dann gilt, wenn b1, · · · , bn orthogonal ist. Aus dieser Defintion ergibt sich folgender Reduktionsbegriff: Eine Gitterbasis b1, · · · , bn mit Gram-Matrix A heißt genau dann ¿ -reduziert, wenn ¾(A) minimal für alle Basen des Gitters ist. Der wesentliche Unterschied der ¿-Reduktion zur L3-Reduktion ist, daß die Größe ¾(A) unabhängig von der Reihenfolge der Basisvektoren ist, so daß eine ¿ -reduzierte Gitterbasis bei beliebiger Permutation der Basisvektoren ¿ -reduziert bleibt. Die ¿-Reduktion reduziert also im Gegensatz zur L3-Reduktion die Basisvektoren gleichmäßig. Seysen zeigte, daß man zu jedem Gitter vom Rang n eine Gitterbasis mit Gram-Matrix A findet, so daß ¾(A) durch eO((ln n)2) beschränkt ist. Daraus läßt sich ableiten, daß ¿ -reduzierte Gitterbasen eines Gitters vom Rang n die sukzessiven Minima bis auf den Faktor eO((ln n)2) approximieren. Da es sich bei der ¿-Reduktion um einen sehr starken Reduktionsbegriff handelt, für den es schwer ist, einen effizienten Algorithmus zu finden, definiert man folgenden schwächeren Reduktionsbegriff: b1, · · · , bn heißt genau dann ¿2-reduziert, wenn keine Basistransformation der Form bj := bj +k · bi mit 1 · i 6= j · n und k 2 ZZ die Gr¨oße ¾(A) erniedrigt. Für n = 2 entspricht die ¿-Reduktion sowohl der ¿2- Reduktion als auch der Gauß-Reduktion. Für die ¿2-Reduktion findet man einen effizienten Algorithmus. Wendet man diesen Algorithmus auf Rucksackprobleme an, so ergibt sich, daß durch einen Algorithmus, bestehend aus ¿2-Reduktion und anschließender L3-Reduktion, bei großer Dichte und bei kleiner Dimension wesentlich mehr Rucksackprobleme gelöst werden als durch den L3-Algorithmus. Die Faktorisierung großer ganzer Zahlen ist ein fundamentales Problem mit großer kryptographischer Bedeutung. Schnorr stellte in [11] erstmals einen Zusammenhang zwischen Gitterbasenreduktion und Faktorisierung her, indem er das Faktorisieren ganzer Zahlen auf das "nächste Gittervektorproblem in der Eins-Norm" zurückführte. Adleman führte in [1] das Faktorisieren ganzer Zahlen sogar auf das "kürzeste Gittervektorproblem in der Euklidischen Norm" zurück, allerdings unter zahlentheoretischen Annahmen. In [2] stellte Ajtai ein neues Ergebnis vor, in dem er das Faktorisieren ganzer Zahlen auf das "kürzeste Gittervektorproblem in der Euklidischen Norm" ohne zusätzliche Annahmen zurückführte.
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Wahlschemata auf Computernetzwerken
(1998)
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Julia Steinbach
- Durch zunehmende Vernetzung steigt auch das Interesse elektronische Wahlen mit Hilfe kryptographischer Methoden auf Rechnernetzen zu verwirklichen. In der folgendern Arbeit werden Wahlschemata behandelt, deren Ziel es ist, die gesamte Wahl auf einem Rechnernetz durchzuführen. Die Arbeit beschränkt sich auf Wahlen mit zwei Wahlvorschlägen. Auf Wahlen mit drei oder mehr Wahlvorschlägen wird nicht eingegangen. Im ersten Kapitel wird eine Einleitung in die elektronischen Wahlen gegeben. Im zweiten Kapitel wird das verwendete Modell eines Wahlschemas und die Anforderungen, bezüglich der die Wahlschemata untersucht werden, vorgestellt. Im dritten Kapitel werden die kryptographische Methoden für die folgenden Kapitel vorgestellt. Im vierten Kapitel werden zwei Wahlschemata betrachtet, deren Ansatz es ist, die Stimmen mit Hilfe von Schwellenwerten auf mehrere Behörden zu verteilen. Die Sicherheit der Wahlschemata in diesem Kapitel basiert auf dem diskreten Logarithmus. Im fünften Kapitel werden weitere Wahlschemata betrachet, bei denen die Wähler mit Hilfe von Verschlüsselungsmethoden ihre Stimmen an die Behörden senden. Die Sicherheit dieser Schemata basiert auf dem Wurzelziehen modulo einer zusammengesetzten Zahl mit unbekannter Faktorisierung. In diesem Kapitel lernen wir auch das erste quittungsfreie Wahlschema kennen. Im sechsten Kapitel werden Wahlschemata betrachtet, die das Konzept eines Mixes benutzen. Auch in diesem Kapitel lernen wir ein quittungsfreies Wahlschema kennen.
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Möglichkeiten der Aufschließung siedlungssoziologischer Sachverhalte anhand karto- und fotografischen Datenmaterials durch Methoden der objektiven Hermeneutik
(1998)
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Ingo Wienke
- Anhang: A: Luftbild der Stadt Bebra (Ausschnitt). B: Topographische Karte, Legende (Ausschnitt). C: Grothus Stadtplan Bebra (Ausschnitt), Titelblatt, Legende. D: Faltplan Bebra. E: Foto aus Bebra (Aufnahme des Autors). F: "Eskalationen um das syrisch-orthodoxe Gemeindezentrum..." (Ausschnitt). Die Auswahl des Gegenstands dieser Arbeit geht auf eine lange Entwicklungsgeschichte zurück: Ursprüngliche Überlegung, die den Anstoß für die Analyse von Luftbildern und Karten gab, war die Idee, vor der Untersuchung einzelner Bewohner verschiedener Regionen (innerhalb einer geplanten Untersuchung von Deutungsmustern ländlich bzw. großstädtisch geprägter Jugendlicher) zunächst die Wohnumgebung als solche, sozusagen als "sozialökologisches objektives Datum1" zu untersuchen. Bald zeigte sich jedoch, daß der Ansatz in dieser Form nicht durchführbar war bzw. sich langfristig als nicht sinnvoll erwies: 1. Durch den Wechsel eines ursprünglich geplanten Koautors der Arbeit zu einem anderen Thema wurden die Möglichkeiten einer so umfangreichen Untersuchung, als die sich das Vorhaben darstellte, durch den Rahmen der Diplomarbeit stark eingeschränkt. 2. Unmittelbar vor der Anmeldung der Diplomarbeit - und damit bezüglich des Zeitpunkts somit ausschlaggebend - zeigte sich die Verlagerung des zunächst nur als objektives Datum gedachten Datenmaterial in den Mittelpunkt des Interesses. 3. Stellte sich im Verlauf der Arbeit heraus, daß die extensive Auslegung vor allem des Luftbilds weitreichendere Rückschlüsse erlaubt, als sie im anfänglichen Konzept eines "Standortfaktors" für einzelne Einwohner enthalten waren. Letztendlich wurde dieses anfängliche Teilprojekt zu einer eigenen Arbeit, die in der vorliegenden Form das Ziel verfolgt Luftbilder und Karten durch Analysen nach dem Verfahren der objektiven Hermeneutik auf ihre Ergiebigkeit hin zu untersuchen. Auch wenn eine methodische Fragestellung im Mittelpunkt steht, soll es in der Arbeit nicht darum gehen, die Grundlagen der objektiven Hermeneutik in Gänze zu entfalten. Falls innerhalb der Analysen methodische Erklärungen notwendig erscheinen, sollen diese an Ort und Stelle vorgenommen werden. Luftbild und Karte sind in der Stadt- und Siedlungssoziologie trotz der relativ einfachen Verfügbarkeit als eigenständiges Datenmaterial (das explizit in der Darstellung genannt wird) eher selten vertreten. Die genauen Gründe für diese "Abstinenz" in bezug auf diese Datentypen kann man nur ahnen: Die Soziologie beschäftigt sich mit dem Sozialen, "dem Zwischenmenschlichen", während die Geographie vorrangig das materielle Umfeld des Lebens untersucht. Auf diese Unterscheidung will ich hier nicht weiter eingehen, festzuhalten bleibt, daß die hier überzeichnet skizzierte Abgrenzung zwischen den Disziplinen nicht unproblematisch ist. Auch deshalb soll die Betrachtung der Methoden der Luftbild- und Kartenanalyse in der Geographie, wo die Beschäftigung mit diesen Datentypen zum "Alltagsgeschäft" gehört, in einem eigenen Kapitel erfolgen und nicht nur zur "Abgleichung" von Lücken dienen.
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MICO - MICO is CORBA : eine erweiterbare CORBA-Implementierung für Forschung und Ausbildung
(1998)
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Kay Römer
- Um in verschiedenen Anwendungsumgebungen eingesetzt werden zu können, lässt die CORBA-Spezifikation einen weiten Spielraum für Implementierungen. Sollte CORBA in einem speziellen Umfeld eingesetzt werden, so war bisher eine Neu-Implementierung notwendig, da herkämmliche CORBA-Implementierungen nicht oder nur sehr eingeschränkt an spezielle Anwendungsumgebungen anpassbar sind. In dieser Arbeit wurde ein Ansatz für eine erweiterbare CORBA-Implementierung vorgestellt und implementiert.
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Bestimmung der transversalen Expansion in einer Schwerionenreaktion durch die Analyse von Zweiteilchenkorrelationen
(1998)
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Dominik Bernhard Flierl
- In dieser Arbeit wurde die transversale Flußgeschwindigkeit einer Schwerionenreaktion direkt bestimmt. Dazu modifizierte man den herkömmlichen Yano-Koonin-Podgoretskii Formalismus, der zur Bestimmung der longitudinalen Expansion bereits erfolgreich eingesetzt wurde. Die transversale Expansion wurde in verschiedenen kinematischen Bereichen bestimmt. Einzelne Quellabschnitte erreichen Geschwindigkeiten bis zu b = 0.8. Das entspricht den Werten, die man durch indirekte Verfahren für den transversalen Fluß bestimmte. In den Intervallen mittlerer longitudinaler Paarrapidität entspricht die Yano-Koonin-Podgoretskii Rapidität der mittleren Paarrapidität. Dieses Verhalten erwartet man von einer Quelle, die ein boostinvariantes Expansionsverhalten besitzt. Die HBT-Radien, die im Zuge der Analyse der Korrelationsfunktion bestimmt wurden, entsprechen in der Größenordnung denen, die bei der Untersuchung der longitudinalen Expansion bestimmt wurden. Lediglich der Parameter R0 zeigt ein abweichendes Verhalten, indem er für geringere Rapiditäten kleinere Werte annimmt, dieser Parameter ist jedoch mit einem großen Fehler belastet. Die Konsistenz des Formalismus bezüglich verschieden gewählter transversaler Richtungen wurde überprüft. Trotz erheblicher Unterschiede in den transversalen Rapiditätsverteilungen wurden in vier verschiedenen Richtungen vergleichbare Resultate gemessen. Um einen größeren Impulsbereich abzudecken wurden die Messungen in zwei verschiedenen Magnetfeldkonfigurationen durchgeführt, in den Bereichen wo die Parameter der Korrelationsfunktion im beiden bestimmt werden konnten, ergaben sich vergleichbare Werte.
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Messung von Lepton-Paaren aus Meson-Zerfällen in den Hadronenexperimenten NA49 und STAR
(1998)
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Jens Berger
- Die in ultra-relativistischen Schwerionenkollisionen erreichten Dichten und Temperaturen führen möglicherweise zu einem Übergang der hochangeregten Kernmaterie in eine partonische Phase ohne Einschluß der Quarks und Gluonen. Dieser Zustand wird Quark-Gluon- Plasma genannt. Die Existenz dieses Plasmas vor einem Phasenübergang in ein Hadrongas versucht man in einer Reihe von Experimenten unter anderem an den Kernforschungszentren CERN in Genf/Schweiz und Brookhaven National Laboratory (BNL) auf Long Island/USA nachzuweisen. Aufgrund theoretischer Modelle wird erwartet, daß Signaturen eines solchen Zustandes das Verhältnis der Pion- zu Baryonen-Produktion und die Produktion von Teilchen, die Strange-Quarks enthalten, sein könnten. Nach diesen Signalen sucht man im hadronischen Endzustand des Systems. Das Fixed-Target-Experiment NA49 untersucht Blei-Blei Kollisionen bei einer Strahlenergie von 158 GeV/c pro Nukleon. Das Experiment zeichnet sich durch seine große Detektorakzeptanz für geladene Teilchen verbunden mit einer präzisen Impulsmessung aus. Ähnliche Merkmale weist auch das momentan im Aufbau befindliche Collider-Experiment STAR am BNL auf. Hier sollen ab 1999 Kollisionen von Gold Kernen bei Energien von 100 GeV/c pro Nukleon analysiert werden. Die hohe Akzeptanz und die gute Impulsbestimmung der produzierten Teilchen zeichnen die Experimente als hervorragende Meßinstrumente für den hadronischen Endzustand aus. Andere Observablen, von denen man sich Aufschluß über die Reaktionsdynamik einer ultra-relativistischen Schwerionenkollisionen erhofft, sind Vektormesonen, die kurz nach oder sogar noch im Reaktionsvolumen der Kollision in ein Lepton-Paar zerfallen. Der Vorteil hierbei ist, daß die Zerfallsteilchen (Elektronen oder Myonen) mit anderen Teilchen nur elektromagnetisch wechselwirken. Deswegen können sie ohne Wechselwirkung mit den umgebenden Hadronen die Reaktionszone verlassen. Die Wahrscheinlichkeit für den Zerfall in Leptonen ist allerdings 10 exp (-4) mal niedriger als für den in Hadronen. Im NA49-Experiment, das auf die Erfassung des hadronischen Endzustandes optimiert ist, ist es aufgrund des hohen Untergrundes an Hadronen nicht trivial, die Lepton-Paare aus dem Zerfall von Vektormesonen zu selektieren. Das Ziel dieser Arbeit bestand darin, zu untersuchen, wie gut eine Identifikation von Elektronen bzw. Positronen im NA-49-Experiment möglich ist. Es konnte die Effizienz der Selektion von Elektron-Positron-Paaren aus dem Zerfall von Phi-Mesonen abgeschätzt und die Kontamination der Lepton-Kandidaten durch Hadronen ermittelt werden. Danach wurde ein Signal zu Untergrund-Verhältnis für das Signal des Phi-Mesons im Invariante-Masse-Spektrum abgeschätzt. Aus den mit dem NA- Experiment gewonnenen Erkenntnissen konnten Vorschläge zur Optimierung der Messung von Lepton-Paaren aus Vektormesonen im zukünftigen STAR-Experiment gemacht werden.
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Fairer Austausch digitaler Unterschriften
(1998)
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Marc Fischlin
- A und B möchten digitale Unterschriften auf faire Weise austauschen, d.h. A soll genau dann eine Unterschrift von B erhalten, wenn B eine Unterschrift von A erhält. Der triviale Ansatz zum Austausch zweier Unterschriften, daß A seine Unterschrift an B sendet und dann B seine Unterschrift an A schickt, ist nicht fair, da B nach Erhalt der Unterschrift von A das Protokoll vorzeitig beenden oder eine ungültige Unterschrift senden kann. Bei den bekannten praktikablen Protokollen zum fairen Austausch unterteilen die Teilnehmer die Unterschriften in kleine Blöcke aus wenigen Bits und tauschen die Blöcke dann schrittweise aus. Diese Protokolle garantieren einerseits, daß man sofort überprüfen kann, ob ein erhaltener Block korrekt ist. Andererseits geben die bereits ausgetauschten Blöcke so wenig wie möglich über den restlichen Teil der Unterschrift preis. Versucht in diesem Fall ein Teilnehmer zu betrügen, indem er beispielsweise einen falschen Wert sendet, so kann der andere Teilnehmer dies unmittelbar bemerken und stoppen. Da die noch nicht ausgetauschten Blöcke fast nichts über den übrigen Teil der Unterschrift preisgeben, hat der Betrüger höchstens einen Block mehr als der ehrliche Teilnehmer erhalten. Ist die Blockgröße hinreichend klein, kann der ehrliche Teilnehmer den Nachteil durch Raten bzw. Probieren ausgleichen. In dieser Diplomarbeit entwickeln wir Protokolle zum fairen Austausch sogenannter Diskreter- Logarithmus-Unterschriften. Die bekannten praktikablen Protokolle zum Austausch dieses Unterschriftentyps verwenden als Sicherheitsvoraussetzung die Faktorisierungsannahme. Im Unterschied dazu beruht die Sicherheit unseres Austauschprotokolls auf der Diskreten- Logarithmus-Annahme und damit auf der des Unterschriftenverfahrens. Ferner erlauben unsere Protokoll die Herausgabe der Blöcke in beliebiger, auch vom Protokollverlauf abhängiger Reihenfolge, während die Reihenfolge bei den bisherigen Protokollen von vornherein festgelegt ist.