"Müssen", "dürfen", "können", "mögen" : der Umlaut in den Präteritopräsentia als transkategorialer Marker

  • Die deutschen Präteritopräsentia sind, indem alte Perfektformen das heutige Präsens stellen, aus mehreren Gründen als hochgradig irregulär zu betrachten. Hinzu kommt ein bisher nicht geklärter Umlaut bei vier (von heute sieben) dieser Verben: „müssen“, „dürfen“, „können“ und „mögen“. Bisherige Erklärungsversuche werden diesem Problem nicht gerecht: Zwar versuchen sie durchaus, den Umlaut im Präsens zu motivieren, doch vermögen sie es nicht, sein ausschließliches Vorkommen im Plural des Präsens zu erklären. Hier wird für die These argumentiert, dass es sich um einen (verbalen) Pluralumlaut handelt, der insbesondere auch im Nominalbereich gang und gäbe ist und dort zur gleichen Zeit einen massiven Ausbau (Morphologisierung) erfährt. Damit handelt es sich um einen sog. transkategorialen Marker. In deutschen Dialekten haben auch andere Verben zu solchen Pluralumlauten gegriffen.

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Metadaten
Author:Damaris NüblingGND
URN:urn:nbn:de:hebis:30-106893
ISSN:0005-8076
Parent Title (German):Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur
Document Type:Article
Language:German
Date of Publication (online):2011/06/01
Year of first Publication:2009
Publishing Institution:Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
Release Date:2011/06/01
GND Keyword:Umlaut; Diachronie; Kategorialgrammatik
Volume:131
Issue:2
Page Number:13
First Page:207
Last Page:228
HeBIS-PPN:362391114
Institutes:keine Angabe Fachbereich / Extern
Dewey Decimal Classification:4 Sprache / 43 Deutsch, germanische Sprachen allgemein / 430 Germanische Sprachen; Deutsch
Sammlungen:Germanistik / GiNDok
bdsl:02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft (in Auswahl) / BDSL-Klassifikation: 02.00.00 Deutsche Sprachwissenschaft > 02.05.00 Grammatik
Licence (German):License LogoDeutsches Urheberrecht