Schrift in Leben oder Leben in Schrift verwandeln : der (nicht mehr) heilige Text bei Scholem und Benjamin

  • Indem Benjamin die "Umkehr" als zentrales Element herausgreift – also das Verwandeln von Leben in Schrift und nicht von Schrift in Leben -, löst er Kafka aus einer nur auf das Judentum beschränkten Bedeutung und zeigt dessen Relevanz für das Verständnis von Geschichte überhaupt. Die Form des Kafka’schen Werks enthalte "Hinweise auf einen Weltzustand". Insofern tut sich in der Auseinandersetzung zwischen Benjamin und Scholem bezüglich der Frage von Heiligkeit und Schrift etwas Neues auf: Wie wahre Hoffnung nur für die Hoffnungslosen ist, so erscheint das Verständnis echter Heiligkeit als rein theologischer Kategorie durch die Erkenntnis der nicht mehr heiligen Schrift bedingt.

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Metadaten
Author:Alexandra Richter
URN:urn:nbn:de:hebis:30:3-463087
Parent Title (German):Heilige Texte in der Moderne : Lektüren, Praktiken, Adaptionen / Yael Almog ; Caroline Sauter ; Daniel Weidner (Hg.), Interjekte ; 11.2017
Publisher:Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL)
Place of publication:Berlin
Editor:Yael Almog, Caroline Sauter, Daniel Weidner
Document Type:Part of a Book
Language:German
Date of Publication (online):2018/04/12
Year of first Publication:2017
Publishing Institution:Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
Release Date:2018/04/12
GND Keyword:Benjamin, Walter; Scholem, Gershom; Heiligkeit; Text; Kafka, Franz
Page Number:9
First Page:55
Last Page:61
HeBIS-PPN:431199272
Dewey Decimal Classification:8 Literatur / 80 Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft / 800 Literatur und Rhetorik
Sammlungen:CompaRe | Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Journal:urn:nbn:de:hebis:30:3-461062
Licence (German):License LogoDeutsches Urheberrecht