Vom "Netzwerk auf der Hinterseite" : Rückansichten des Gestickten

  • Die Rückseite einer Stickerei gilt gemeinhin nicht als vorzeigbar. Ungeachtet ihrer dreidimensionalen Textur ist die 'Nadelmalerei', wie man die Stickkunst schon in der Antike zu nennen pflegte, vielmehr ganz auf die Frontalseite ausgerichtet. In ihrer stark hierarchisierenden Fokussierung der zur Ansicht bestimmten kunstvollen 'Schau-' zuungunsten der meist ungestalten, dem Blick entzogenen 'Kehrseite' unterscheidet sie sich grundlegend von anderen Textilarten wie gefilzten oder gehäkelten Stoffen, deren Vorder- und Rückseite einander entweder gleichen oder aber symmetrisch sind. Anders als die konventionelle Leinwandmalerei wiederum ist die Stickerei konstitutiv mit ihrer Rückseite verbunden, insofern der stoffverzierende Faden "gleichzeitig zu seiner eigenen Befestigung auf der Unterlage dient."

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Metadaten
Author:Denise Reimann
URN:urn:nbn:de:hebis:30:3-469468
ISBN:978-3-86599-289-5
Parent Title (German):Von Kopf bis Fuß : Bausteine zu einer Kulturgeschichte der Kleidung
Publisher:Kulturverlag Kadmos
Place of publication:Berlin
Editor:Christine Kutschbach, Falko Schmieder
Document Type:Part of a Book
Language:German
Year of Completion:2017
Year of first Publication:2015
Publishing Institution:Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
Release Date:2018/07/12
Tag:Kehrseite; Schauseite
GND Keyword:Textilkunst; Stickerei; Stickerei <Motiv>; Literatur
Page Number:6
First Page:84
Last Page:90
HeBIS-PPN:435356771
Dewey Decimal Classification:8 Literatur / 80 Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft / 800 Literatur und Rhetorik
Sammlungen:CompaRe | Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Licence (German):License LogoDeutsches Urheberrecht