Expansion in die Natur : zum Verhältnis von "ars" und "natura" bei Paracelsus und im Paracelsismus

  • Wenn Paracelsus Naturwissenschaft oder magica als eine Handlung definiert, die "aus ihr", der Natur, ist, diese aber "mer, dan" ihr selbst "zu zu legen ist", steigert und "bessert", dann geschieht dies auf Basis aristotelischer Argumente, die im 13. Jahrhundert auf neuplatonische Weise so kombiniert werden, daß die aristotelischen Vorgaben mit der Vorstellung einer aktiven sympathetischen Teilhabe des Menschen am Kosmos harmonisieren. Diese Überformung wird in der Frühen Neuzeit noch einmal weiterentwickelt. Es sind die protestantische Mystik mit und gegen Luther und die Auslagerung ihrer häretischen Tendenzen in die Naturwissenschaft, die der Theorie von der Steigerung der Natur aus ihrer Mitte die Bedeutung einer wechselseitigen souverinen Teilhabe verleihen.

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Metadaten
Author:Maximilian Bergengruen
URN:urn:nbn:de:hebis:30:3-657742
DOI:https://doi.org/10.5445/IR/1000046677
ISBN:3-428-11701-8
Parent Title (German):Expansionen in der Frühen Neuzeit / hrsg. von R. Dürr ; Zeitschrift für historische Forschung ; Beiheft ; Bd. 34
Publisher:Duncker & Humblot
Place of publication:Berlin
Document Type:Article
Language:German
Date of Publication (online):2022/01/26
Year of first Publication:2005
Publishing Institution:Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg
Release Date:2022/01/27
Tag:Frühe Neuzeit
GND Keyword:Paracelsus; Natur <Motiv>; Natürliche Magie; Mystik; Naturwissenschaften; Neuzeit; Geschichte 1450-1650
Page Number:11
First Page:215
Last Page:232
Dewey Decimal Classification:8 Literatur / 83 Deutsche und verwandte Literaturen / 830 Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur
Sammlungen:Germanistik / GiNDok
Licence (German):License LogoDeutsches Urheberrecht