Universitätspublikationen
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Gegenübertragung in der stationären, psychosomatischen Therapie
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Alexander Obbarius
- Die Gegenübertragung hat sich mittlerweile zu einem der wichtigsten
Instrumente der stationären psychosomatischen Therapie entwickelt. Ihr kommt
in der psychodynamischen Psychotherapie für das Verständnis der
unbewussten Konflikte und für den damit zusammenhängenden
Behandlungserfolg eine zentrale Funktion zu. Dies gilt für die Einzeltherapie,
aber auch für die integrative stationäre psychodynamische Therapie und deren
„Herzstück“ (Janssen 2004) - das multiprofessionelle Team. Die Ziele der Arbeit
bestehen - abgesehen von der Beschreibung der Faktorenstruktur und
Reliabilität des Gegenübertragungsfragebogens - darin, herauszufinden, ob
sich a) die Gegenübertragung in unterschiedlichen Therapieverfahren
unterscheidet, b) in welcher Weise die Gegenübertragung mit dem
Beziehungserleben und der Beziehungsgestaltung des Patienten
zusammenhängt, c) ob die Gegenübertragung mit der Belastung des Patienten
zusammenhängt und d) ob sich die Gegenübertragung abhängig von der
Diagnose unterscheidet.
Methode: Dazu wurde mithilfe des Gegenübertragungsfragebogens (CTQ-D)
die Gegenübertragung von 137 Patienten durch mehrere Therapeuten (Ärzte,
Psychologen und Pflegekräfte) aus zwei psychosomatischen Kliniken zu
Therapiebeginn und zum Therapieende erhoben. Insgesamt flossen 1131
Fragebögen in die Auswertung mit ein. Die Faktorenanalyse des CTQ-D ergab
eine Lösung mit sieben statistisch und klinisch kohärenten Faktoren: 1)
aggressiv-resignative GÜ, 2) positiv-zugeneigte GÜ, 3) überwältigt-verängstigte
GÜ, 4) protektiv-elterliche GÜ, 5) desinteressierte GÜ, 6) verstrickte GÜ und 7)
sexualisierte GÜ. Die Patienten füllten die Symptomcheckliste (SCL-90R), den
Helping Alliance Questionaire (HAQ), das Inventar zur Erfassung
interpersonaler Probleme (IIP) und den Fragebogen zur Erhebung von
Persönlichkeitsstörungen (ADP-IV) zu Beginn und zum Ende der Therapie aus.
Ergebnisse: Es konnten einige spezifische und signifikante Zusammenhänge
zwischen der Gegenübertragung der Therapeuten und den
Selbstbeurteilungsinstrumenten der Patienten nachgewiesen werden:
a) Konfliktorientierte Therapieverfahren (Gesprächstherapien) erzeugen bei den
Therapeuten höhere aggressiv-resignative Gegenübertragung,
Zusammenfassung
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erlebnisorientierte Therapieverfahren (Körpertherapie und Gestaltungstherapie)
rufen höhere positiv-zugeneigte, protektiv-elterliche und verstrickte
Gegenübertragung hervor. b) Die Beziehungszufriedenheit der Patienten ist
umso größer, je geringer die aggressiv-resignative Gegenübertragung von den
Therapeuten wahrgenommen wird und die Therapiezufriedenheit ist umso
größer, je geringer die aggressiv-resignative, überwältigt-verängstigte und
protektiv-elterliche Gegenübertragung ausgeprägt ist. Ein hoher IIP-Wert bei
den Patienten hängt mit dem Erleben von überwältigt-verängstigter
Gegenübertragung zusammen. c) Patienten mit hohem GSI rufen bei den
Therapeuten hohe aggressiv-resignative, überwältigt-verängstigte,
desinteressierte und geringe positiv-zugeneigte Gegenübertragung hervor.
Verstrickte, positiv-zugeneigte und sexualisierte Gegenübertragung hängen mit
einem guten Therapieverlauf zusammen, aggressiv-resignative und
desinteressierte Gegenübertragung deuten auf eine schlechte Entwicklung im
Verlauf hin. d) Die höchsten Werte der aggressiv-resignativen, überwältigtverängstigten
und protektiv-elterlichen GÜ und die geringste positiv-zugeneigte
GÜ wird bei der Gruppe der Persönlichkeitsstörungen wahrgenommen. Den
höchsten Wert der positiv-zugeneigten und der verstrickten GÜ erreicht die
Gruppe der Essstörungen. Somatoforme Störungen rufen in den Therapeuten
ein hohes Maß an Desinteresse hervor. Die Gruppe der affektiven Störungen
erzeugt bei den Therapeuten in allen Dimensionen geringe
Gegenübertragungsgefühle.
Folgerung: Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Gegenübertragung ein
aussagekräftiges Instrument zur Beurteilung der Beziehungsgestaltung, der
Belastung und der Verlaufsbeurteilung der Patienten auf einer
psychosomatischen Station darstellt. Sie betonen auch die Bedeutung der
Auflösung negativer Gegenübertragungskonstellationen durch Supervisionen
und Teambesprechungen im stationären Alltag. Dabei bedürfen schwierige
Patienten, beispielsweise mit somatoformer Störung oder
Persönlichkeitsstörung besonderer Aufmerksamkeit. Dem CTQ-D kann neben
dem Einsatz als wissenschaftlichem Instrument im Rahmen der Ausbildung und
im klinischen Alltag zur Vorhersage des Therapieverlaufs umfassende
Bedeutung zukommen.
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Nichtärztliches Tagebuch 1760-1762 : Band 42
(1762)
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Johann Christian Senckenberg
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Nichtärztliches Tagebuch 1763 Januar - März : Band 44
(1763)
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Johann Christian Senckenberg
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Nichtärztliches Tagebuch 1763, April- Dezember : Band 45
(1763)
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Johann Christian Senckenberg
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Verzeichniss des auf der Frankfurter Stadtbibliothek aufgestellten Prehnischen Gemäldecabinets
(1843)
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Perseus von Macedonien : Trauerspiel in fünf Aufzügen
(1862)
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Franz Nissel
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Über einen stoischen Papyrus der herculanensischen Bibliothek
(1890)
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Hans von Arnim
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Benutzungsordnung, Bibliotheksordnung, Statut / Freiherrlich Carl von Rothschild'sche Öffentliche Bibliothek
(1890)
- Enthalten: 1. Bibliotheksordnung, Januar 1888, Frankfurt a. M. : Knauer, 1888 2. Benutzungsordnung, 15. Oktober 1888, Frankfurt a. M. : Knauer, 1890 3. Benutzungsordnung, 15. Oktober 1888, Frankfurt a. M. : Knauer, 1891 (!) 4. Statut der Bibliothek, 28 December(!) 1892, Frankfurt a. M. : [Druck Knauer], 1892 5. Benutzungsordnung vom 14 Juni 1893, Frankfurt a. M. : Knauer, [o.J.] 6. Bibliotheksordnung vom 14 Juni 1893, Frankfurt a. M. : Druck Knauer, [o.J.] 7. Statut der Bibliothek, August 1896, [o.O.],[o.V.], [o.J.] 8. Benutzungsordnung vom 20. März 1900, Frankfurt a. M. : [Druck Doell, Kassel], [o.J.] 9. Benutzungsordnung vom 27. September 1901, Frankfurt a. M. : [Druck L. Doell, Kassel], [o.J.] 10. Benutzungsordnung vom 6. Mai 1902, Frankfurt a. M. : [Druck L. Doell, Kassel], [o.J.] 11. Benutzungsordnung vom 8. November 1902, Frankfurt a. M. : [Druck L. Doell, Kassel], [o.J.] 12. Bibliotheks- und Hausordnung vom 6. Februar 1903, Frankfurt a. M. : [Druck L. Doell, Kassel], [o.J.] 13. Benutzungsordnung vom 12. November 1909, Frankfurt a. M. : [Druck Knauer], [o.J.] 14. Benutzungsordnung vom 24. Oktober 1913, Frankfurt a. M. : [Druck Knauer], [o.J.] 15. Benutzungsordnung vom 10. März 1916 nebst Anleitung zur Benutzung, Frankfurt a. M. : Knauer, [o.J.] 16. Bibliotheksordnung vom 10. März 1916, Frankfurt a. M. : Druck Knauer, [o.J.]
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Entstehung und Anordnung der Schriftensammlung Dios von Prusa
(1891)
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Hans von Arnim
- Die erhaltene Sammlung von achtzig Schriften des Dio von Prusa stellt ein bunt zusammengewürfeltes Durcheinander von Prosastücken dar, die in Stil, litterarischer Form und Umfang mannichfach von einander abweichen. Durch Philostratus, Synesius, Suidas wissen wir von der Existenz einer beträchtlichen Anzahl dionischer Schriften, die in unserer Sammlung nicht erhalten sind. Abgeselien von ihrer Unvollständigkeit, zeigt der ganze Zuschnitt derselben, dass wir es nicht mit einer vom Autor selbst besorgten Sammlung zu thun haben. Es ist von Wichtigkeit, mit voller Scharfe die Schlüsse zu ziehen, die sich theils aus dem Zustande der Sammlung, theils aus sonstiger Ueberlieferung für die Entstellung und Geschichte derselben ziehen lassen. ...
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Ineditum Vaticanum
(1892)
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Hans von Arnim
- Während die Papyrusforschung uns in neuerer Zeit so grosse Gaben wie eine neue Schrift des grössten Philosophen und einen neuen griechischen Dichter geschenkt hat, sind aus der Handschriftenforschung wohl kaum noch neue classische Texte von solchem Umfang und solcher Bedeutung zu erwarten. Dass aber doch auch auf diesem Felde, ganz abgesehen von Dichterfragmenten, die aus Wörterbüchern und Anthologien vereinzelt nachtrüpfeln, einzelne interessante Texte, meist von geringem Umfang, der Aufmerksamkeit der Editoren bisher entgangen waren, dafür bildet das schöne epikureische Gnomologium, welches Herr Dr. WODTKE im Vatican gefunden hat, einen interessanten, zu fortgesetzter Nachforschung ermunternden Beleg. Ganz ähnlicher Art ist der Fund, der im folgenden der wissenschaftlichen Welt vorgelegt wird, obgleich es sich um einen Litteraturfetzen von geringerer Vornehmheit handelt. Nachdenklich stimmen muss namentlich auch der Umstand, dass beide Inedita, sowohl das epikureische Gnomologium als das hier folgende, in dem handschriftlichen Katalog der Vaticana, der seit lange jedem Besucher der vaticanischen Bibliothek zugänglich ist, verzeichnet sind. ...