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Fundmeldungen : Neufunde, Bestätigungen, Verluste
(2009)
- Fundmeldungen in Band 22 von Botanik und Naturschutz in Hessen
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Ergänzungen zur Liste der Flechten und flechtenbewohnenden Pilze Hessens : 2. Folge
(2010)
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Marion Eichler
Rainer Cezanne
Dietmar Teuber
- Es werden 66 Neu- oder Wiederfunde sowie nicht publizierte Fun-de von Flechten und flechtenbewohnenden Pilzen in Hessen gemeldet und kurz kom-mentiert. Sechs Arten sind zugleich Neufunde für Deutschland: Absconditella pauxilla, Acremonium antarcticum, Calicium adaequatum, Psammina inflata, Ramonia chryso-phaea und Tubeufia heterodermiae. Die hessische Artenliste umfasst mittlerweile annä-hernd 1200 Flechten und flechtenbewohnende oder flechtenähnliche Pilze.
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Fundmeldungen : Neufunde, Bestätigungen, Verluste
(2010)
- Fundmeldungen in Band 23 von Botanik und Naturschutz in Hessen
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Aquatische Makrophyten in hessischen Stillgewässern
(2009)
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Egbert Korte
Thomas Gregor
Andreas König
- Im Rahmen einer hessenweiten Untersuchung wurden etwa 70 künstliche Stillgewässer – Kiesgruben, Tagebaurestseen, Fischteiche – auf das Vorkommen von Wasserpflanzen untersucht.
Die Untersuchung erbrachte den Nachweis von 78 Taxa, darunter 59 Arten Höherer Pflanzen und 19 Arten Characeen. Rund 25 % der nachgewiesnen Arten sind in der Roten Liste des Landes Hessen aufgeführt. Einige der nachgewiesenen Arten galten als verschollen. Von herausragender Bedeutung sind Kiesgruben in der Untermain- und Oberrhein-ebene, wo bis zu 10 Characeen-Arten in einem Gewässer nachgewiesen werden konnten. Von bundesweiter Bedeutung sind Funde von Nitella confervacea, N. tenuissima, Tolypella glomerata, T. intricata und T. prolifera. Als weit häufiger als erwartet erwies sich Potamogeton trichoides, die in allen Untersuchungsbereichen festgestellt wurde. Elodea nuttallii ist in den untersuchten Gewässern deutlich häufiger als E. canadensis. Sehr stark als Vogelrastplatz genutzte Teiche in der Wetterau zeigen, offenbar bedingt durch den Nährstoffeintrag durch Wasservögel, eine deutliche Eutrophierung.
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Der Langstielige Mannsschild (Androsace elongata) in Hessen
(2009)
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Sylvain Hodvina
Wolfgang Wagner
- Der Langstielige Mannsschild (Androsace elongata) gehört zu den auch früher schon sehr seltenen Pflanzenarten Hessens und wurde erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts nachgewiesen. Weitere Nachweise gelangen danach erst ab etwa 1950. Seither wurde die Art im Raum Münzenberg in der nördlichen Wetterau kontinuierlich bestätigt. Im Rahmen der 2008 durchgeführten Untersuchungen konnten zwei weitere Wuchsorte aufgefunden werden. Keines dieser Vorkommen unterliegt bislang gesetzlichem Schutz. Die wenigen Pflanzen an stärker geneigten Böschungen sind durch Sukzession hochgradig bedroht und auf den geringer geneigten Wuchsflächen können die individuenreicheren Bestände bei Ausbleiben oder Änderung der derzeitigen Nutzung rasch zusammenbrechen. Als geeignete Maßnahme zur Erhaltung bietet sich die Einbeziehung aller Flächen in die auf anderen Magerrasen der Umgebung schon praktizierte Huteschäferei an.
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Zum Indigenat von Ajuga pyramidalis und Fritillaria meleagris in Hessen
(2009)
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Thomas Gregor
Helmut Jesberg
- Ajuga pyramidalis und Fritillaria meleagris werden in der hessischen Florenliste als indigen eingestuft. Beide Arten dürften aber in Hessen Neophyten sein. Vorkommen des Pyramiden-Günsels stehen in Zusammenhang mit Nadelholzanbau. In Taunus und Spessart ist es für einige Jahrzehnte zu örtlich begrenzten Einbürgerungen gekommen, im Burgwald hat die Art ein kleines Areal aufbauen können. Die Schachblume, eine ehemals beliebte Gartenpflanze, die in Deutschland erst im 16. Jahrhundert in Gartenkultur gelangte, ist vielfach verwildert. Die Verwilderungen sind aber fast alle zeitlich und örtlich sehr begrenzt. Ein Areal konnte die Art im bayerisch-hessischen Sinntal im Spessart aufbauen.
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Anthropochore Aster-Arten (Asteraceae) in Frankfurt am Main
(2009)
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Sandra Meinert
Indra Ottich
Georg Zizka
- Die Vorkommen der anthropochoren Aster-Arten im Stadtgebiet von Frankfurt am Main (Symphyotrichum lanceolatum, S. novae-angliae, S. novi-belgii, S. parviflorum, S. salignum) wurden kartiert und historische Dokumente zur Rekonstruktion der Einwanderung ausgewertet. Aktuell konnten 39 Fundorte im Stadtgebiet dokumentiert werden, am häufigsten ist S. lanceolatum. 40 Merkmale wurden untersucht und vermessen, um ihre taxonomische Relevanz zu beurteilen. Als hilfreich zur Unterscheidung der Arten erwiesen sich vor allem verschiedene Merkmale der Hüllblätter. Mit Ausnahme von S. novae-angliae sind die Arten aber morphologisch kaum zu unterscheiden und durch viele Übergänge verbunden. Vergleichsweise gut voneinander abgrenzbar sind die beiden Aggregate von S. novi-belgii (S. salignum, S. novi-belgii) und S. lanceo-latum (S. lanceolatum, S. parviflorum).
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Das Dolden-Winterlieb (Chimaphila umbellata) in Hessen
(2009)
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Sylvain Hodvina
Rainer Cezanne
Ralf Schwab
Wolfgang Huth
- Das ehemals in Süd- und Osthessen in Kiefernanbaugebieten weiter verbreitete Dolden-Winterlieb (Chimaphila umbellata) hat nach dramatischen Bestandesrückgängen in dem schon seit Jahrhunderten bekannten Verbreitungsgebiet in den Sandgebieten Südhessens heute nur noch wenige Restbestände im Bereich zwischen Niederroden, Zellhausen und Babenhausen in der östlichen Untermainebene. Ursache des Rückgangs waren sowohl Änderungen der Waldstruktur als auch die Schädigung der für die Entwicklung und Nährstoffversorgung der Winterlieb-Pflanzen unbedingt notwendigen Mykorrhiza-Pilze durch die Stickstoff-Immissionen im ausgehenden 20. Jahrhundert. Durch wenige Schutzmaßnahmen können die verbliebenen hessischen Vorkommen, die inzwischen zu den westlichsten in Europa gehören, zumindest vor mechanischen Beeinträchtigungen bewahrt werden. Wichtig wäre aber auch weitere Forschung zum noch nicht völlig geklärten Themenkomplex Chimaphila-Mykorrhiza-Baum, also die Bindung der Chimaphila-Pflanzen an einen oder mehrere Bäume in der Umgebung.
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Vermischte Notizen zur Benennung hessischer Pflanzen : achter Nachtrag zum "Namensverzeichnis zur Flora der Farn- und Samenpflanzen Hessens"
(2009)
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Karl Peter Buttler
- Die seit dem siebten Nachtrag (November 2004) bekannt gewordenen Ergänzungen und Verbesserungen zum „Namensverzeichnis“ sind im achten Nach-trag zusammengefasst. Er umfasst mehrere neu beschriebene oder für Hessen neu entdeckte Sippen, ferner einige Fehlangaben und Korrekturen.
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Der Nordische Augentrost (Euphrasia frigida) in Hessen
(2008)
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Klaus Hemm
Stefan Huck
Karl-Peter Buttler
Heinz Kalheber
- Der Nordische Augentrost (Euphrasia frigida) ist eine boreal-montane
Art, die einige vom Hauptareal abgesetzte Vorposten in deutschen Mittelgebirgen
besitzt, wo sie extensiv genutztes, in der Regel ungedüngtes Grünland besiedelt. Aus den
hessischen Mittelgebirgen lagen neuere Nachweise nur aus dem nördlichen Spessart vor
(vier Populationen). Im Rahmen des Artenhilfsprogramms (und außerdem bei zwei FFHGrunddatenerfassungen)
konnten sechs weitere Spessart-Vorkommen festgestellt werden.
Hinweise auf ein kleines Vorkommen im Hochtaunus (Neufund für den Naturraum)
konnten bestätigt werden. Die Nachsuche an ehemaligen Wuchsorten im Vogelsberg, wo
die Art bis in die 1970er Jahre vorkam, verlief hingegen durchweg erfolglos; allerdings
gelang auch hier der Neufund einer kleinen Population. Auch im hessischen Teil der
Hohen Rhön gelang inzwischen ein Erstnachweis (siehe Barth 2008).
Insgesamt liegt mehr als die Hälfte aller bekannten deutschen Fundorte in Hessen.
Dem Land kommt daher eine besondere Verantwortung für die Erhaltung der Art zu.
Hauptgefährdungsursachen für die Art sind Nutzungsintensivierung (Düngung, zu früher
Mahdtermin) und Nutzungsaufgabe sowie die Aufforstung von Grenzertragsgrünland.
Die Erhaltung der Art ist am besten durch vertraglich vereinbarte extensive Grünlandnutzung
(Verzicht auf Düngung, Mahd nicht vor Anfang Juli) zu gewährleisten.