Linguistik-Klassifikation: Sprachgeschichte / History of language
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Zur Entstehungsgeschichte der indogermanischen Verbalflexion
(1971)
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Bernhard Rosenkranz
- Problemstellung: Die Junggrammatiker rekonstruierten die Paradigmen der idg. Verbalflexion nach dem Muster des formenreichen Altindischen und Altgriechischen; ihr Verfahren wird von weiten Kreisen noch heute befolgt. Seit dem Bekanntwerden des Hethitischen haben einzelne Forscher den umgekehrten Weg eingeschlagen und ein formenarmes System als Ausgangspunkt der Entwicklung erklärt.
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Wang Li (1900-1986)
(2006)
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Randy J. LaPolla
- Wang Li (Wang Liaoyi) was one of the three most prominent linguists in China in the 20th century. He was born August 10, 1900, in what is now Bobai County of the Guangxi Zhuang Autonomous Area.
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Variation und Einstellung in einer dialektologischen Labilitätszone
(2000)
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Beat Siebenhaar
- Die Sprachsituation der deutschsprachigen Schweiz, wo die nicht kodifizierten Mundarten den weitaus größten Teil der Sprachrealität darstellen, bieten ein weites Feld für Sprachwandelforschung der gesprochenen Sprache, die nur beschränkt auf eine schriftlich fixierte und tradierte Norm beziehbar ist. Noch immer ist da der Kontakt mit anderen Dialekten eine der wichtigsten extralinguistischen Ursachen für Sprachwandel. Ich möchte einen Einblick geben in die Mundart von Aarau, die sich zwischen zwei größeren und starken Mundarträumen des Zürichdeutschen und Berndeutschen in einer Labilitätszone befindet. Der Wandel der Mundart in ihren verschiedensten sprachlichen Aspekten wird in Beziehung gesetzt zu den 'traditionellen' dialektologischen und soziolinguistischen Faktoren, aber auch zum Dialektkontakt und der Einstellung zu den Nachbardialekten. Ich möchte zeigen, dass Erklärungen für einen eindimensionalen Sprachwandel hinterfragt werden müssen, genau so wie Erklärungen, die von einer simplen positiven oder negativen Einschätzung einer Varietät ausgehen.
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Typology and complexity
(2005)
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Randy J. LaPolla
- For the Workshop I was asked to talk about complexity in language from a typological perspective. My way of approaching this topic was to ask myself some questions, and then see where the answers led. The first one was of course, "What sort of system are we looking at complexity in - what kind of system is language?"
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Theory of language death und Language decay and contact-induced change : similarities and differences ; [the following two papers were presented at the International Symposium on Language Death in East Africa, Bad Homburg, January 8 - 12, 1990]
(1990)
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Hans-Jürgen Sasse
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The spread of the Indo-Europeans
(2002)
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Frederik H. H. Kortlandt
- The publication of Mallory’s book (1989) has rendered much of what I had to say in the present contribution superfluous. The author presents a carefully argued and very well written account of a balanced view on almost every aspect of the problem. Against this background, I shall limit myself to a few points which have not received sufficient attention in the discussion. ...
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The linguistic position of the Prussian second catechism
(2004)
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Frederik H. H. Kortlandt
- Elsewhere I have argued that the three Old Prussian catechisms reflect consecutive stages in the development of a moribund language (1998a, 1998b, 2001a). After first eliminating the orthographical differences between the three versions of parallel texts while maintaining the distinction between linguistic variants and then assigning separate phonemic interpretations to the three versions on the basis of the historical evidence I listed the following phonological differences between the three catechisms.
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The development of the Prussian language in the 16th century
(2006)
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Frederik H. H. Kortlandt
- Eduard Hermann writes (1916: 147): "Darüber, daß Wills Übersetzung des Enchiridions ein ganz schauderhaftes Preußisch ist, herrscht eine Stimme. Nur darüber sind die Meinungen geteilt, ob Will ein Stümper war und nichts vom Preußischen verstand oder ob das Preußische seiner Zeit dermaßen entartet war, daß Kasus und Formen fast beliebig miteinander wechseln konnten." This is a splendid formulation of the problem. Hermann’s article should be compulsory reading for students of historical syntax. In search of a solution to this problem, I have applied the following procedure. First I have put together the minor catechisms with those parts of the Enchiridion which translate the same German text. Words which are missing in any of the three versions have been italicized. The result is shown below.
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Subgrouping in Tibeto-Burman : can an individual-identifying standard be developed? ; how do we factor in the history of migrations and language contact?
(2000)
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Randy J. LaPolla
- Two problems cloud our understanding of subgrouping in Tibeto-Burman. One is the lack of consistent and clear standards and principles for subgrouping. Subgrouping is often based on certain features that the languages are said to share, or on a few shared lexical items, or even on the fieldworker's intuitions, or on how remote speakers feel different languages are (the degree of mutual intelligibility).
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Strukturierung von Variation und Sprachwandel in einer dialektologischen Labilitätszone
(2000)
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Beat Siebenhaar
- Der Sprachatlas der deutschen Schweiz (SDS) hat mit vielen Karten deutlich gemacht, dass die Kleinstadt Aarau in der Labilitätszone der größeren Schweizer Dialektlandschaften des Berndeutschen und des Zürichdeutschen liegt. R. Hotzenköcherle (1984, 79) hat dies in seinem ersten umfassenden Überblick zum SDS deutlich gemacht: "Die Sprachgeographie des Aargaus ist weitgehend – aber nicht ausschließlich – bestimmt durch seine Lage zwischen der nordwestbzw. westschweizerdeutschen und der nordost- bzw. ostschweizerdeutschen Sprachlandschaft: In der Spannung zwischen diesen beiden Schwerpunkten … erscheint das Gebiet dieses jungen schweizerischen Kantons als eine einzige breite Zone verschiedener abgesetzter West/Ost- Gegensätze, hin- und herwogender Einflussströmungen und hochgradiger Labilität." Diese Labilität lässt vermuten, dass sich sprachlich viel ändert, wenn sich das Gleichgewicht verschiebt. Seit 1798 hat sich viel geändert: Nachdem Aarau gut 350 Jahre unter Berner Herrschaft war, wurde es Hauptstadt des neu gegründeten Kantons Aargau und für fünf Monate sogar zur Hauptstadt der Helvetik, der neuen Republik von Napoleons Gnaden. Nach der Abhängigkeit von Bern folgte somit eine Epoche der Unabhängigkeit und Ausrichtung auf die neue Rolle als Kantonshauptstadt und Industriestandort. Hauptstadt des Kantons Aargau ist Aarau immer noch, und auch ein regionales Verwaltungs-, Handels- und Dienstleistungszentrum, es gerät aber langsam immer mehr in den Sog der Metropole Zürich. Mit dem Ausbau der Verkehrswege steigt Zürichs Einfluss kontinuierlich. 1990 pendeln 17 % aller Aarauer ArbeitnehmerInnen in Richtung Osten, während nur 7 % westlich von Aarau arbeiten. 58% arbeiten in Aarau selbst. Diese wirtschaftliche Neuorientierung lässt vermuten, dass sich der Aarauer Dialekt stärker dem Zürcher Dialekt annähert.