Linguistik-Klassifikation: Pragmalinguistik/Kommunikationsforschung / Pragmalinguistics/Communication research
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Die Sprechsituation in Linguistik und Kommunikationswissenschaft : Referat einer Diskussion
(1969)
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Hansjakob Seiler
Adelhard Klaus Scheffczyk
- Die auf den folgenden Seiten zusammengefasste Diskussion fand am 12. Februar 1969 zwischen den Mitgliedern des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Phonetik der Universität Bonn (Leitung Prof. Dr. G. Ungeheuer) und Mitgliedern des Instituts für Sprachwissenschaft der Universität zu Köln (Leitung Prof. Dr. H. Seiler) statt. Es wurden folgende zwei Arbeiten zunächst referiert und der Diskussion zugrundegelegt: D. Wunderlich: Pragmatik, Sprechsituation, Deixis. Universität Stuttgart. Lehrstuhl für Linguistik. Papier Nr. 9, November 1969 ; Cd. Fillmore: Deictic Categories in the Semantics of 'come' FL2 (1965), 219-227. Die Zusammenfassungen dieser Arbeiten sind in das vorliegende Referat nicht aufgenommen worden. Die Redaktion wurde in Köln vorgenommen. Dass dabei Missverständnisse und Verzeichnungen unterlaufen sind, ist wahrscheinlich; die Unterzeichner bitten dafür um Nachsicht. Sie hoffen, dass Inhalt und Ergebnisse der Diskussion dennoch im ganzen wahrheitsgemäss zur Darstellung gekommen sind und dass dieser Bericht als Grundlage für weitere Diskussionen geeignet sein möge.
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Propositionen, positionale Operatoren und Situierung
(1991)
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Waldfried Premper
- Sprechen heißt, mit Sachverhalten zu operieren. Die Forschung an der Dimension PARTIZIPATION hat es unternommen, zu zeigen, was es heißt, Sachverhalte sprachlich zu erfassen, und welche Techniken unter dieser allgemeinen Funktion zu finden sind und zusammenspielen (cf. Seiler/Premper (eds.) 1991). Wer spricht, macht aber gewöhnlich mehr: Sachverhalte werden nicht nur erfaßt, sondern gleichzeitig auch in den Kontext einer kommunikativen Absicht gestellt; sie werden behauptet, vermutet, bezweifelt, in Frage gestellt, negiert, gefordert, herbeigewünscht und anderes mehr. Kommunikative Absichten sind ebenfalls konstitutiv fürs Sprechen; durch sie werden Sprechereignisse erst zu Sprechakten. Sprechsituationen sind aber auch nicht nur durch kommunikative Absichten gekennzeichnet, sondern sie finden natürlich in Zeit und Raum statt. Folglich bestehen zwischen Sprecher und besprochenen Sachverhalten nicht nur Einstellungs-, sondern auch zeitliche Beziehungen. Dieses Hineinstellen in einen kommunikativen Kontext wird von uns (von UNITYP) SITUIERUNG genannt, und die Tatsache, daß sich dieser Komplex von Operationen sprachlicher Mittel bedient, macht Situierung zu einer sprachlichen Dimension. Die vorliegende Arbeit stellt sich die Aufgabe, die beiden Dimensionen Partizipation und Situierung in ihrem Verhältnis zueinander zu beleuchten, und zwar schwerpunktmäßig aus theoretischer und wissenschaftshistorischer Sicht. Als begrifflich-terminologischer Anknüpfungspunkt soll dabei der Ausdruck Proposition dienen. Zunächst werden einige Aspekte dieses Begriffes in der philosophischen Logik aufgeführt (Kap. 1). Dann wird die Diskussion, teilweise in Analogie zum ersten Kapitel, im Bereich der Linguistik fortgeführt, wobei unter anderem Argumente aus den Bereichen Sprechakttheorie (2.2.), Transformationstheorie (2.3.), Substitutionstests (2.4.) und Generative Semantik (2.5.) ins Spiel kommen.
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Analysis of a Cayuga Particle : ne:' as a Focus Marker
(1994)
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Anna Keusen
- A feature of the Northern Iroquoian languages is their especially rich inventory of particles. This paper is concerned with one particle in the Cayuga language which has a widespread distribution and performs a broad range of apparently unrelated functions. The particle ne:' is commonly .translated as 'it is/that is', 'this' or ' that'. In other instances it is translated as predominant stress, or is simply omitted in the translation. The particle can occur in almost any syntactic or semantic environment, but it is not obligatory in any context. The various functions that have been suggested in the literature include indication of declarative mood and assertion, marking of emphasis, focus or contrast, and expression of predicative and deictic force. I argue that the particle ne:' can be described successfully if its distribution is considered from a wider perspective, taking into account discourse structure and variation in scope. Its analysis as a focus marker can account for the variety of apparently unrelated functions. The analysis is based on a detailed study of the particle' s distribution in spoken language using a database of five Cayuga texts by four different speakers, including three narratives, one procedural text and a children 's version of a ceremonial text.
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A Preliminary Bibliography on Focus
(1995)
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Hans-Jürgen Sasse
- [I]n its present form, the bibliography contains approximately 1100 entries. Bibliographical work is never complete, and the present one is still modest in a number of respects. It is not annotated, and it still contains a lot of mistakes and inconsistencies. It has nevertheless reached a stage which justifies considering the possibility of making it available to the public. The first step towards this is its pre-publication in the form of this working paper. […]
The bibliography is less complete for earlier years. For works before 1970, the bibliographies of Firbas and Golkova 1975 and Tyl 1970 may be consulted, which have not been included here.
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Sprechaktbedingungen und bedingte Sprechakte : pragmatische Konditionalsätze im Deutschen
(2000)
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Karin Pittner
- Gespräche sind komplexe Formen sprachlichen Handelns, das sich unter bestimmten Bedingungen vollzieht und häufig von den Sprecher/inne/n auch kommentiert wird. Diese metakommunikativen Kommentare treten in sehr unterschiedliche Formen und Funktionen auf. In diesem Aufsatz werden Kommentare in der Form von Konditionalsätzen untersucht, mit denen die Sprecher/innen die Voraussetzungen unterschiedlicher Aspekte ihrer Äußerungen kommentieren.
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Comparing political speech and general conversation within the theory of relevance
(2001)
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Dorota Rut-Kluz
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[Rezension zu:] Ulrike Schilling: Kommunikative Basisstrategien des Aufforderns. Eine kontrastive Analyse gesprochener Sprache im Deutschen und im Japanischen. Tübingen, Max Niemeyer Verlag 1999 (Reihe Germanistische Linguistik 204, 335 pág. ISBN 3-484-31204-1)
(2001)
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Marina Souza
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Uso dos marcadores : "downgraders" e "upgraders" em língua alemã
(2002)
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Alessandra Paula de Seixas
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KommunikationstrainerInnen über Kommunikation : eine Befragung von TrainerInnen zu ihrer Arbeit und ihrem Verhältnis zur Sprachwissenschaft
(2002)
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Gisela Brünner
Reinhard Fiehler
- Es wurden Interviews mit hauptberuflichen KommunikationstrainerInnen geführt, um herauszufinden, inwieweit diese sprachwissenschaftliche Theorien, Methoden und Ergebnisse kennen und für ihre Trainings nutzen, wie sie das Verhältnis von Theorie und Praxis der Kommunikation sehen und welche Methoden der Diagnose von Kommunikationsproblemen, Veränderung und Evaluation sie einsetzen. Wie die Befragung zeigt, ist die Distanz zwischen Trainingspraxis und Sprachwissenschaft noch immer sehr groß und haben nur wenige Theorien und Ergebnisse in den Trainingsbereich Eingang gefunden. Die diskursanalytischen Methoden zur Analyse kommunikativer Probleme werden hier bislang kaum genutzt. Eine Konsequenz daraus sollte u.E. sein, daß die Linguistik für eine Kooperation in aktiver Weise attraktive und auf die Adressaten zugeschnittene Angebote machen muß.
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Simulation authentischer Fälle (SAF)
(2002)
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Michael Becker-Mrotzek
Gisela Brünner
- Wir wollen im folgenden das Verfahren der Simulation authentischer Fälle (SAF) etwas ausführlicher vorstellen. Es handelt sich um eine Methode, die das Potential diskursanalytischer Trainingskonzeptionen in spezifischer Weise nutzt und die wir bereits mehrfach mit Erfolg verwendet haben. Sie verbindet die Zwecke und Möglichkeiten traditioneller Simulationen, Plan- und Rollenspiele mit spezifischen diskursanalytischen Methoden und deren Vorteilen. Das Verfahren SAF und seine Zwecke werden zunächst allgemein charakterisiert. Dann wollen wir am Beispiel unseres Seminars, das wir 1995 durchgeführt haben, illustrieren, wie wir konkret vorgegangen sind. Schließlich werden einige weitergehende methodische Fragen diskutiert.