Linguistik-Klassifikation: Morphologie / Morphology
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Class features as probes
(2008)
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Artemis Alexiadou
Gereon Müller
- In this article, we adress (i) the form and (ii) the function on inflection class features in minimalist grammar. The empirical evidence comes from noun inflection systems involving fusional markers in German, Greek, and Russian. As for (i), we argue (based on instances of transparadigmatic syncretism) that class features are not privative; rather, class information must be decomposed into more abstract, binary features. Concerning (ii), we propose that class features qualify as the very device that brings about fusional infection: They are uninterpretable in syntax and actas probes on stems, with matching inflection markers as goels, and thus trigger morphological Agree operations that merge stem and inflection marker before syntax is reached.
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Syntaktische Minimalformen: Grammatikalisierungen in einer medialen Nische
(2004)
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Beate Henn-Memmesheimer
- Elektronische Kommunikation in Chat-Räumen ist geprägt durch minimalisierte Syntax und Morphologie. Im Folgenden wird skizziert, dass hier zu findende Formen, einschließlich der Formen, die Bezüge zu dialektalen Mustern haben, im Rahmen einer Grammatikalisierungstheorie beschrieben werden können.
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Verben als Grenzgänger : Grenzziehungen, Grenzauflösungen und Grenzüberschreitungen
(2007)
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Damaris Nübling
- Nicht nur literarische Werke und Figuren, Schriftsteller und Festschriftempfänger – auch Verben können zu Grenzgängern werden. Während das Grenzgängertum in der ersten Gruppe meist äußeren Umständen wie z.B. Migration geschuldet ist, gibt es bei Verben eigentlich keinen Grund, zu Grenzgängern zu werden. Dennoch kommt es immer wieder zu solchen Phänomenen. Dies impliziert, dass es überhaupt Grenzen gibt, die die Verben in bestimmte Rubriken verweisen; dies sind üblicherweise die sog. Flexionsklassen, etwa in Gestalt der starken und schwachen Klasse. Dieser Beitrag befasst sich mit Grenzen im Verbalbereich, illustriert anhand einiger skandinavischer Verben. In einem weiteren Schritt sollen auch Grenzziehungen, Grenzveränderungen und Grenzauflösungen beleuchtet werden. Dabei stellt sich die Frage, wie unverbrüchlich Grenzen sind, und insbesondere, warum es überhaupt Flexionsklassen gibt und warum sie sich oft so hartnäckig erhalten. Solche Fragen wurden bisher viel zu selten gestellt. Schließlich werden temporäre und dauerhafte Grenzüberschreitungen von Verben beleuchtet. Dabei verharren bestimmte Verben über Jahrhunderte hinweg als Grenzgänger zwischen wohletablierten Klassen. Speziell solche Phänomene verlangen eine Begründung, denn Grenzen, so steht zu vermuten, sollten dazu dienen, eine gewisse Ordnung zu garantieren.
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Irregularisierung - Denaturalisierung? : Wege zu morphologischer Irregularität
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Damaris Nübling
- Morphologische Irregularität ist als Differenzungsverfahren zu begreifen, das bei hochfrequenten und kurzen Wörtern nicht nur, wie gesehen, Synkretismen verhindert, sondern u.U. mehr kategorielle Distinktionen kreiert, in jedem Fall aber die üblichen Unterscheidungen aufrecht erhält. Unter dieser Perspektive erweist sich Irregularität als hochfunktional und erklärt, weshalb ihr Aufbau nicht nur dem Wirken phonologischen Wandels bei Analogieresistenz überlassen wird; dies ist die Position der Natürlichkeitstheorie, wobei sie Irregularität nicht als Selbstzweck, sondern als Nebenprodukt phonologischer Optimierungen betrachtet. Vielmehr hat sich durch den diachronen, gesamtgermanistischen Vergleich elementarer Verben gezeigt, dass Irregularität über viele andere Wege aufgebaut wird, die keinen Zweifel daran lassen, dass es die vermehrte Differenzierung ist, die produziert werden soll. Dabei werden sogar sog. Differenzierungsanalogien und Suppletion durch lexikalische Mischung in den Dienst beschleunigter Irregularisierung gestellt. Bezieht man neben der Typen- auch die Tokenfrequenz in das natürlichkeitstheoretische Konzept mit ein, so müssen diese Phänomene nicht als "Denaturalisierungsprozesse" begriffen werden. Neben der lexikalischen und kategorielIen Frequenz erweisen sich Kategorien besonders hoher Relevanz als irregularisierungsanfällig. Damit handelt es sich bei der Irregularisierung keineswegs um einen zufälligen und unsystematischen Prozess; vielmehr folgt auch dieser festen Regularitäten.