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„Nichts ist widerlicher als eine sogenannte Dichterlesung.“ : Deutsche Autorenlesungen zwischen Marketing und Selbstpräsentation
(2011)
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Gunter E. Grimm
- Dichterlesungen boomen. Man muss nur in das Tagesangebot der Zeitungen schauen, man muss nur in Buchhandlungen gehen, in Volkshochschulen, in Stadtbüchereien: überall sieht man Plakate und Programme, die Lesungen zeitgenössischer Autoren anbieten. Das ist umso verwunderlicher, weil im Allgemeinen Dichterlesungen nicht allzu beliebt sind, auch bei vielen Autoren nicht. Das einschlägige Motto „Nichts ist widerlicher als eine sogenannte Dichterlesung“ stammt aus Thomas Bernhards Schimpfroman „Alte Meister“, in dem der 82jährige Musikkritiker Reger seinen typischen Wiener Schmäh über fast die gesamte österreichische Kunst, Literatur und Musik, in seitenlangen Monologen ausgießt.
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„etwas über Gleise” oder Versuchsanordnung öffentlicher Platz : Zu Lichtenbergs Sudelbuchaufzeichnung J 528
(2010)
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Sabine Mainberger
- Der Aufsatz analysiert die Sudelbuchaufzeichnung J 528 als Modellstudie zu grundsätzlichen aufklärerischen Fragen und als Beispiel für Lichtenbergs besonderes Denk- und Schreibverfahren in drei Hinsichten: 1) in epistemologischer beleuchtet Lichtenbergs Text das Verhältnis der Vernunft zu anthropologischen und sozialen Faktoren und gibt eine Art Genealogie des Rationalen; 2) in methodologischer und poetologischer ist der Text ein Paradigma für den Transfer wissenschaftlicher Methodik auf nichtwissenschaftliche Gegenstände; 3) in rezeptionstheoretischer findet diese Poetik ihr Pendant in einer von Lichtenberg ebenfalls bedachten aktiven, gegenstandgenerierenden Lektüre. In anderen Notaten in den Sudelbüchern ist er wahrnehmungsphysiologischen und -psychologischen Problemen auf der Spur, die die Gestalttheorie des 20. Jahrhunderts beschäftigen werden. Kritisch gegen selbstverschuldete Unmündigkeit wie gegen Rationalismus betreibt er Aufklärung über Aufklärung.
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‚Der Turney von dem Czers‘. Versuch über ein priapeiisches Märe
(1987)
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Peter Strohschneider
- Im Bereich der kleineren Reimpaardichtung des späten Mittelalters, unter jenen Gedichten also, die die Zeit selbst bevorzugt „rede“, „maere“, „spruch“ nennt, gibt es einige Texte, welche durch ungewöhnlich derbe, oft betont brutale und durch zuweilen offenbar auch auf Schockwirkung zielende Obszönität auffallen. Hier begegnen Formen der Literarisierung des Sexuellen, die solche Texte merklich abheben von jenen Weisen obszönen Erzählens, die für schwankhafte Mären oder bestimmte Felder der Minneredendichtung insgesamt kennzeichnend sein können. H. FISCHER hat einige der angesprochenen Gedichte zu einer eigenen Klasse zusammengefaßt, als er den von ihm unter dem Märenbegriff versammelten Überlieferungskomplex inventarisierte. (…) [Peter Stohschneider greift] für den folgenden Versuch aus der kleinen Gruppe spätmittelalterlicher priapeiischer Reimpaarerzählungen einen Text heraus, in dem das zuletzt genannte Motiv des Rangstreits zwischen einem Genitale und dessen Konkurrenten am Rande vorkommt, in dem vor allem das anthropomorphisierte Genitale eine überaus wichtige Rolle spielt, der aber vor dem eben skizzierten Hintergrund vergleichbarer Erzählungen doch eine bemerkenswerte Ausnahmestellung einnimmt: das 'Nonnentunier' oder – mit den Worten der Handschrift – den turney von dem czers.
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‘Nepristran’ pogled u povijest(i) lingvistike (E. F. K. Koerner: Jezikoslovna historiografija, Tusculanae editiones, Zagreb, 2007.)
(2007)
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Kristina Štrkalj Despot
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Überlegungen zur Logik des Code der Pflanzensoziologischen Nomenklatur
(1997)
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Jens Pallas
- In dieser Arbeit werden einige Überlegungen zu einer in sich schlüssigen Logik des
Code der Pflanzensoziologischen Nomenklatur vorgestellt. Sie betreffen die unterschiedlichen gedanklichen
Ansätze von Syntaxonomie und Nomenklatur, die Notwendigkeit des Vorhandenseins
der namengebenden Sippen in den nomenklatorischen Typen der Syntaxa, Typusaufnahmen von
Subassoziationen, die vollständige Namensform der Syntaxa und die Bedeutung der nomenklatorischen
Typen für die Bildung der Namen der Syntaxa, Neotypisierungen von Assoziationen nach
Art. 21, die Identität von Syntaxa ohne Autorzitate in älteren Arbeiten und die Verknüpfung von
syntaxonomischer und nomenklatorischer Arbeitsweise durch den nomenklatorischen Typus.
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Über Rädertiere (Rotifera) aus Gewässern des südlichen Pantanal (Brasilien)
(1999)
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Walter Koste
- In den Jahren 1996 bis 1998 wurden aus dem Rio Paraguay und einigen kleinen
Stiligewässern (Baias) in der Nähe der Stadt Corurnba Proben gezogen, um sie auf das Vorkommen
von Rotatorien zu untersuchen. In diesen Proben konnten insgesamt 216 Spezies nachgewiesen
werden, davon 202 monogononte und 14 digononte (bdelioide) Arten. Bei einzelnen Individuen
z. B. der Gattung Cephalodella (Monogononta) bzw. der Familie Bdelioidea traten Konservierungsartefakte
auf, die sich nicht eindeutig einer Art zuzuordnen ließen. 78 monogononte
und 12 digononte Spezies sind für das Gebiet erstmalig genannt. Mit Hilfe von Abbildungen
werden einige bemerkenswerte Arten hinsichtlich ihrer Taxonomie, Ökologie und Verbreitung besprochen.
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Über Novalis' Monolog und kritische Erbauung
(1996)
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Stefan Matuschek
- [Es geht] nicht nur um den aktuellen Disput, sondern auch um dessen Gegenstand selbst, und zwar im besonderen um den Text, der bis zum Überdruß wissenschaftlich traktiert worden ist: Novalis’ „Monolog“. Ohne Bitte um Wohlwollen kann man sich um diese anderthalb Seiten nicht mehr öffentlich bemühen. (...) [Stefan Matuscheks] Anlass, dieses Wohlwollen noch einmal zu strapazieren, ist der, daß sich an diesem vordringlichsten Zeugen der frühromantischen Poetik als Sprachreflexion am deutlichsten die Interpretationstendenz von kritischer Abstraktion zur Erbauung zeigen läßt.
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Über die moosbewohnende Rotatorienfauna Madagaskars
(1996)
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Walter Koste
- Fünf in Naturreservaten Madagaskars gesammelte Moosproben wurden auf ihre
Besiedlung mit Rotatorien (Rädertiere)untersucht. Es konnten 9 monogononte und 25 digononte
(bdelioide) Species gefunden werden, darunter Macrotrachela herzigana, eine bisher unbekannte
Spezies. 25 Arten waren bisher aus Madagaskar nicht bekannt
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Über das Gedächtnis der Bibliothek
(1997)
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Peter Strohschneider
- Die zuerst als Ansprache bei einem Festakt der „Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden“ formulierten Bemerkungen beziehen Überlegungen zu den kulturellen Folgen von Schrift und zu den Wachstumsschüben schriftlich gespeicherten Wissen auf die Institution der Bibliothek. Sie skizzieren deren kulturelle Gedächtnisfunktionen und leiten daraus auch Prinzipien des Verhältnisses von Bibliothek und Wissenschaft bzw. Universität ab.
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Ökologische Untersuchungen an einem versalzten Fließgewässer (Ibbenbürener AA - Hörsteler Aa - Dreiwälder Aa - Speller Aa - Unterlauf der Großen Aa) im Frühsommer 1982
(1983)
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Karl Friedrich Herhaus
- Ökologische Untersuchungen an einem versalzten Fließgewässer (Ibbenbürener AA - Hörsteler Aa - Dreiwälder Aa - Speller Aa - Unterlauf der Großen Aa) im Frühsommer 1982.