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Zu Text und Melodie der Titurelstrophe : Iamer ist mir entsprungen
(1970)
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Volker Mertens
- Als einziger ist bisher W. WOLFauf (...) [die Titurelstrophe des Vorsatzblattes (I V) der Pergamenths. Nr. 2675 der Österreichischen Nationalbibliothek ('Jüngerer Titurel' Hs. A)] eingegangen (...). Er erwägt fünf Möglichkeiten für die Herkunft des Textes (...). Da WOLF auf diese Möglichkeiten zum Teil nur mit recht pauschalen Argumenten eingeht, (...) [erwägt MERTENS diese einzeln], um so über WOLFS Unentschiedenheit hinaus zu einer festeren Vermutung bezüglich der Herkunft der Strophe zu gelangen. (...) Als Quelle für Form und Stoff kommt eigentlich nur der 'Jüngere Titurel' in Frage, zumindest hinterlässt diese Annahme am wenigsten ungelöste Probleme. Wir hätten es mit einer Strophe zu tun, die im Gefolge des 'Jüngeren Titurel' unter Anschluß an die Klageszenen der Sigune entstanden ist und diese Klage zum Inhalt hat, d.h. mit einem Rollengedicht der Sigune. (...)
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Ein Nachweis von Corispermum filifolium (Chenopodiaceae) aus Deutschland
(2010)
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Alexander P. Sukhorukov
- Ein schon im 19. Jahrhundert richtig bestimmter Beleg von Corispermum filifolium aus Darmstadt wird bestätigt. Dies stellt den ersten Nachweis der Art in Mitteleuropa dar. Auf Unterschiede zu C. leptopterum wird hingewiesen.
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Brutverhalten von Wiesenlimikolen auf unterschiedlich bewirtschafteten Niederungsstandorten in der oberen Mittelradde-Niederung (Landkreise Emsland, Cloppenburg; Niedersachsen)
(2006)
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Gero Oertzen
Heinz Düttmann
- In der oberen Mittelradde-Niederung wurden im Jahr 2005 das Ansiedlungsverhalten und der
Bruterfolg von Wiesenlimikolen auf konventionell bewirtschafteten und geschützten Flächen mit angepasster Bewirtschaftung
untersucht. Das konventionell bewirtschaftete Gebiet umfasste ca. 84 ha, das angrenzende Vertragsnaturschutzgebiet
wies eine Fläche von ca. 120 ha auf. Durch wöchentliche Kontrollen wurden in beiden Gebieten zwischen
Mitte März und Ende Juli die landwirtschaftliche Bewirtschaftung und die Brutvogelbestände ermittelt. Der Schlupferfolg
von Limikolengelegen wurde im Vertragsnaturschutzgebiet durch Gelegekontrollen verifiziert, wobei gefundene
Gelege mit Thermologgern ausgestattet wurden. Im konventionell bewirtschafteten Gebiet war eine Nestersuche nicht
möglich. Hier sind stattdessen, wie im Vertragsnaturschutzgebiet auch, Küken führende Brutpaare gezählt worden.
Die landwirtschaftliche Bewirtschaftung beider Gebiete unterschied sich grundlegend: Im konventionell bewirtschafteten
Kontrollgebiet wurden im Zeitraum Ende März/Anfang April alle Grünlandflächen gewalzt oder geschleppt,
einige danach zusätzlich mit Gülle gedüngt. Im Vertragsnaturschutzgebiet erfolgte im Frühjahr keine maschinelle Bearbeitung
der Grünländer. Fast alle Grünlandflächen wurden zunächst gemäht: Während im Kontrollgebiet ab dem 10.05.
mit der Mahd begonnen wurde, erfolgte der erste Grasschnitt im Vertragsnaturschutzgebiet Ende Juni. Aufgrund des
strukturellen Wandels in der Landwirtschaft sind im Kontrollgebiet viele Grünländer in Ackerflächen umgewandelt
worden. Die feuchteren Ackerflächen wurden vor allem mit Sommergetreide und Mais bestellt, wobei die Einsaat in
der zweiten Aprilhälfte erfolgte. Im Vertragsnaturschutzgebiet fehlten bewirtschaftete Ackerflächen völlig.
Im Vertragsnaturschutzgebiet wurden 20 Kiebitzgelege gefunden, die von insgesamt 22 Brutpaaren stammten. Die
Schlupfrate der Gelege lag bei 66 %. Gelegeverluste wurden fast ausnahmslos durch nachaktive Prädatoren verursacht.
Der Schlupf der Kiebitzgelege begann Ende April mit einem Höhepunkt in der ersten Maiwoche. Zu dieser Zeit wurden
auch die meisten Küken führenden Kiebitzpaare beobachtet. Im konventionell bewirtschafteten Kontrollgebiet erfolgte
im Laufe des Aprils zunächst eine auffällige Verlagerung der Kiebitzreviere. Wurden Anfang April noch etwa die Hälfte
aller Paare auf Grünland angetroffen, so siedelten Anfang Mai fast alle Kiebitze auf frisch eingesäten Getreide- und
Maisäckern. Der Schlupf der Kiebitzgelege setzte hier etwa 3-4 Wochen später ein als im Vertragsnaturschutzgebiet.
Dies bedeutet, dass fast alle im Kontrollgebiet siedelnden Kiebitze ihre Erstgelege verloren haben müssen, vermutlich
ganz überwiegend durch landwirtschaftliche Einflüsse. Dennoch lag der Reproduktionserfolg des Kiebitzes im Kontrollgebiet
höher als im Vertragsnaturschutzgebiet (0,8 vs. 0,4 Küken pro Brutpaar). Auch Uferschnepfe und Großer
Brachvogel siedelten in wenigen Paaren in beiden Gebieten. Schlupf- und Bruterfolge stellten sich bei ihnen ausschließlich
auf Vertragsnaturschutzflächen ein.
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Corrigiola litoralis (Caryophyllaceae) - Verbreitung, Ökologie und Vergesellschaftung im Elbe-Weser-Gebiet
(1997)
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Hermann Cordes
Detlev Metzing
- Von der im Elbe-Weser-Gebiet seltenen Corrigiola litoralis wurden rezente Vorkommen
in der Bremer Umgebung am Weserufer zwischen Achim und Verden sowie auf Sandböden in
der Weser-Aller-Aue gefunden. Der Rückgang der Art in den letzten 100 Jahren wird durch Funddaten
von Herbarbelegen, aus der Literatur sowie aktuellen Kartierungen belegt.
Die Standorte von Corrigiola litoralis lassen sich in drei Typen gruppieren:
1) Flußufer, 2) Sandböden in Heiden sowie 3) Schotterflächen auf Bahn- und Industrieanlagen.
Es handelt sich um offene Pionierstandorte mit skelettreichen basenarmen und wechselfeuchten
Böden.
An der Weser kommt Corrigiola zusammen mit Chenopodium rubrum. C. glaucum, Atriplex prostrata
und Polygonum lapathifolium ssp. danubiale vor. Diese Artenkombination läßt sich dem Polygono brittingeri-Chenopodietum rubri zuordnen, zu dem an der Weser auch Xanthium albinum
gehört.
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Die Carabidenfauna in einem extensiv genutzten Grünlandbereich westlich des Dümmers
(1999)
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Markus Hehmann
- 1993/94 wurde die Carabidenfauna in einem extensiv genutzten Feuchtgrünlandbereich
westlich des Dümmers (Niedersachsen, Nordwestdeutschland) mittels der Barberfallen-
Fangmethode und der Quadratmethode entlang eines Feuchtegradienten erfaßt. 50 Laufkäferarten
und 2 Carabidenzänosen wurden festgestellt. Charakteristische Carabiden für das Caricetum
gracilis am Dümmer sind Pterostichus rhaeticus, Pt. minor; Agonum afrum, Ag. viduum, Ag. fuliginosum
und Oodes helopioides. In dem Lolio-Cynosuretum und dem Ranunculo repentis-Alopecuretum
geniculati wurden Clivina fossor; Poecilus versicolor; Pterostichus verna/is und Pt. anthracinus
gefunden. Weitere Arten wie Carabus granulatus, Loricera pilicornis, Dyschirius globosus,
Pterostichus diligens und Pt. nigrita wurden entlang des gesamten Gradienten gefangen. Die
Habitatpräferenzen ausgewählter Arten werden diskutiert.
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Die Käferfauna ausgewählter eutraphenter Röhrichte in Nordwest-Deutschland (Coleoptera: Carabidae, Cantharidae, Malachiidae, Cucujidae, Coccinellidae, Chrysomelidae)
(1999)
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Holger Schürstedt
Thorsten Aßmann
- Dominanzbestände röhrichtbildender Helophyten wurden am Dollart, Dümmer und
in der Großen Aue hinsichtlich ihrer Coleopterenfauna (Carabidae, Cantharidae, Malachiidae, Cucujidae,
Coccinellidae, Chrysomelidae) untersucht. Die 18 FangsteIlen gehören zu 4 pflanzensoziologischen
Assoziationen (Scirpo-Phragmitetum, Glycerietum maximae, Phalaridetum arundinaceae,
Schoenoplecti triquetri-Bolboschoenetum maritimi). Überwinternde Käferimagines wurden
durch den Schnitt von 1 m2 großen Röhrichtflächen im Februar 1997 erfaßt. Während der
Vegetationsperiode 1997 erfolgte die Bearbeitung der Probeflächen mittels der Quadratmethode,
welche flächenbezogene Aussagen zur Individuendichte ermöglicht. Zusätzliche Individuen (und
Arten) konnten durch Handfänge ermittelt werden. Es wurden 137 Arten nachgewiesen. Durch den
Vergleich der Fangergebnisse mit Literaturangaben zu den Habitatbindungen wurde eine soziologische
Tabelle erarbeitet. Mit Ausnahme des Phalaridetum können für jede Assoziation Charakterarten
unter den Käfern abgegrenzt werden. Des weiteren lassen sich Charakterarten hochwüchsiger
Röhrichte bestimmen. Die Dispersion häufiger Arten innerhalb der Probeflächen wird analysiert.
Die Bedeutung der Phragmites-Röhrichte für den Schutz spezifischer Laufkäfer wird
diskutiert. Die Renaturierung der Großen Aue ist hinsichtlich des Schutzes röhrichtbewohnender
Käfer als Erfolg zu werten, da im Gebiet bereits wenige Jahre nach Abschluß der Arbeiten viele
Charakterarten nachzuweisen waren, wobei die hohe Diversität der Gattung Donacia besonders
bemerkenswert ist.
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Über Rädertiere (Rotifera) aus Gewässern des südlichen Pantanal (Brasilien)
(1999)
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Walter Koste
- In den Jahren 1996 bis 1998 wurden aus dem Rio Paraguay und einigen kleinen
Stiligewässern (Baias) in der Nähe der Stadt Corurnba Proben gezogen, um sie auf das Vorkommen
von Rotatorien zu untersuchen. In diesen Proben konnten insgesamt 216 Spezies nachgewiesen
werden, davon 202 monogononte und 14 digononte (bdelioide) Arten. Bei einzelnen Individuen
z. B. der Gattung Cephalodella (Monogononta) bzw. der Familie Bdelioidea traten Konservierungsartefakte
auf, die sich nicht eindeutig einer Art zuzuordnen ließen. 78 monogononte
und 12 digononte Spezies sind für das Gebiet erstmalig genannt. Mit Hilfe von Abbildungen
werden einige bemerkenswerte Arten hinsichtlich ihrer Taxonomie, Ökologie und Verbreitung besprochen.
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Fingerprinting an natürlichen und angepflanzten Schilf-Beständen (Phragmites australis) Nordwestdeutschlands
(1999)
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Barbara Neuffer
Doriana Lehmann
Michael Spitzer
- In Folge der Erweiterung des Bremer Flughafens mußte der Flußlauf der Ochtum (Alte
Ochtum) verlegt werden (Neue Ochtum). Im Mittelpunkt des Projektes stehen natürliche und artifizielle
Schilfbestände der Alten und Neuen Ochtum westlich von Bremen. Mit Hilfe der RAPD-Fingerprinting
Methode wurden 13 Phragmites australis Bestände Nordwestdeutschlands untersucht.
Die angepflanzten jungen Bestände der Neuen Ochtum unterscheiden sich nicht wesentlich
von den spontan angesiedelten Populationen. Die neuen Bestände (Neue Ochtum) sind genetisch
variabler als die älteren natürlichen Bestände (Alte Ochtum, sowie zum Vergleich Dümmer, Rubbenbruchsee).
Einzelne Stichproben aus den angepflanzten Beständen können eindeutig Ancestorpopulationen
(Alte Ochtum) zugeordnet werden. In manchen Beständen der Neuen Ochtum
kann ein bedeutender Prozentsatz (bis zu 13%) an Merkmalen identifiziert werden, die in den Beständen
der Alten Ochtum nicht vertreten sind. Es muß zu einem Neueintrag von außerhalb gekommen
sein, der durch Anschwemmung von Saatgut erfolgt sein könnte. Möglicherweise erfolgte
die artifizielle Bepflanzung mit Material, das nicht, wie angegeben, aus autochthonen Beständen
der Alten Ochtum stammte. Innerhalb der Populationen sind Stichproben terrestrischer
Bereiche von denen überfluteter Bereiche zu unterscheiden. Die Dümmerpopulationen sowie die
Rubbenbruchpopulation sind deutlich verschieden von den Ochtum Populationen. Die Bestände
der Neuen Ochtum und der Alten Ochtum bilden keine getrennten Cluster.
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Zur Cladocerenfauna des Feldungelsees (1995-98) im Vergleich mit früheren Untersuchungen und zur Ostracodenfauna (1995-98)
(1999)
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Werner Hollwedel
Burkhard Scharf
- Von 1995 bis 1998 wurde die Cladoceren- und Ostracodenfauna des eutrophen
Feldungelsees nördlich Osnabrück untersucht. Die Anzahl der Cladocerenarten ist gegenüber
einer früheren Untersuchung auf 39 gestiegen. Ceriodaphnia laticaudata, Megafenestra aurita und
Simocephalus exspinosus v. congener traten erstmalig im See auf. Die zwei Daphnia-Arten aus
Nordamerika, D. ambigua und D. parvula, bewohnen weiterhin den See. 1995 wurden die jahreszeitliche
Verbreitung und die Sexual perioden untersucht. Bei den meisten Cladocerenarten wurde
Monozyklie beobachtet, 3 Arten traten dizyklisch auf.
17 Muschelkrebsarten wurden nachgewiesen, die für diese Gegend und diesen Lebensraum
charakteristisch sind.
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Die Rotatorienfauna des Dümmers Teil II: Betrachtung der Planktonzönosen
(1999)
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Christine Leutbecher
- Zwischen Dezember 1994 und Oktober 1995 wurde die Rotatorienfauna des Dümmers,
einem nordwestdeutschen Flachsee, untersucht. Die Analyse der quantitativerfaßten
Planktonzönosen ergab eine hohe Artenidentität zwischen den sieben untersuchten Probestellen.
Unterschiede zwischen den Uferprobestellen und den Probestellen des freies Wassers waren bezüglich
der Abundanzdynamik und Dominanzstruktur festzustellen. Ein Vergleich mit früheren Untersuchungen
belegt einen Artenturnover innerhalb der Planktonzönosen.