Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilungen, Band 20/21 (1995)
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125 Jahre Naturwissenschaftlicher Verein Osnabrück
(1995)
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Heinrich E. Weber
- Anlässlich des Jubiläums des Naturwissenschaftlichen Vereins Osnabrück und des heutigen Museums am Schölerberg werden deren Geschichte und Aufgaben dargestellt; es werden bedeutende Wissenschaftler, die hier tätig waren, kurz besprochen sowie die heutigen Arbeitsgemeinschaften des Vereins vorgestellt.
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Beiträge zur Kenntnis von Halolaelaps (Halogamasellus subgen. nov.), (Acari: Gamasida: Halolaelapidae)
(1995)
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Czeslaw Blaszak
Rainer Ehrnsberger
- Es werden Milben der Gattung Halolaelaps Berlese & Trouessart, 1889 bearbeitet und
die neue Untergattung Halolaelaps (Halogamasellus) etabliert. Folgende neue Arten werden in dieser
neuen Untergattung beschrieben: Halolaelaps (Halogamasellus) evansi, Halolaelaps (Halogamasellus)
janinae und Halolaelaps (Halogamasellus) willmanni. Für die Männchen und Weibchen der Halolae/aps
(Halogamasellus)-Arten wird ein Bestimmungsschlüssel aufgestellt. Die Typus-Art der Gattung Saprolae/
aps Leitner, 1946 Saprolaelaps subtilis Leitner, 1946 wird in die neue Untergattung übertragen.
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Biozönotische Untersuchungen in Hudelandschaften Nordwestdeutschlands - Grundlagen und erste Ergebnisse
(1995)
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Thorsten Aßmann
Anselm Kratochwil
- Hudelandschaften stellen im nordwestdeutschen Tiefland Lebensräume besonders
hoher biologischer Diversität dar. Während einer über lange Zeiträume andauernden extensiven Bewirtschaftung
durch den Menschen entstand ein vielfältiges Mosaik unterschiedlicher Vegetationseinheiten.
Die von geobotanischer Seite gut untersuchten Pflanzengesellschaften und Vegetationskomplexe
bieten sich als Objekte biozönologischer Forschung an. Von besonderer wissenschaftlicher Bedeutung
ist das Studium von Reliktarten-Gemeinschaften alter Wälder. Unter den Carabiden, Chilopoden und
Limaciden können Reliktarten benannt werden. Freilandexperimente zum Ausbreitungsverhalten und
populationsgenetische Untersuchungen an Cerabiden wurden durchgeführt, um Unterschiede zwischen
einer Reliktart und einer weit verbreiteten Art untersuchen zu können. Strukturreiche, ehemalige
Hudewälder besitzen im Vergleich zu den strukturarmen Wirtschaftshochwäldern unterschiedliche
Artengemeinschaften an Chilopoden, Diplopoden und Carabiden. Die Hudelandschaften weisen eine
Reihe von Teil-Lebensräumen auf, die heute landesweit hochgradig gefährdet sind. Hierzu gehören z.B.
die Tot- und Altholzbestände, die durch besonders typische Zersetzer-Gemeinschaften unter den
Arthropoden charakterisiert sind; auch diese sind Gegenstand unserer biozönologischen Untersuchungen.
Ein Schwerpunkt unserer Forschung liegt in der Charakterisierung einzelner Zoo- Taxozönosen
(Coleoptera, Lepidoptera, Diptera, Orthoptera) auf der Basis des pflanzensoziologischen Rasters. Im
Bereich der Ornithofauna haben wir uns bisher intensiver mit den Meisen-Gemeinschaften ausgewählter
Hudegebiete befaßt und die verschiedenen Bindungsgrade an spezifische Ressourcen der Standorte
analysiert. Im Rahmen dieser Arbeit wird gezeigt, daß die Erforschung von Biozönosen unter Landschaftsbezug
und unter Berücksichtigung von Pflanzengesellschaften und Vegetationskomplexen
wichtige Ergebnisse liefert. Im Falle der Hudelandschaften kommt auch kulturgeschichtlichen Zusammenhängen
eine große Bedeutung für das Verständnis des Aufbaues solcher Ökosysteme zu.
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Buchbesprechung: Weber, Heinrich E. (1995): Flora von Südwest-
Niedersachsen und dem benachbarten
Westfalen. -770 S., 118 Abb. - Osnabrück
(Verlag H. Th. Wenner).
(1995)
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Günter Matzke-Hajek
- Gute Regionalfloren erfreuten sich in der
Vergangenheit manchmal erst dann der verdienten
Wertschätzung, wenn sie im Handel
vergriffen waren. Die neue südwest-niedersächsische
Flora von Weber stellt ihre Vorbilder
noch in den Schatten und ist trotz ihres
zarten Alters bereits jetzt ein wissenschaftlicher
und bibliophiler Schatz. Allen
Interessierten kann sie daher nur wärmstens
empfohlen werden.
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Das Jura-Profil (Ober-Bajocium bis Mittel-Kimmeridge) des Erdgasgrabens Oberbauerschaft (Wiehengebirge, Nordwestdeutschland)
(1995)
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Norbert Schult
Matthias Metz
Horst Klassen
- Im Herbst 1992 entstand südöstlich von Preußisch Oldendorf bei den Erdarbeiten zum
Bau einer Erdgasfernleitung für kurze Zeit ein neuer Aufschluß im Wiehengebirge. Die damals freigelegten
Schichten des Dogger und Malm vom oberen Bajocium bis hin zum tiefen Mittleren Kimmeridge
werden beschrieben.
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Der Kometenabsturz in Osnabrück
(1995)
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Andreas Hänel
- Der Absturz des Kometen Shoemaker-Levy 9 auf Jupiter entwickelte sich im Sommerloch
1994 zu einem gewaltigen Medienereignis. Im Osnabrücker Planetarium war der Ansturm neugieriger
Bürger so groß, daß mehrere zusätzliche Sonderveranstaltungen kurzfristig angesetzt werden
mußten. Dabei konnten den Besuchern mit Hilfe der internationalen Gomputernetze und eigener Beobachtungen
schon während der Einschläge die aktuellsten Ergebnisse präsentiert werden.
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Die Gamma-Strahlen-Meßkurve der Oberjura-Gesteinsfolgen in Preußisch Oldendorf und Wehrendorf (Westliches Wiehengebirge, Nordwestdeutschland)
(1995)
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Franz Jürgen Harms
Horst Klassen
- Im Wiehengebirge (Osnabrücker Bergland) wurden die lithostratigraphisch gegliederten
Gesteinsfolgen des Oberjura (Oxford, Kimmeridge, Gigas-Schichten bis Eimbeckhäuser Platten kalk) in
zwei Tagesaufschlüssen am Linken-Berg bei Preußisch Oldendorf und am Osterberg bei Wehrendorf
mit einer Gamma-Sonde nach dem Scintillometer-Prinzip vermessen. Oie synthetisch erzeugten Gamma-
Kurven lassen sich eindeutig mit den Gamma-ray-Kurven der in der Nähe niedergebrachten Bohrungen
vergleichen.
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Die Vegetation der Hase und ihres Auegebietes von der Quelle bis Bramsehe
(1995)
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Elmar Fischer
- Die Vegetation der Hase und ihres Auegebietes wurde 1992 mit Ausnahme des Stadtgebietes
Osnabrück von der Quelle bis Bramsche untersucht. Die Pflanzengesellschaften werden
beschrieben und synsystematische Fragestellungen angeschnitten. Problematisch ist die Bewertung
fragmentarisch ausgebildeter Pflanzengesellschaften, die in dem durch zahlreiche anthropogene Einflüsse
überformten Gebiet häufig auftreten. Dennoch weist der bearbeitete Bereich des Hase-Aue-
Komplexes eine Anzahl floristisch und ökologisch wertvoller Flächen auf. Mit 454 nachgewiesenen
Gefäßpflanzen ist die floristische Diversität des untersuchten Gebietes recht hoch, in den verschiedenen
Untersuchungsabschnitten jedoch sehr uneinheitlich. Auch wenn im Vergleich mit einer 1975
durchgeführten Kartierung ein leicht erhöhtes Arteninventar des Flusses registriert wird, darf dies nicht
über die anhaltend hohe, für einige Schadstoffe sogar steigende Belastung des Flusses und die immer
noch andauernde Intensivierung der Landwirtschaft im Auebereich hinwegtäuschen.
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Ein Vorkommen der Kleinlibelle Cercion lindeni (Selys, 1840) an der Hase bei Osnabrück.
(1995)
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Richard Binkowski
- Die Kleinlibelle C. Iindeni wurde erstmals in Südwest-Niedersachsen festgestellt. Von
dieser sowie von 14 assoziierten Libellenarten im Beobachtungsgebiet wird die Häufigkeit der Imagines
sowie deren Verhalten an sechs Beobachtungstagen innerhalb einer definierten Bachstrecke beschrieben.
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Erste Übersicht über die Armleuchteralgen (Characeae) des Raumes Osnabrück
(1995)
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Hans Georg Wagner
- Aus Anlaß des Wiederfundes von Chara contraria A. Sr., die zületzt 1897 in Niedersachsen
festgestellt worden war, werden die derzeit bekannten Arten der Armleuchteralgen (Characeae)
und ihre Verbreitung im Raum Osnabrück vorgestellt. Ein Sestimmungsschlüssel ist beigegeben.