Refine
Is part of the Bibliography
10475 search hits
-
Sinnesphysiologische und psychologische Untersuchungen an Musteliden
(1930)
-
Detlev Müller
- 1. Ein junger männlicher Steinmarder lernte in kurzer Zeit das Öffnen einer Schiebetür. Vor die Aufgabe gestellt, einen diese Tür verschließenden Riegel zu drehen, versagte er. Auch eine sekundäre Lösung, die auf dem Wege über eine Passivdressur angestrebt wurde, erfolgte nicht, ebensowenig wurde eine optische Orientierung auf Grund der Riegelstellung beobachtet. 2. Kleine Umwege in horizontaler und vertikaler Richtung wurden gut, in primärer Bewältigung der Aufgabe, genommen. 3. Eine einfache Ortsdressur (auf einen der Ecktöpfe einer dargebotenen Reihe von vier gleichen Töpfen) wurde unter Benutzung olfaktorischer Hilfen in kurzer Zeit zu dem gewünschten Erfolg gebracht. Eine kompliziertere Ortsdressur (Wahl des zweiten Topfes von links aus einer Reihe von fünf gleichen Töpfen) führte, bei strenger Vermeidung olfaktorischer Orientierungsmöglichkeiten, erst nach einer größeren Anzahl (etwa 220) Versuchen zum Ziele. Die Erlernung erfolgte auf Grund kinästhetischer, vor allem aber optischer Reize. Der Vorgang der optischen Gliederung der Reihe konnte genau festgestellt werden. 4. Ein mehrjähriger Iltisrüde wurde hinsichtlich der sich aus allgemeinen anatomischen und biologischen Unterschieden ergebenden Eigenheiten im psychischen Verhalten beobachtet und untersucht. Es ergaben sich bei einem Vergleich mit dem Steinmarder eine Reihe wichtiger artspezifischer Differenzen, die sich zumeist auf den Unterschied Bodentier-Klettertier zurückführen ließen. 5. Auch der Iltis lernte das Öffnen einer Schiebetür. Im horizontalen Umwegversuch wurden recht gute primäre, vor allem aber auch sekundäre Lösungen festgestellt. Auf Grund der sekundären Lösungen wird eine starke Entwicklung des kinästhetischen Sinnes angenommen. 6. Eine Helligkeitsdressur bei alternativer Wahl scheiterte an der Unmöglichkeit, die hauptsächlich auf der Intensität der kinästhetischen Empfindungen beruhenden Tendenzen einer ortsbedingten Wahl auszuschalten. 7. Eine multiple Ortsdressur, der des Steinmarders entsprechend, gelang, obwohl durch Hinzunahme von insgesamt vier neuen Aufstellungsarten die Aufgabe für den Iltis nicht unbedeutend erschwert wurde. Die große Bedeutung des Ortskriteriums für das Tier wurde im Verlaufe dieser Versuche besonders deutlich und konnte exakt nachgewiesen werden. 8. Eine Helligkeitsdressur bei multipler Wahl gelang. Ebenso konnte bei einer Rot-Blaudressur Blauwahl erreicht werden. 9. Im Anschluß an die vorhergehende Dressur kam Blauwahl nunmehr auch bei Anwendung der Alternativmethode zustande. 10. Es konnte gezeigt werden, daß die in 8 und 9 dargestellten Resultate auf Grund einer helligkeits-, nicht farb-bedingten Orientierung zustande kamen. Färb- und Graupapiere, die dem zur Dressur verwandten Heringschen Blau Nr. 12 helligkeitsverwandt waren, wurden mit diesem verwechselt. Dieser Befund läßt den Schluß auf das Vorhandensein einer Farbenschwäche oder Farbenblindheit zu. 11. Es wurde festgestellt, daß der Iltis sowohl in orts- als auch in helligkeitsbedingter Wahl sich nach relativen Kriterien richtete.
-
Zur Kenntniss der Karawanenwege im südlichen Theile des ostafrikanischen Schutzgebietes
(1894)
-
G. Lieder
-
Aus dem deutsch-ostafrikanischen Schutzgebiete : Beobachtungen auf der Ubena-Nyasa-Expedition 11. November 1893 bis 30. März 1894
(1894)
-
G. Lieder
-
Bericht über eine Reise im Hinterlande von Bagamoyo, in Ukami und Uluguru
(1894)
-
Franz Stuhlmann
-
Im Thale von Ferghana
(1877)
-
Lev Feofilovic Kostenko
-
Die Optik der alten Griechen
(1898)
-
Julius Hirschberg
-
Studien über die Anwendung der Elektrolyse zur Darstellung, zur Veränderung und zur Zerstörung der Farbstoffe, ohne oder in Gegenwart von vegetabilischen oder animalischen Fasern
(1891)
-
Friedrich Goppelsroeder
-
Deutliche und vollständige Anweisung zur Trenchir-Kunst
(1758)
-
Sidonia Hedwig Zäunemann
-
Die Behandlung der Gefässverletzungen im Kriege 1905/06
(1906)
-
Werner Zoege von Manteuffel
-
Gummihandschuhe in der chirurgischen Praxis
(1897)
-
Werner Zoege von Manteuffel
- Die Desinfektion der Hände des Arztes ist ein noch ungelöstes Problem, trotz aller praktischen Erfolge der Chirurgie unserer Tage, die das Gegentheil zu beweisen scheinen. Wir sind noch nicht im Stande, unsere Hände so zu desinficiren, dass die Desinfektion unter allen Umständen einer strengen experimentellen Kritik Stand hält. Das lehren uns die Versuche Kümmell's, Fürbringer's, Sänger's, Reinecke's, das zeigten uns die Demonstrationen v. Bergmann's auf dem vorletzten internationalen Kongress und die neueren Untersuchungen Lauenstein's und Anderer. Eine relative Keimfreiheit können wir erhalten, eine absolute nicht, und immer wieder müssen wir mit dem schwankenden Faktor rechnen, dass das Körpergewebe des Operirten in letzter Instanz mit seinen vitalen Eigenschaften den allerdings meist nicht großen Fehler in der Desinfektion unserer Hände korrigirt. Wir erreichen damit im Allgemeinen, was wir brauchen. Wir erreichen diese relative, aber genügende Keimfreiheit der Hände jedoch nicht mehr, wenn wir infektiöses Material berührt, unsere Hände in Koth oder Eiter getaucht haben. ...